30. März 2021 / 20:29 Uhr

DFB-Modell oder Backup? Diese Spieler könnten Lewandowski beim FC Bayern jetzt ersetzen

DFB-Modell oder Backup? Diese Spieler könnten Lewandowski beim FC Bayern jetzt ersetzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wer ersetzt Robert Lewandowski im Bayern-Sturm?
Wer ersetzt Robert Lewandowski im Bayern-Sturm? © Getty Images/IMAGO/Contrast (Montage)
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Die schlimmsten Befürchtungen sind sogar noch übertroffen worden: Robert Lewandowski wird dem FC Bayern München ausgerechnet im Saison-Endspurt vier Wochen wegen einer Knie-Verletzung fehlen. Wer könnte beim FCB nun in die Bresche springen?

Der FC Bayern München hat nach 26 Spieltagen in der Bundesliga bereits 78 Tore auf dem Konto – 35 davon, und damit fast die Hälfte, stammen von einem Mann: Robert Lewandowski. Der amtierende Weltfußballer hat einen großen Anteil daran, dass der FCB auch in dieser Saison vor dem Meister-Titel steht. Auf den ersten Verfolger RB Leipzig hat der Rekord-Champion bereits vier Punkte Vorsprung. Doch nun könnte eine Verletzung alles auf den Kopf stellen. Lewandowski zog sich laut offizieller Diagnose der Bayern beim Länderspiel mit Polen gegen Andorra eine Bänderdehnung im Knie zu, die ihn den Prognosen der medizinischen Abteilung zufolge zu einer vierwöchigen Pause zwingt – und das ausgerechnet vor dem Topspiel gegen die Leipziger am kommenden Samstag.

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Was nun, FCB? Wer könnte Lewandowski adäquat ersetzen - gerade im Hinblick auf die kommenden Aufgaben wie gegen Leipzig oder im Champions-League-Viertelfinale gegen Paris St.-Germain (7. und 13. April), wo der Goalgetter sicher ausfällt? Der SPORTBUZZER nennt drei mögliche Varianten, über die Trainer Hansi Flick nachdenken könnte.

Variante 1: Das DFB-Modell mit Serge Gnabry in der Spitze – Bundestrainer Joachim Löw könnte seinem ehemaligen Co-Trainer Flick mit der Nationalmannschaft bereits gezeigt haben, wie es geht. In den WM-Qualifikationsspielen gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0) verzichtete der DFB-Coach überraschend auf einen echten Stürmer wie Timo Werner und setzte in der Zentrale auf Bayern-Star Serge Gnabry, der seine Sache, flankiert von FCB-Teamkollege Leroy Sané und Kai Havertz, gut machte (beide Spiele SPORTBUZZER-Note 2) und Deutschland zum Sieg gegen die Rumänen schoss. In 19 Länderspielen traf der 25-Jährige nun 15 Mal. Besser ist keiner im aktuellen Löw-Kader. Die DFB-Lösung in der Offensive könnte für Flick die naheliegendste sein – mit Kingsley Coman anstelle von Chelsea-Profi Havertz. Denn auch bei den Bayern zeigte sich Gnabry mit 46 Toren in bisher 121 Einsätzen treffsicher.

Variante 2: Die Eins-zu-Eins-Lösung mit Eric Maxim Choupo-Moting – Sollte Flick versuchen, Lewandowski positionsgetreu zu ersetzen, stünde Eric Maxim Choupo-Moting als Backup zur Verfügung. Der 32-Jährige wurde für genau solche Situationen vor Saisonstart ablösefrei von Paris St.-Germain verpflichtet. Seit Saisonbeginn kam der Deutsch-Kameruner bisher auf 24 Einsätze (fünf Tore). Von diesen begann er nur sieben in der Startelf. Bislang sorgte der kamerunische Nationalspieler meist nur dafür, dass Lewandowski kurz vor Schluss eine Verschnaufpause bekam. Zuletzt glänzte Choupo-Moting als Einwechselspieler mit einem Tor im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Lazio Rom. Ob er allerdings die Klasse hat, Lewandowski in den vier Wochen durchgängig zu ersetzen, darf bezweifelt werden. Allzu viele Möglichkeiten, zu glänzen, bekam er bislang nicht.

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Variante 3: Thomas Müller als Mittelstürmer – Die wohl unwahrscheinlichste Lösung, um Lewandowski zu ersetzen, wäre Thomas Müller eine Position vorzuziehen. Der Ex-Nationalspieler begann seine Karriere als Stürmer, ehe er langsam ins offensive Mittelfeld hinter den Spitzen wechselte – um dort als Vorbereiter, aber auch als Torschütze für Furore zu sorgen. Herausragende 212 Tore und 210 Torvorlagen sind Müller in seiner Bayern-Karriere (seit 2009 fest bei den Profis) bisher gelungen. Hinter Allrounder Müller könnten beispielsweise Leroy Sané, Serge Gnabry oder auch Leon Goretzka als Passgeber fungieren. Doch tut sich Müller das nochmal an? Nachdem er bei der EM 2016 im Halbfinale gegen Frankreich als Mittelstürmer zum Einsatz kam und in der Rolle nicht überzeugen konnte, bekannte Müller, dass er sich "nutzlos" im Zentrum ohne viele Ballkontakte gefühlt habe. Müller in der Spitze wäre wohl nur eine Notlösung.

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