09. November 2019 / 10:49 Uhr

Robert Lewandowski kritisiert Teamkollegen beim FC Bayern: "Ein Spieler kann nicht alle führen"

Robert Lewandowski kritisiert Teamkollegen beim FC Bayern: "Ein Spieler kann nicht alle führen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski hat scharfe Kritik an seinen Mannschaftskollegen beim FC Bayern geübt.
Robert Lewandowski hat scharfe Kritik an seinen Mannschaftskollegen beim FC Bayern geübt. © Getty
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Vor dem Klassiker gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund übt Bayern-Mittelstürmer Robert Lewandowski Kritik an seinen Teamkollegen, von denen er sich mehr Führungsstärke erhofft. Der Superstar des FCB sieht die mangelnde Achse vor allem im Mittelfeld als Haupt-Problem beim Rekordmeister.

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Torjäger Robert Lewandowski hat vor dem Liga-Gipfel gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr/hier im SPORTBUZZER-Ticker verfolgen) ein aktuelles Problem beim FC Bayern München benannt. „Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig“, sagte der 31-jährige Pole vor der Partie am Samstagabend in der Süddeutschen Zeitung.

„In jedem Mannschaftsteil, in jeder Linie sollte es einen Anführer geben: Torwart, Abwehrspieler, einer aus dem Mittelfeld, einer aus der Offensive, das wäre perfekt. Es kann nicht ein Spieler alle führen, das ist zu viel, das ist unmöglich“, erläuterte der Angreifer. Der FC Bayern hatte sich am Sonntag von Trainer Niko Kovac getrennt, der es nicht geschafft hatte, neben Lewandowski und Neuer eine Achse von Führungsspielern aufzubauen und eine taktische Handschrift zu vermitteln. Das obliegt bis auf weiteres seinem Interims-Nachfolger Hansi Flick.

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Lewandowski erwartet Kommandos von neuen Spielern: "Muss man erwarten können"

Lewandowski vermisst „Kommandos“ von mehr Spielern auf dem Platz. Er versucht, die jüngeren Teamkollegen dazu zu animieren. „Die jungen Spieler sind natürlich noch etwas zurückhaltend, oder sie haben mit der Sprache ein Problem. Aber ich weiß, dass zwei, drei Monate in einem Land reichen, um Kommandos geben zu können! Das muss man auch erwarten können!“

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Lewandowski stellt die These auf, dass die junge Spielergeneration mehr Ansagen bräuchte, weil sie das aus den Nachwuchs-Akademien so kenne. „Wenn du Vorgaben von Trainern von klein auf gewohnt bist, verlierst du die individuellen Sachen, das eigene Denken.“ Heutzutage hätten die jungen Spieler „ein bisschen Angst zu sprechen, vielleicht ist es auch: keine Lust“, bemerkte Lewandowski: „Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur.“

Oliver Kahn: Spieler warten von einem Trainer "klare Spielidee und System"

Ähnlich hatte sich am Freitag auch der designierte Bayern-Vorstand Oliver Kahn geäußert. "Wenn du dir die Spielergeneration anschaust, dann sind die Spieler in Krisensituationen selten in der Lage, das Heft in die Hand zu nehmen und sich aus dem Sumpf herauszuziehen", erklärte Kahn. "Die erwarten von einem Trainer, dass er ihnen ganz klare Vorgaben macht, dass es eine klare Spielidee, dass es ein System gibt, nach dem Fußball gespielt werden muss. Das war ja ein bisschen die Kritik, die sich an ihm (Kovac, d. Red.) festgemacht hat - gerade, was das Spiel nach vorne anbelangt."

Wer Nachfolger von Kovac wird, ist noch unbekannt. Flick, der sein erstes Spiel mit dem FCB gegen Piräus mit 2:0 gewinnen konnte, hätte mit einem Sieg oder einem überzeugenden Auftritt gegen den BVB zumindest die Chance, sich bis Saisonende in Position zu bringen. Eine Alternative wäre Trainer-Legende Arsène Wenger gewesen, mit dem Franzosen haben die Bayern-Bosse um Karl-Heinz Rummenigge es sich aber wohl verscherzt.

Klassiker: Nutzt Dortmund die Bayern-Turbulenzen?

Für die kommende Saison werden der Holländer Erik ten Hag (von Ajax Amsterdam) und PSG-Coach Thomas Tuchel gehandelt. Letzterer steht beim französischen Abo-Meister zwar noch bis 2021 unter Vertrag, bei einem frühen Aus in der Champions League könnte es für den Wunschkandidaten Rummenigges aus dem Vorjahr allerdings bereits eng werden. Für den nächsten Sommer wäre der Ex-BVB-Trainer so eine potenzielle Alternative.

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