24. Oktober 2020 / 19:31 Uhr

"Weltfußballer-Favorit" Robert Lewandowski stellt klar: Pausen für mich wichtiger als Rekorde

"Weltfußballer-Favorit" Robert Lewandowski stellt klar: Pausen für mich wichtiger als Rekorde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Star Robert Lewandowski glänzte mit einem Dreierpack gegen Eintracht Frankfurt einmal mehr.
Bayern-Star Robert Lewandowski glänzte mit einem Dreierpack gegen Eintracht Frankfurt einmal mehr. © Christian Kolbert/kolbert-press/Pool
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Robert Lewandowski präsentiert sich weiter in der Form seines Lebens. Neben seinen sportlichen Qualitäten zeigt er sich zudem immer mehr als Teamplayer. Lob gibt es von allen Seiten.

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Vor ein paar Jahren wäre die Laune von Robert Lewandowski in den Keller gerauscht. Inzwischen ist alles anders. Als der Torjäger des FC Bayern nach seinem Dreierpack beim 5:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt in der 68. Minute von Trainer Hansi Flick vom Feld beordert wurde, schaute er nur in den ersten Sekunden etwas sparsam. Dann lächelte er und machte ohne Murren Platz für Eric Maxim Choupo-Moting. Von Auswechslungs-Frust keine Spur. Lewandowski bestätigte einmal mehr, was er schon seit Monaten beweist: Aus dem eiskalten Goalgetter ist inzwischen zudem ein echter Teamplayer geworden.

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Auf die Frage, ob seine Auswechslung wie auch jene in den vergangenen Partien bei Arminia Bielefeld (4:1) und Atlético Madrid (4:0) nachvollziehen könne, entgegnete der 32-Jährige bei Sky: "Schon, ja. Das ist für mich kein großes Problem." Er wisse, wie wichtig er in entscheidenden Momenten für die Mannschaft sein könne, da würden die Körner, die er hier und da spart, definitiv helfen. Und was ist mit der Jagd auf den Bundesliga-Rekord von Gerd Müller, der in der Saison 1971/1972 sagenhafte 40-mal getroffen hatte? Muss für das Erreichen dieser Bestmarke nicht jede mögliche Minute genutzt werden?

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Lewandowski lächelte. "Das ist bestimmt nicht das Ziel", meinte der polnische Nationalspieler und verwies stattdessen auf das harte Programm mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal. Davon, dass er mit nun zehn Treffern in den ersten fünf Spielen einen anderen Bundesliga-Rekord aufgestellt hatte, erfuhr Lewandowski auch erst vom Reporter. "Das ist nicht so wichtig", meinte er: "Ich bin eher auf die Mannschaft und die Spiele fokussiert."

Eine Einstellung die gepaart mit der sportlichen Klasse für Lob von allen Seiten sorgte. "Er ist der beste Spieler der Welt. Er ist zum echten Leader geworden. Nicht nur zum Torjäger. Wenn die Weltfußballer-Wahl stattfindet, ist er für mich der haushohe Favorit", sagte Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus und dessen Sky-Experten-Kollegen Dietmar Hamann ergänzte: "The sky is the limit. Ich weiß nicht, zu was er noch fähig ist." Viel mehr als das, was Lewandowski in diesem Jahr schon erreicht hat, ist eigentlich kaum möglich. Er holte das doppelte Triple. So gewann er mit den Bayern nicht nur Meisterschaft, Champions League und Pokal - er wurde auch in allen drei Wettbewerben Torschützenkönig. In den ersten Wochen dieser Saison wirkt er nun fast noch stärker.