27. Juni 2020 / 17:32 Uhr

Robert Lewandowski zum dritten Mal in Folge Torschützenkönig - Bayern-Star stellt Müller-Rekord ein

Robert Lewandowski zum dritten Mal in Folge Torschützenkönig - Bayern-Star stellt Müller-Rekord ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hat einen Torschützenrekord von Gerd Müller eingestellt.
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hat einen Torschützenrekord von Gerd Müller eingestellt. © imago images (Montage)
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Das hatte bisher nur der "Bomber" geschafft: Robert Lewandowski krönt sich zum dritten Mal in Folge zum Torschützenkönig in der Bundesliga. Der Bayern-Star erzielte in dieser Saison 34 Treffer.

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Es gibt Torjäger - und dann gibt es noch Robert Lewandowski: Der Superstar des FC Bayern München ist im Nebenberuf nun auch Rekordjäger. Nach dem Saisonfinale beim VfL Wolfsburg hat sich der Pole die nächste Bestmarke geschnappt - und teilt sie nun mit einer echten Bayern-Legende. Nach einer fast perfekten Saison mit 34 Toren in 34 Spielen krönte sich Lewandowski nun bereits zum dritten Mal in Folge zum Torschützenkönig der Bundesliga. Ärgster "Verfolger" war Timo Werner von RB Leipzig mit 28 Toren auf Platz zwei. Damit ist Lewandowski erst der zweite Spieler, der die vom Fachmagazin Kicker verliehene Torjägerkanone des Kicker zweimal nacheinander verteidigen konnte. Torjäger-Ikone Gerd Müller gelang dies als letzter Profi in der Saison 1973/74.

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Und Lewandowski wird noch lange nicht müde. Auf die Frage des Magazins France Football, ob er sich aktuell in der besten Phase seiner Karriere befinden würde, antwortete der Goalgetter zuletzt: "Noch nicht. Ich bin mir sicher, dass der beste Moment meiner Karriere bald kommen wird." Sein Torhunger ist auf jeden Fall unersättlich. "Du musst fokussiert bleiben, auch wenn du schon ein oder zwei Tore in einem Spiel erzielt hast", sagte er erst in dieser Saison, als er in der Champions League beim 6:0 in Belgrad gegen Roter Stern viermal zuschlug. "Man muss immer dranbleiben", heißt sein Motto.

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Alex Meier, Robert Lewandowski und Gerd Müller – alle drei haben seit Einführung der eingleisigen Bundesliga schon die Torjägerkanone bekommen. Der SPORTBUZZER zeigt alle Torschützenkönige seit 1963/1964! ©

Lewandowski stellte bereits am 33. Spieltag einen Rekord auf

Zeitweise sah es in dieser Saison sogar danach aus, als ob sich der Super-Stürmer der Bayern noch einen weitläufig bekannten Rekord Müllers sichern könnte: 40 Tore in einer Spielzeit (1971/72). Doch der Pole verpasste nach perfektem Saisonstart (mindestens ein Tor in den ersten elf Spielen) wegen einer Schienbeinverletzung und einer Sperre insgesamt drei Spiele in Bayerns 30. Meister-Saison - und damit auch die realistische Chance auf die Müller-Bestmarke. So bleibt nur noch die Hoffnung auf die kommende Saison. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge traut seinem Angreifer alles zu: "Ich habe gedacht, dieser Rekord von Gerd Müller ist für die Ewigkeit. Aber ich glaube, Robert ist der Erste, der wirklich in die Grenzbereiche reinkommen kann", sagte der Vorstands-Chef bereits im Herbst.

Zum fünften Mal insgesamt ist Lewandowski nun Torschützenkönig der Bundesliga. Seine Ära begann 2013/14 noch im Trikot von Borussia Dortmund. 2015/16, 2017/18, 2018/19 war er im Bayern-Dress der beste Torschütze. Bereits am 33. Spieltag stellte er eine Bestmarke auf: Mit seinem 33. Treffer erzielte er als erster nicht-deutscher Spieler mindestens 32 Tore in einer Bundesliga-Saison.

Lewandowski bleibt FC Bayern bis mindestens 2023 erhalten

Lewandowski dürfte noch viele Tore für die Bayern schießen, denn seinen Vertrag verlängerte er im August 2019 bis zum 30. Juni 2023. Rummenigge nannte die Entwicklung des Vollprofis "sehr erstaunlich". Lewandowski liebäugelte jahrelang mit einem Wechsel, am liebsten zu Real Madrid. "Es gab durchaus mal Gelüste von ihm, etwas anderes zu machen. Aber er hat den FC Bayern kennen-, schätzen- und fast liebengelernt", sagte Rummenigge. "Er ist ein ganz wichtiger Faktor. Er schießt nicht nur wahnsinnig viele Tore. Er ist eine Persönlichkeit und er ist auch einer, der den Finger mal in die Wunde legt. Das sind mir die liebsten Spieler."