09. August 2020 / 10:40 Uhr

"Nonplusultra im Weltfußball": Lothar Matthäus adelt "überragenden" Robert Lewandowski

"Nonplusultra im Weltfußball": Lothar Matthäus adelt "überragenden" Robert Lewandowski

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski trifft nach Belieben. Lothar Matthäus (kleines Bild) adelt den Bayern-Torjäger.
Robert Lewandowski trifft nach Belieben. Lothar Matthäus (kleines Bild) adelt den Bayern-Torjäger. © dpa
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In dieser Topform ist Robert Lewandowski kaum aufzuhalten: Der Stürmer des FC Bayern München hat im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea bewiesen, dass ihm die Pause nach Saisonende nicht geschadet hat. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus schwärmt vom Bayern-Star. Auch Teamkollege Leon Goretzka zeigte sich beeindruckt.

"Er ist tatsächlich ein Phänomen": Mittelfeld-Star Leon Goretzka sprach nach dem klaren 4:1-Sieg des FC Bayern über den FC Chelsea im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League das aus, was viele über seinen Teamkollegen denken. Robert Lewandowski wird von vielen aktuell als einer der besten Spieler der Welt bezeichnet - einer der torgefährlichsten ist der 31-Jährige auf jeden Fall. Gegen die Londoner erzielte der Pole seine Königsklassen-Treffer Nummer 12 und 13 in dieser Saison. Zuvor schrammte er mit seinen 34 Bundesliga-Treffern (in 33 Einsätzen) knapp am Gewinn des Goldenen Schuhs für den Toptorjäger Europas vorbei. Gewinner Ciro Immobile (Lazio Rom) erzielte 36 Tore in 37 Einsätzen - dafür darf Lewandowski aber jetzt im Finalturnier der Champions League (im Viertelfinale wartet der FC Barcelona) weiter glänzen.

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Einen Vorgeschmack gab Lewandowski bereits im Spiel gegen Chelsea: Wendig, schnell und robust zeigte sich der Torjäger. Für die Hintermannschaft der Blues stellte er ein fast unlösbares Problem dar. Als "überragend" bezeichnete Lothar Matthäus in seiner Funktion als Sky-Experte die Leistung Lewandowskis: "Er ist einfach das Nonplusultra im Weltfußball, und das hat er heute wieder unter Beweis gestellt", adelte der Rekordnationalspieler und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Er ist in einer überragenden Form und auch nach einer Pause sofort wieder im Rhythmus", fügte Matthäus an.

Tatsächlich hatten die Bayern-Stars über vier Wochen Spielpause zwischen dem Saisonende mit dem DFB-Pokalfinale und dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Chelsea. Doch die Münchener wirkten topfit - vor allem Lewandowski. Und das trotz Verwirrung im Mannschaftstraining der Bayern, das bereits seit zwei Wochen wieder läuft: "Wenn ich sehe, wie er vergangene Woche trainiert hat, da hatte ich mir zwischenzeitlich gedacht: ‘Soll ich ihn mal ansprechen, warum er nicht läuft?‘", witzelte Goretzka nach dem Chelsea-Sieg - und hat dies offenbar auch getan: "Er hat aber nur gesagt: ‘Bleib ruhig. Samstag ist wichtig‘“, berichtete der DFB-Star.

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Die Karriere von Bayern-Star Robert Lewandowski in Bildern

Robert Lewandowski ist einer der erfolgreichsten Spieler der Bundesliga-Geschichte. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt seine Karriere in Bildern. Zur Galerie
Robert Lewandowski ist einer der erfolgreichsten Spieler der Bundesliga-Geschichte. Der SPORTBUZZER zeigt seine Karriere in Bildern. ©

Lewandowski jagt Ronaldo-Rekord

Apropos wichtig: Der Wert von Lewandowski ist für die Bayern kaum aufzuwiegen. Mit 53 Pflichtspieltoren in 44 Partien ist der Pole so etwas wie die Lebensversicherung des Rekordmeisters. Kein Wunder, dass Lewandowski immer wieder als Favorit bei einer Weltfußballer-Wahl gilt, sollte die offizielle Wahl der FIFA denn im Gegensatz zur abgesagten Verleihung des Ballon d'Or stattfinden. "Er spielt vielleicht die beste Saison seiner Karriere. Er hätte es in diesem Jahr verdient“, sagte Rummenigge zuletzt. Weil bei der Weltfußballer-Kür traditionell eher andere Superstars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo im Fokus stehen, müsste Lewandowski seine Topform auch beim Abschluss der Champions League bestätigen. Rummenigge hofft auf die Vergabe: "Bis auf Frankreich wurde jede wichtige Liga zu Ende gespielt. Dann gibt es für mich auch keinen Grund, warum die Auszeichnung nicht vergeben werden sollte", so der Bayern-Boss.

Mit Lewandowski als Preisträger? Im Moment konzentriert sich der Top-Stürmer eher aufs Sportliche und die Jagd nach Bestmarken. Mit seinen 13 Champions-League-Treffern befindet sich der Pole schon in Reichweite des Tor-Rekords von Cristiano Ronaldo aus der Saison 2013/14. Der Portugiese erzielte damals satte 17 Treffer. Für Lewandowski kein Problem, oder?