16. Dezember 2020 / 23:22 Uhr

Matthäus über Weltfußballer-Wahl und Lewandowski: "Dann glaube ich der FIFA gar nichts mehr"

Matthäus über Weltfußballer-Wahl und Lewandowski: "Dann glaube ich der FIFA gar nichts mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus geht fest davon aus, dass Robert Lewandowski Weltfußballer wird.
Lothar Matthäus geht fest davon aus, dass Robert Lewandowski Weltfußballer wird. © dpa/imago images/Lackovic/MIS/Montage
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Lothar Matthäus hält vor der Verkündung des Weltfußballers ein flammendes Plädoyer für Robert Lewandowski. Nach Ansicht des Rekordnationalspielers kann es keine andere Wahl als den Star des FC Bayern geben.

Nach Ansicht von Lothar Matthäus kann es bei der Weltfußballer-Wahl am Donnerstagabend nur einen Sieger geben: Robert Lewandowski. "Wenn es nicht hinhauen sollte, glaube ich der FIFA gar nichts mehr", sagte der deutsche Rekordnationalspieler bei Sky, nachdem Lewandowski beim 2:1 des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg einmal mehr seine Extraklasse bewiesen hatte. Nach einem frühen Rückstand durch Maximilian Philipp (5.) drehte der polnische Nationalstürmer die Partie mit einem Doppelpack (45.+1 und 50.). Allerdings ist die FIFA als Ausrichter der Kür des besten Spielers der Welt nur mittelbar an der Entscheidung beteiligt. Fans, Nationaltrainer und -kapitäne sowie Fans entschieden in den vergangenen Wochen über die Preisvergabe.

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Klar ist aber auch, was Matthäus tatsächlich meinte: Alles andere als die Kür von Lewandowski käme einer Farce gleich. So meinte der Sky-Experte mit Blick auf die beiden anderen Finalisten Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin): "Messi hat in der vergangenen Saison gar nichts gewonnen. Ronaldo ist italienischer Meister geworden." Der Blick auf Lewandowskis jüngste Trophäensammlung ist da schon ein anderer: Champions League, Bundesliga, DFB-Pokal - dabei wurde er in allen drei Wettbewerben Totschützenkönig. Hinzu kommen die Siege im nationalen und europäischen Supercup. Von der UEFA gab es bereits den Titel "Europas Fußballer des Jahres".

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"Was kann man noch machen", meinte Matthäus: "Lewandowski ist der kompletteste Spieler, den wir auf dem Planeten haben." Dabei dürfe man Lewandowski nicht nur an dessen Toren - das zwischenzeitliche 1:1 am Mittwoch war sein 250. in der Bundesliga - messen. "Er entscheidet sich inzwischen richtig, sieht die Mitspieler und gibt auch Vorlagen." In dieser Hinsicht habe sich der Mittelstürmer in den vergangenen Jahren deutlich weiter entwickelt."

Der zugeschaltete Lewandowski verfolgte das Loblied aus prominentem Munde mit sichtlicher Genugtuung. Hinsichtlich der Preisverleihung am Donnerstag hielt er sich aber mit forschen Aussagen zurück. Er wolle "nicht zu viel darüber nachdenken", meinte der 32-Jährige und ergänzte bescheiden, dass er dem Prozedere "ganz easy" entgegenblicke: "Ich habe keinen großen Druck. Dass ich dabei bin, ist eine Ehre."