09. Juni 2021 / 08:25 Uhr

Robin Fluß wechselt zum FC Freital: Neustart in der Heimat mit beruflicher Perspektive

Robin Fluß wechselt zum FC Freital: Neustart in der Heimat mit beruflicher Perspektive

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Bischofswerdas Robin Fluß (weiß) setzt sich im Mai 2021 im Viertelfinale des Sachsenpokals gegen Max Kulke von Dynamo Dresden durch.
Bischofswerdas Robin Fluß (weiß) setzt sich im Mai 2021 im Viertelfinale des Sachsenpokals gegen Max Kulke von Dynamo Dresden durch. © Robert Michael/dpa
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Robin Fluss spielte zwischen 2004 und 2017 bei Dynamo Dresden im Nachwuchs und später in der 3. Liga. Jetzt wechselt der defensive Mittelfeldspieler von Bischofswerda nach Freital. Der SPORTBUZZER nutzte die Gelegenheit, ihm Fragen zu seiner Vergangenheit und Zukunft zu stellen.

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Dresden. Für den Bischofswerdaer FV geht es in der kommenden Saison in der NOFV-Oberliga Süd weiter. Etliche Leistungsträger verlassen den Verein, darunter auch Kapitän Robin Fluß. Der 25-Jährige wechselt zum SC Freital. Ob er mit seiner neuen Mannschaft dann in der 5. Liga auf Bischofswerda trifft, ist noch nicht entschieden. Freital und Budissa Bautzen bestreiten am 26. Juni in Dresden-Weißig das Relegationsspiel um den Aufstieg in die Oberliga.

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Robin, Sie spielten bis vor vier Jahren noch bei Dynamo. Warum sind Sie 2017 aus Dresden weggegangen?

Ich kam 2004 zu Dynamo in den Nachwuchsbereich. Mit 18 stand ich 2014/15 im Drittligakader und habe mein Debüt unter Trainer Stefan Böger gegeben. Wir spielten damals vor 24.000 Zuschauern 0:0 gegen Fortuna Köln. In den Folgejahren war die Konkurrenz auf der Sechser-Position mit Marco Hartmann, Aias Aosman, Niklas Hauptmann oder „Lumpi“ Lambertz allerdings sehr groß, zudem wurde die zweite Mannschaft aufgelöst. Daher bin ich 2017 zu Wacker Nordhausen gewechselt. Ich wollte spielen, nicht auf der Bank sitzen.



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Sie sind gebürtiger Freitaler. Wie kamen Sie damals zu Dynamo?

Mein Bruder besuchte die Sportschule in Dresden und spielte bei Dynamo. Dadurch war ich auch öfter dort. Dann waren wir mit dem Hainsberger SV bei der Bezirksmeisterschaft in Dresden dabei. Ich war einer der Jüngsten im Jahrgang und anschließend wurde meine Mutti angesprochen, ob ich es bei Dynamo versuchen will. Ich wollte.

Wer waren Ihre Trainer in Dresden?

Im Männerbereich Stefan Böger, danach Peter Nemeth und schließlich Uwe Neuhaus.

Wie würden Sie die vier Jahre in Nordhausen und Bischofswerda bewerten?

Es hat meiner Entwicklung gutgetan, mal die heimatlichen Gefilde verlassen und jede Woche einen Wettkampf gehabt zu haben. Bis 2019 war ich in Nordhausen, dann hat mich Trainer Erik Schmidt zu Bischofswerda geholt. Ich kannte ihn aus meiner Dresdner Zeit, er war mein Coach in der U17. Er hat mich dann zum Kapitän ernannt.

Sie haben beim SC Freital unterschrieben, spielen 2021/22 möglicherweise „nur“ in der Landesliga. Haben Sie mit dem Profifußball abgeschlossen?

So würde ich das nicht sagen. Ich hatte mir vorgenommen, mit 25 Jahren alles auf die Waage zu legen. Bis jetzt habe ich vom Fußball gelebt, jetzt möchte ich aber auch in eine berufliche Ausbildung investieren. Vor Jahren hatte ich bereits eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann begonnen, diese aber aufgrund von Verletzungen und Krankheit abgebrochen. In Freital ergibt sich nun die Möglichkeit, Fußball und Ausbildung in einem Gesamtpaket zu realisieren. Ich brauche dieses zweite Standbein. Als gebürtige Freitaler kehre ich zu meinen Wurzeln zurück.