15. März 2020 / 08:17 Uhr

Bergamo-Profi Robin Gosens über Auswirkungen von Corona-Shutdown: "Wir leben in einer Geisterstadt"

Bergamo-Profi Robin Gosens über Auswirkungen von Corona-Shutdown: "Wir leben in einer Geisterstadt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robin Gosens ist in Bergamo derzeit betroffen vom Shutdown in Italien wegen der Coronavirus-Pandemie.
Robin Gosens ist in Bergamo derzeit betroffen vom Shutdown in Italien wegen der Coronavirus-Pandemie. © imago images/AFLOSPORT
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Der deutsche Profi Robin Gosens spielt bei Atalanta Bergamo in der Serie A in Italien. Wegen des Coronavirus darf er derzeit seine Wohnung in Norditalien nur zum Einkaufen verlassen. In einer Live-Schalte im "Aktuellen Sportstudio" beschrieb er die dramatische Situation.

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Der deutsche Profi Robin Gosens vom italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo darf angesichts der Coronavirus-Krise seit Donnerstag nicht mehr das Haus verlassen. Nur noch für Einkäufe "mit Schutzmasken und Handschuhen" dürfe er im Zuge der drastischen Maßnahmen in der schwer betroffenen Region vor die Tür gehen. "Bergamo ist eigentlich eine belebte Stadt. Wenn man das Haus verlässt, sieht man gar keinen. Wir leben aktuell in einer Geisterstadt. Es ist sehr, sehr krass", sagte Gosens, der im Aktuellen Sportstudio des ZDF zugeschaltet war.

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Gosens weist auf Terminchaos hin: "Fünf Nachholspiele plus die Champions League"

Er wisse momentan nicht, wie es weitergehe. Die italienische Serie A ist derzeit bis zum 2. April ausgesetzt. "Wenn wir am 3. April wieder anfangen sollten, haben wir fünf Nachholspiele plus die Champions League", sagte Gosens. Der Deutsche bestritt am Dienstag vergangene Woche mit Atalanta noch das Rückspiel gegen den FC Valencia in der Champions League und zog ins Viertelfinale ein. Die Partie in Valencia, die ohne Zuschauer stattfand, war vorerst die letzte Partie für Bergamo. Sollte der Spielbetrieb tatsächlich wie geplant Anfang April starten, müsste Gosens mit seinem Klub am 4. April bei Cagliari auf Sardinien antreten.

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Mit Blick auf Deutschland ist Gosens zuversichtlich, dass das Schlimmste verhindert werden kann. "In Italien wurde lange Zeit die Lage unterschätzt. Deutschland ist ein bisschen eher dran", sagte der Verteidiger. Am Samstag meldete die Katastrophenschutzbehörde in Italien bereits 21 157 Infizierte. Insgesamt seien im Zuge der Pandemie inzwischen 1441 Menschen gestorben.