07. Juni 2021 / 13:22 Uhr

FC Bayern, BVB und Co: So sehen die Bundesliga-Optionen von Robin Gosens aus

FC Bayern, BVB und Co: So sehen die Bundesliga-Optionen von Robin Gosens aus

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robin Gosens beschäftigt sich mit einem Wechsel in die Bundesliga.
Robin Gosens beschäftigt sich mit einem Wechsel in die Bundesliga. © IMAGO/Revierfoto (Montage)
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Nationalspieler Robin Gosens will unbedingt in die Bundesliga, doch es gibt kaum Klubs, die für ihn infrage kommen – der SPORTBUZZER macht den Gosens-Check von Dortmund bis München.

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Er ist bislang einer der größten Gewinner des DFB-Trainingslagers in Seefeld (Tirol). Auf dem Platz gibt Robin Gosens Vollgas, überzeugt auch abseits des Rasens mit viel Selbstvertrauen und flotten Sprüchen. Einfach ein guter Typ, dessen Profikarriere sich bislang ausschließlich im Ausland abspielte – doch das soll sich zur neuen Saison ändern.

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"Ich habe immer davon geträumt, in der Bundesliga zu spielen. Diesen Traum will ich mir noch erfüllen", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Sein Vertrag bei Atalanta Bergamo läuft noch ein Jahr, für den italienischen Klub damit die letzte Gelegenheit nochmals Kasse mit dem deutschen Nationalspieler zu machen. Doch wohin führt der Weg von Gosens?

Internationale Top-Klubs wohl an Gosens dran

Zuletzt gab es Gerüchte um ein Interesse des FC Barcelona, auch Juventus Turin und Atletico Madrid sollen ein Auge auf ihn geworfen haben – nicht die schlechtesten Alternativen. Allerdings möchte der Linksverteidiger eigentlich unbedingt nach Deutschland. Das Problem: mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) ist er für die meisten Klubs zu teuer, erst recht während der Coronakrise. Vereine wie Borussia Mönchengladbach oder die TSG Hoffenheim, die kommende Saison nicht international spielen, werden sich in diesen Zeiten solch einen Transfer nicht gönnen, auch Bayer Leverkusen (startet in der Europa League) nicht. Bleiben die vier Champions-League-Teilnehmer. Der Gosens-Check.



Borussia Dortmund: Nach dem Ende der Ära von Marcel Schmelzer stehen mit Raphael Guerreiro und Nico Schulz aktuell noch zwei Top-Außenverteidiger im Kader. Schulz könnte den BVB bei einem entsprechenden Angebot aber verlassen. Allerdings hat Gosens nie einen Hehl aus seiner Liebe für den FC Schalke 04 gemacht – er wäre den Fans wohl kaum zu vermitteln.

RB Leipzig: Zum einen spielt Gosens' direkter DFB-Konkurrent Marcel Halstenberg bei RB hinten links (dessen Zukunft allerdings wegen stockender Vertragsverhandlungen ungewiss ist), zum anderen können auch Angelino, Lukas Klostermann und Benjamin Henrichs diese Position bekleiden.

VfL Wolfsburg: Ähnlich sieht es in Wolfsburg aus, wo neben Jerome Roussillon noch Yannick Gerhardt, Paulo Otavio und der etatmäßige Rechtsverteidiger Kevin Mbabu diesen Platz einnehmen könnten.

FC Bayern München: Beim Abo-Meister ist die Linksverteidiger-Position mit Publikumsliebling Alphonso Davies und Lucas Hernandez sowie Neuzugang Omar Richards (kommt ablösefrei vom FC Reading) bestens besetzt, ein Transfer daher unrealistisch.

Frankfurt eine Option für Gosens?

Auch der Tabellenfünfte Eintracht Frankfurt dürfte eher abwinken. Die SGE spielt vorwiegend mit drei Innenverteidigern und besetzt die Außenbahnen jeweils mit einem Spieler. Links ist der von einigen Top-Klubs stark umworbene Filip Kostic gesetzt. Zudem könnten der eigentliche Rechtsverteidiger Erik Durm oder auch Leih-Rückkehrer Danny da Costa diese Position bekleiden. Bei einem Kostic-Verkauf hätte die Eintracht schon eher Bedarf auf einen Top-Mann wie Gosens. Ob die SGE nach dem Verpassen der Champions League aber bereit ist, solch ein Paket zu stemmen? Fraglich.

So oder so will Gosens sich mit einem Stammplatz im DFB-Team bei der EM nochmal ins Schaufenster stellen. Zum SPORTBUZZER sagte er: „Natürlich will ich nach meiner guten Saison bei der EM die Kirsche auf die Torte packen und zeigen, dass ich auch auf absolutem Topniveau performen kann. Bei einer Europameisterschaft herrscht nochmal eine ganz andere Aufmerksamkeit als beim Klubfußball. Wir werden sehen, wohin mein Weg noch führt.“ Vielleicht doch noch in die Bundesliga?

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!