04. September 2020 / 00:08 Uhr

DFB-Debütant Robin Gosens mit Regel-Frust: "Eier-Gegentor geht mir ordentlich auf den Zünder"

DFB-Debütant Robin Gosens mit Regel-Frust: "Eier-Gegentor geht mir ordentlich auf den Zünder"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robin Gosens erlebte bei seinem DFB-Debüt ein Wechselbad der Gefühle.
Robin Gosens erlebte bei seinem DFB-Debüt ein "Wechselbad der Gefühle". © (c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Gute Szenen, die Vorlage zum 1:0 und ein Lob von Joachim Löw: Für DFB-Debütant Robin Gosens war der Nations-League-Auftakt gegen Spanien eigentlich rundum gelungen. Wäre da nur der späte Ausgleich und seine eigene Rolle beim Gegentreffer nicht gewesen.

Robin Gosens wusste nicht so recht, welche Gefühlslage gerade angebracht war. In der einen Sekunde überwog nach dem 1:1 gegen Spanien zum Auftakt der Nations League die Freude über sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Es war eine gute Vorstellung, gekrönt von der Vorlage zum Führungstreffer von Timo Werner. In der anderen Sekunde überwog der Ärger über den Ausgleichstreffer in der 96. Minute. Es war eine unglückliche Szene, in der Gosens das Abseits des Torschützen Gaya aufhob, weil er annahm, er würde bei der Regel nicht zur Geltung kommen, da er sich zu besagtem Zeitpunkt hinter der Torauslinie befand.

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"Wieder etwas dazugelernt", meinte der Außenbahnspieler von Atalanta Bergamo beim ZDF genervt und schimpfte: "Es geht mir ordentlich auf den Zünder, dass wir dieses Eier-Gegentor bekommen." Dennoch sei er insgesamt "ultra-happy", dass es mit dem ersten Einsatz im DFB-Trikot geklappt habe - auch wenn der "sehr intensive Abend" angesichts des ernüchternden Ausgangs ein "Wechselbad der Gefühle" gewesen sei.

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Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik. ©

Bundestrainer Joachim Löw hatte Verständnis für das Gefühls-Durcheinander beim 107. Neuling seiner Amtszeit. "Er ist jetzt erst ein paar Tage bei uns. Beim ersten Mal ist das alles nicht so einfach zu verarbeiten", meinte der 60-Jährige: "Aber ich bin zufrieden mit ihm." Worte, die Gosens nur zu gern gehört haben dürfte. Denn: Der Italien-Legionär sieht seinen Auftritt im Jersey mit dem Bundesadler nicht als Stippvisite an. "Jetzt will ich natürlich mehr", meinte er und verdeutlichte, dass er natürlich von einer Nominierung für die EM im kommenden Jahr träume. "Aber jetzt muss ich erstmal wieder eine geile Saison spielen. Und dann gucken wir mal weiter."