10. März 2020 / 09:49 Uhr

Robin Gosens wünscht sich den FC Bayern als Gegner in möglichem Viertelfinale der Champions League

Robin Gosens wünscht sich den FC Bayern als Gegner in möglichem Viertelfinale der Champions League

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Atalanta-Profi Robin Gosens wünscht sich für ein mögliches Viertelfinale in der Champions League den FC Bayern München als Gegner.
Atalanta-Profi Robin Gosens wünscht sich für ein mögliches Viertelfinale in der Champions League den FC Bayern München als Gegner. © imago/Passion2Press/Sportimage/Montage
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Atalanta Bergamo ist das Überraschungsteam der bisherigen Champions-League-Saison. Der deutsche Profi Robin Gosens spricht über den komfortablen 4:1-Vorsprung aus dem Achtelfinalhinspiel gegen Valencia, die Erfolgsgründe beim italienischen Klub – und ein mögliches Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern im Viertelfinale.

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Robin Gosens muss etwas zurückrudern, nach diesem Hinspielergebnis, das so nicht zu erwarten war. Von einer 50:50-Chance aufs Weiterkommen hatte er vor dem Champions-League-Achtelfinale für seinen italienischen Klub Atalanta Bergamo gesprochen. Inzwischen, nach einem deutlichen 4:1-Sieg gegen den FC Valencia, glaubt er, mit dieser Einschätzung nicht mehr für voll genommen zu werden. Er hat sie deshalb revidiert, auf 60:40 – „um es mal vorsichtig zu formulieren“.

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Vor dem Rückspiel am Dienstagabend (21 Uhr, DAZN) in Spanien habe sich die bessere Ausgangslage also „schon in unsere Richtung verschoben“, sagt der 25-Jährige dem SPORTBUZZER. Das Ergebnis bringe „eine gewisse Ruhe rein“, und dass die Partie wegen des Coronavirus wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit – also ohne Zuschauer auf den Rängen – stattfinden wird, „ist für das heimstarke Valencia sicher kein Vorteil“, so Gosens. Andererseits sei das Ergebnis aufgrund des erzielten Auswärtstores der Spanier „tückisch – weil sie immer in der Lage sind, drei Tore zu schießen“.

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Atalanta Bergamo jedoch reist seines Zeichens als Überraschungsteam der bisherigen Champions-League-Saison an, auch wenn sich dieser Nimbus erst mit einiger Verspätung entwickelte. „Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Gruppenphase haben wir unseren Mehrwert für den Wettbewerb bewiesen“, erklärt Gosens und meint damit die ersten drei Spiele des Klubs, der sich erstmals für die Königsklasse qualifiziert hatte, die wie folgt endeten: 0:4, 1:2 und 1:5. Mit einer Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten drei Partien sollten die Italiener letztlich doch noch Platz zwei hinter Manchester City und vor Schachtar Donezk und Dinamo Zagreb sicherstellen.

Atalanta braucht Anlaufzeit in der Champions League

Nun winkt sogar das Viertelfinale. Und „ab da kann dann auch alles passieren“, findet Gosens, „und wir werden mit Sicherheit nicht sagen, dass wir ausscheiden wollen“. Angst, die man nun vor Atalanta verspüren müsse, sei vielleicht das falsche Wort, aber der Linksverteidiger glaubt schon, dass sein Team mittlerweile von den verbliebenen Klubs im Wettbewerb ernst genommen wird, auch wenn diese natürlich weitaus klangvollere Namen haben.

Alle Sieger der Champions League

Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

Wie zum Beispiel der FC Bayern, der nach dem 3:0-Hinspielsieg im Achtelfinale gegen den FC Chelsea ähnlich gute Aussichten auf ein Weiterkommen hat – und den der Deutsche als mögliches „Traumlos für mich“ in der nächsten Runde bezeichnet: „Der Klub stellt aktuell das Nonplusultra in Deutschland dar – das wäre schon sehr geil!“

Gosens: „Wir haben uns alle miteinander gern!“

Doch auch Atalanta ist nach fünf Siegen aus den vergangenen sechs (ungeschlagenen) Spielen zurzeit richtig gut in Schuss. In der Serie A steuert der Klub als Vierter erneut auf Kurs Champions-League-Qualifikation. Worauf ist die aktuelle Erfolgsgeschichte also zurückzuführen? „Dass wir eine Mannschaft sind“, betont Gosens einigermaßen vehement. „Ich weiß, dass sich das immer nach einer Phrase anhört“, schiebt er schleunigst hinterher. Doch wenn man mal ganz ehrlich sei, könnten das nur die wenigsten Mannschaften wirklich von sich behaupten. „Bei uns gönnt jedoch jeder jedem alles!“

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Die fußballerische Idealvorstellung, die vor langer Zeit mal existierte, bevor Mannschaften ausschließlich für den größtmöglichen Erfolg zusammengestellt wurden – dass da ein Haufen Freunde gemeinsam auf dem Platz steht; in Bergamo sei man davon nicht so weit entfernt, versichert Gosens. Er berichtet dann etwa von Aktivitäten der Spieler abseits der Trainingseinheiten oder sagt einfach nur: „Wir haben uns alle miteinander gern!“