20. November 2018 / 13:16 Uhr

Robin Kelting beschert Eutin 08 beim SV Todesfelde kurz vor dem Abpfiff einen Punkt

Robin Kelting beschert Eutin 08 beim SV Todesfelde kurz vor dem Abpfiff einen Punkt

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Eutins Kevin Ferchen (re.) verliert das Laufduell gegen SVT-Abwehrchef Kai-Fabian Schulz. Am Ende aber heißt es: Remis.
Eutins Kevin Ferchen (re.) verliert das Laufduell gegen SVT-Abwehrchef Kai-Fabian Schulz. Am Ende aber heißt es: Remis. © Markus Weber
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Spät, aber nicht zu spät: 08-Joker Robin Kelting stach in der Nachspielzeit. Mit seinem Last-Second-Tor zum 2:2 bescherte der 19-Jährige Eutin 08 beim SV Todesfelde immerhin einen Punkt. Eutins Coach Lars Callsen registrierte mit Wohlwollen, dass sich seine Elf trotz zweimaligen Rückstands nicht in die drohende Niederlage gefügt hat.

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„Für die Moral war der Punkt sehr gut. Wir haben bis zum Ende daran geglaubt. Auch wenn ein Punkt über 90 Minuten gesehen zu wenig ist, freuen wir uns jetzt über diesen“, krächzte 08-Trainer Lars Callsen heiser. Die Stimme hatte über 90 Minuten gelitten. Den Vorwurf, nicht bis zum Schlusspfiff um den einen Punkt gekämpft zu haben, wollte sich im Eutiner Lager keiner machen lassen.

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Erneut gelang es Eutin 08 nur unzureichend, spielerische Lösungen mit Effektivität zu krönen. Vielmehr leistete sich die Callsen-Elf wieder Sekundenauszeiten. „Zweimal waren wir nicht aufmerksam genug. Zweimal hat Todesfelde das eiskalt bestraft“, haderte Callsen mit der Kaltschnäuzigkeit des Gegners. In der 12. Minute hebelte ein einfacher Doppelpass der Defensive der Rosenstädter aus. Cedric Szymczak traf zum 1:0. Der Regionalliga-Absteiger zeigte sich unbeeindruckt, hielt sofort dagegen. Erstmals in dieser Saison liefen die Nullachter mit einer Mittelfeldraute im 4-4-2 auf. „Wir wollten kompakter auftreten“, erläuterte Callsen die taktische Umstellung weg vom 4-1-4-1.

Fatlind Zymberi, der neben Kevin Ferchen als zweite Spitze in die Startformation gerutscht war, rechtfertigte nach Gürntke-Zuspiel mit dem Treffer zum 1:1 (24.) seine Nominierung. „Wir sind heute gut mit Rückschlägen umgegangen. Sind nicht von unserem Plan abgerückt. Auch nicht nach dem 1:2, das vom Zeitpunkt sicherlich nicht günstig war“, sagte Callsen mit Blick auf die erneute SVT-Führung, die Morten Liebert per Lupfer kurz vor der Halbzeit (44.) erzielte.

Eutin investierte nach dem Kabinengang viel, blieb aber im letzten Spieldrittel zu schlampig im Kombinationsspiel. „Die letzte Pass hinter die Todesfelder Abwehrkette kam entweder zu spät oder nicht punktgenau“, bemängelte Callsen, dessen Offensive zu häufig in die Abseitsfalle tappte.

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Geduld war gefragt. Und die zahlte sich aus – wenn auch spät. Einen Ferchen-Schuss konnte der SVT noch aus der Gefahrenzone befördern, doch im zweiten Anlauf verlor die Todesfelder Defensive die Ordnung und Robin Kelting aus den Augen. Das 19-jährige 08-Eigengewächs markierte mit dem Schlusspfiff nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich. „Da war der Fußballgott endlich mal auf unserer Seite. Die Saison über hat er uns ja zumeist im Stich gelassen“, zeigte sich Callsen aufgrund des späten Zeitpunkts mit dem 2:2 versöhnt.