19. November 2020 / 11:40 Uhr

"Alle haben immer gekickt": Kolenfelds Robin Ullmann musste beim Fußball landen

"Alle haben immer gekickt": Kolenfelds Robin Ullmann musste beim Fußball landen

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kolenfelds Robin Ullmann (links, im Zweikampf mit Engelbostels Moritz Frieler) hat den Fußball quasi in die Wiege gelegt bekommen.
Kolenfelds Robin Ullmann (links, im Zweikampf mit Engelbostels Moritz Frieler) hat den Fußball quasi in die Wiege gelegt bekommen. © Christian Hanke
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War ja klar, dass Robin Ullmann mal Fußball spielen würde: "Mein Opa, mein Vater und mein Onkel: Die haben auch alle immer gekickt", erinnert sich der heute 31-jährige Kapitän des TSV Kolenfeld. Lange Zeit spielte er im Dress des 1. FC Wunstorf, seit jeher jedoch im Mittelfeld. 

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Er sei schon etwas überrascht gewesen, sagt Robin Ullmann, als er im vergangenen Jahr vom 1. FC Wunstorf für seine 27-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. „Dann habe ich wohl schon als Dreijähriger in der Pampers-Liga gespielt – wenn man das in dem Alter überhaupt als Fußball bezeichnen kann“, sagt Ullmann, der zum Zeitpunkt der Auszeichnung gerade seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte - und mittlerweile als Kapitän beim Bezirksligisten TSV Kolenfeld wirkt.

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Dass es Fußball und nicht Leichtathletik, Handball oder Tennis wurde, ist hingegen keine Überraschung. „Ich komme aus einer fußballverrückten Familie“, sagt Ullmann, der während seiner gesamten Jugendzeit – bis auf einen kurzen Abstecher zu Eintracht Braunschweig – beim FC aus Wunstorf am Ball war. „Mein Opa, mein Vater und mein Onkel: Die haben auch alle immer gekickt.“

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Dass auch die nächste Ullmann-Generation viel Talent in die Wiege gelegt bekommen hatte, zeigte sich schnell. „Ich erinnere mich noch gut an ein Hallenturnier in der D-Jugend bei Hannover 96. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, weil wir im Finale gegen 96 gewonnen haben und viele Zuschauer in der Halle waren. Da ging’s richtig hoch her“, sagt der 31-Jährige.

Ullmanns Heimat ist das Mittelfeld

Das letzte Aufeinandertreffen mit Hannover 96 war für Ullmann nicht mehr so erfolgreich. Allerdings hatten sich die Vorzeichen da auch deutlich verändert. Im Juni vergangenen Jahres kam der Zweitligist zu einem Freundschaftsspiel in die Barne-Arena, der FC zog sich beim 0:4 achtbar aus der Affäre. Als defensiver Mittelfeldspieler versuchte Ullmann, die Offensive der Roten so gut es ging in Schach zu halten.

„Mein Vater hat mir erzählt, dass ich mich schon immer im Mittelfeld herumgetrieben habe. Früher etwas offensiver, als ich es heute spiele. Das ist schon ein bisschen untypisch, weil man ja doch gerade in der Jugend auch mal andere Positionen ausprobiert“, sagt Ullmann, der den FC Bayern und Borussia Dortmund zu seinen Lieblingsklubs zählt. „Aber ich habe wohl schnell gemerkt, dass ich besser bei den Sachen bleiben sollte, die ich kann.“