02. Februar 2020 / 14:10 Uhr

Rolle rückwärts: Sachsens Landesklassen werden reduziert

Rolle rückwärts: Sachsens Landesklassen werden reduziert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Symbolbild © Imago
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Der Sächsische Fußballverband (SFV) hat eine Reform der Landesklasse eingeleitet. Ab der Saison 2021/2022 wird wieder in drei statt vier Staffeln gespielt. Dies hat bereits in der kommenden Saison Auswirkungen auf die Auf-und Abstiegsregelung zwischen Landesklasse und Kreisoberliga.

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*Leipzig. *Kommando zurück: Wenige Jahre nach der der Reform der sächsischen Fußball-Bezirksligen, in deren Zuge unter dem neuen Namen Landesklasse aus drei Staffeln vier wurden, sollen ab der Saison 2021/22 wieder drei Staffeln à 16 Mannschaften werden. Der Name Landesklasse bleibt jedoch für die siebte Liga. derzeit spielen die hiesige Landesklasse Nord sowie die Landesklasse West mit je 16 Teams, die Staffeln Mitte und Ost nur mit je 14. Ganz aktuell hat sich die Staffel Nord aber gerade auf 15 reduziert, weil Neuling Blau-Weiß Bennewitz, wie bereits kurz berichtet, seine Mannschaft zurückgezogen hat und als erster Absteiger gilt.

Und das sieht die Reform im Einzelnen vor: Die drei Staffelsieger erhalten wie bisher die vier direktes Aufstiegsrecht zur Sachsenliga. Von da müssen im Normalfall drei Teams absteigen, die Zahl kann aber wie schon derzeit je nach sächsischen Absteigern aus der Oberliga davon abweichen. Aus jeder Landesklasse steigen die letzten vier ab. Das bedeutet, dass aus den 13 Kreisen zwölf Teams aufsteigen können, zwei davon müssen also in die Relegation, der nach einem Rotationsprinzip von Jahr zu Jahr andere Kreise unterliegen. Die mitgliederstarken Stadtligen von Leipzig, Dresden und Chemnitz sind davon ausgenommen. Die Ausscheidungsspiele können jedoch auch für die anderen Kreisoberliga-Meister entfallen, wenn Vereine auf Ihr Aufstiegsrecht verzichten. Eine streng territoriale Zuordnung der Aufsteiger wird es nicht mehr geben, wobei solche Gesichtspunkte sicherlich dennoch berücksichtigt werden, um unnötig weite Fahrwege zu vermeiden. Der Vorschlag des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) an die Vereine lautet hierzu: „Künftig erfolgt die Zuordnung nach territorialen Erfordernissen, ohne dass dabei die Kreiszugehörigkeit einer Mannschaft relevant ist.“ Grundsätzlich sollen die Aufsteiger natürlich gleichmäßig auf die drei Landesklassen verteilt werden.

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Die kommende Saison 2020/21 wird als Übergangsjahr dienen. Für dieses vom SFV „Qualifikationsjahr“ genannte Saison wird das Abstiegsrisiko zwischen Landesklasse und Kreisoberligen geteilt. Das heißt, aus den Landesklassen müssen 18 statt wie bisher 12 Teams absteigen und es wird 2021 nur sechs Aufsteiger aus den Kreisen in die Landesklasse geben. Der SFV-Spielausschuss soll dafür einen Relegationsmodus erarbeiten, ebenso noch Feinheiten des Ganzen, die im März beschlossen werden sollen. Grundsätzlich hat der SFV-Vorstand (dem die Kreisverbands-Präsidenten angehören) diesem Vorschlag, der von einigen Kreisverbänden kam, schon zugestimmt. Vorerst ist die Reform nur für den Männerbereich vorgesehen, dessen Landesklassen dadurch wieder gestärkt werden sollen. Sprich, das sportliche Niveau soll wieder steigen.

Einen entsprechenden Schub brächte wohl auch den Landesligen der Wegfall der nur noch fünftklassigen Oberliga. Die unterliegt jedoch der Regie des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes, der natürlich seinem eigenen Bedeutungsschwund kaum selbst beschleunigen wird. Das ist also eine andere Baustelle, die dem Amateurbereich aber durchaus helfen könnte. Wenngleich etliche Vereine in der Oberliga finanziell buchstäblich auf der Rasierklinge reiten, sieht es derzeit jedoch nicht nach einer - eigentlich notwendigen - Korrektur in diesem semiprofessionellen Bereich aus.