01. Juli 2016 / 12:15 Uhr

Rolle rückwärts: Stefan Elor bleibt Zehdenicker

Rolle rückwärts: Stefan Elor bleibt Zehdenicker

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Stefan Elor wird weiter das SVZ-Trikot tragen.
Stefan Elor wird weiter das SVZ-Trikot tragen. © Christoph Brandhorst
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Landesliga Nord: Der 34-jährige Mittelfeldroutinier wird nicht Trainer beim Häsener SV – er spielt weiter Landesliga.

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Fast ein wenig stolz verkündet Manager Ronny Erdmann seinen „letzten Neuzugang“ für den Fußball-Landesligisten SV Zehdenick. Es ist einer, der von den Havelstädtern eigentlich schon verabschiedet wurde: Stefan Elor. Der Routinier hatte beim Kreisligisten Häsener SV für die kommende Saison bereits als Trainer zugesagt. Nun folgte die Rolle rückwärts.  Berufliche Veränderung zwangen ihn zum Umdenken. Wenn er fit ist, will er als Spieler noch einmal in der Landesliga angreifen.

„Ich arbeite künftig selbstständig bei der Post, bin für den Landkreis Uckermark zuständig“, erklärt Elor, der in Grüneberg lebt. Zudem sei er Vater geworden. „Für einen Trainerposten fehlt mir da einfach die Zeit.“ Schweren Herzens musste er dem HSV um Vereinschef Norbert Ruch daher absagen. „Dass sie dort enttäuscht sind, ist doch klar“, weiß der 34-Jährige. „Aber ich hatte mich für den neuen Job beworben, habe die Zusage erhalten und musste jetzt eine Entscheidung treffen.“ Auch vom Landesklasse-Vertreter Victoria Templin hatte „Ossi“ ein Angebot für den Trainerposten vorliegen. „Da hatte ich aber in Häsen schon zugesagt, somit war klar, dass ich das nicht mache.“

Künftig will Elor also lieber wieder selbst die Töppen schnüren. „Erstmal will ich wieder vollkommen gesund und fit werden“, betont der Mittelfeldspieler aber. „Dann werde ich wieder einsteigen – wie es die Zeit eben zulässt.“ Ende Februar, im Nachbarschaftsderby gegen die Falkenthaler Füchse, hatte sich der Routinier eine schwere Knieverletzung zugezogen. Die gelte es nun, komplett auszukurieren. Von SVZ-Mitspieler Lukas Dembowsky, der das Zehdenicker Sportstudio „Fit & Fun“ führt, bekommt er ein spezielles Aufbauprogramm verordnet.

Zehdenicks Manager Ronny Erdmann ist über die jüngste Entwicklung im Fall Elor erfreut. Dabei hatte er ihn schon als Abgang eingeplant und immer wieder betont, für die Zentrale noch erfahrenen Ersatz verpflichten zu wollen. Nun bleibt ihm Elor erhalten. „Ich glaube, er ist noch nicht so weit, mit dem aktiven Fußball abzuschließen“, so Erdmann, der in den vergangenen Tagen guten Kontakt zu dem Spieler pflegte. „Er hat Bock, diese Mannschaft mit seinen 34 Jahren noch einmal zu führen. Und für uns ist es natürlich die ideale Besetzung auf der Sechserposition.“

Stefan Elor, der auch schon für den SV Altlüdersdorf, Häsener SV und TuS Sachsenhausen auflief, traut sich die Landesliga noch einmal zu. Ab Winter könnte er auch bei den Senioren kicken. „Aber zwei Spiele an einem Wochenende werde ich nicht machen.“ Dass er trotz der Absage beim HSV später einmal als Trainer arbeitet, sei weiterhin möglich. „Es muss sich jetzt beruflich erstmal alles einfuchsen. Aber es wäre auf jeden Fall eine Variante.“

Stefan Elor können die Zehdenicker also wieder von ihrer Liste der Abgänge streichen. Auf dieser stehen außerdem Tobias Beyer, Marcus Günther und Patrick Scholz. Das Trio wird sich der SG Mildenberg anschließen. Sebastian Milz kümmert sich künftig um seine Zwillinge. Sebastian Gerth zieht es zum Häsener SV, Felix Hoppe geht zu Forst Borgsdorf und Torwart Jacob Zurell zurück zu Victoria Templin. Erdmann: „Die Kaderplanung ist bis auf einen zweiten Torhüter weitestgehend abgeschlossen.“

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