11. Mai 2020 / 21:08 Uhr

Rolle rückwärts: Stephan Ellfeldt bleibt Trainer des SV Union Neuruppin

Rolle rückwärts: Stephan Ellfeldt bleibt Trainer des SV Union Neuruppin

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Stephan Ellfeldt bleibt nun doch Trainer beim SV Union Neuruppin.
Stephan Ellfeldt bleibt nun doch Trainer beim SV Union Neuruppin. © Benjamin Feller
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Landesklasse West: Die Mannschaft hat dafür gekämpft, dass der 42-Jährige weiter in Gildenhall bleibt.

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Rolle rückwärts in Gildenhall: Stephan Ellfeldt bleibt nun doch Trainer bei den Landesklasse-Fußballern des SV Union Neuruppin. Ellfeldt, der erst Mitte März von seinen Aufgaben bei den Gildenhallern entbunden wurde und dessen Nachfolge Ingo Nachtigall antreten sollte, wird die Neuruppiner künftig wieder betreuen. „Das stimmt, wir arbeiten auch weiterhin mit Stephan zusammen“, bestätigte Silvio Wöllmann, Vorsitzender bei den Unionern, der am Montagabend mit Vorstandskollegen und Trainer Ellfeldt tagte, um verschiedene Aufgabenbereiche und den Kader für die Saison 2020/21 zu besprechen.

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Die überraschende Entlassung stieß bei der gesamten Mannschaft, welche die drastische Maßnahme nicht nachvollziehen konnte, eine Aussprache führte und sogar einen Brief an den Vorstand formulierte, auf großen Unmut. Wöllmann gibt zu, dass es „etwas drunter und drüber“ ging und man sich danach reichlich Gedanken machte: „Das Team steht zu 100 Prozent hinter Stephan. Wir haben gemeinsam ein Konzept entwickelt und werden uns auch in der Abteilung Fußball anders aufstellen.“

Ellfeldt findet es beeindruckend, dass seine Schützlinge die Vereinsspitze zum Umdenken gebracht haben: „Ich war Außenstehender und wurde lediglich von den Jungs informiert. Wenn sie das Projekt mit mir weiterführen wollen, dann stehe ich dem nicht im Wege.“ Der 42-Jährige hatte den SV Union in der Saison 2013/14 übernommen und ihn zu einer festen Größe in der Landesklasse geformt. Aktuell befinden sich die Gildenhaller in einem Umbruch, das Team soll nach und nach verjüngt werden.

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„Mein Ziel ist es, die Truppe weiterzuentwickeln und eine konkurrenzfähige Mannschaft präsentieren zu können. Das bedeutet nicht unbedingt, dass ich Union an die Spitze führe“, stellt Ellfeldt klar, dass er nicht mit Geld, sondern lediglich aus konzeptionellen Gründen Kicker nach Gildenhall lockt: „Die Eingewöhnungszeit ist nahezu abgeschlossen, in der kommenden Spielzeit wollen wir unser wahres Leistungsvermögen abrufen, auch wenn Rückschläge nie ausgeschlossen sind.“ Dann auch wieder mit Eigengewächsen – satte 34 Namen stehen auf der Meldeliste der A-Junioren.