27. Juni 2020 / 20:13 Uhr

Roman Bürki kritisiert BVB-Mentalität nach 0:4-Desaster gegen Hoffenheim: "Keine Lust gehabt"

Roman Bürki kritisiert BVB-Mentalität nach 0:4-Desaster gegen Hoffenheim: "Keine Lust gehabt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Roman Bürki ist nach der 0:4-Pleite gegen die TSG 1899 Hoffenheim angefressen.
Roman Bürki ist nach der 0:4-Pleite gegen die TSG 1899 Hoffenheim angefressen. © dpa
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Blamage zum Saison-Abschluss: Borussia Dortmund hat am 34. Spieltag eine 0:4-Heim-Klatsche gegen die TSG 1899 Hoffenheim kassiert. BVB-Keeper Roman Bürki eröffnete nach dem Spiel die Mentalitäts-Debatte in Dortmund neu.

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Was für ein Desaster: Borussia Dortmund hat die Bundesliga-Saison mit einer 0:4-Heimniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim beendet. Sang- und klanglos ging die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen die Sinsheimer (alle vier Gegentore durch Andrej Kramaric) unter - und BVB-Torwart Roman Bürki hatte schon zur Halbzeit beim Stand von 0:2 genug, wie er bei Sky sagte: "Schon nach den ersten 45 Minuten haben wir gemerkt, dass eine Mannschaft auf dem Platz stand, die will und muss und eine Mannschaft, die keine Lust hatte", kritisierte der Schweizer, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2023 verlängert hatte - und eröffnete damit die Mentalitäts-Debatte um den BVB neu.

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Denn die Dortmunder, die schon vor der Partie als Vizemeister feststanden, ließen sich ähnlich wie bereits gut zwei Wochen zuvor im Heimspiel gegen Mainz 05 gehen - und griffen wie damals im Abstiegskampf nun im Duell um die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase ein. So überholte Hoffenheim noch den VfL Wolfsburg (0:4 gegen den FC Bayern) im Fernduell um Platz sechs. Unter dem Strich bleibt für den BVB eine deutliche Niederlage, die neue Zweifel an der Charakterstärke des Teams schüren dürfte. "Vielleicht haben wir einfach manchmal die falsche Mentalität", klagte Bürki. "Viele Dinge waren nicht in Ordnung heute. Dann kommt so ein Resultat dabei raus."

BVB-Trainer Lucien Favre: "Wir haben zu viele Geschenke verteilt"

Ein positives Fazit kam beim BVB niemandem über die Lippen. Mit einem Mal schien die Freude über den respektablen zweiten Platz und die beste Torausbeute der Vereinsgeschichte verflogen. "Es war nicht gut von uns und wir haben zu viele Geschenke verteilt. Das war zu wenig", klagte Dortmund-Trainer Lucien Favre. Bleibende Schäden befürchtet der BVB-Coach jedoch nicht: "Wir werden das ziemlich schnell vergessen. Wir haben trotzdem unser Ziel erreicht und sind am Ende die Nummer zwei. Wir haben eine gute Saison gespielt."

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Bürki legte dagegen weiter seinen Finger in die Wunde. Dem BVB, der bereits angekündigt hatte, im kommenden Jahr wieder um die Meisterschaft spielen zu wollen, fehle dem Schweizer zufolge die "Sieger-Mentatlität des FC Bayern, die den Rekordmeister in dieser Saison zum achten Mal in Folge zum Titel führte. "Es sind genau die kleinen Spiele, bei denen die Punkte fehlen, um ganz oben zu stehen. Wir müssen vielleicht noch ein bisschen strikter werden", sagte Bürki. Mittelfeld-Spieler Axel Witsel ergänzte: "So sollte diese Saison nicht enden, das waren nicht wir", so der Belgier, der auch Mentalitäts-Probleme ansprach: "Wir haben nicht gemeinsam verteidigt, und wenn manche nicht nach hinten arbeiten, wenn wir nicht als Mannschaft auftreten, wird es schwer."