26. September 2018 / 19:52 Uhr

Motorrad-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Moto2-Fahrer Romano Fenati

Motorrad-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Moto2-Fahrer Romano Fenati

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Romano Fenati galt im Motorsport als hoffnungsvolles Talent in der Moto2.
Romano Fenati galt im Motorsport als hoffnungsvolles Talent in der Moto2. © Getty/Screenshot/Montage
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Mit einer lebensgefährlichen Attacke auf seinen Konkurrenten Stefano Manzi hat Romano Fenati für einen Skandal in der Motorrad-Rennklasse Moto2 gesorgt. Nun drohen dem Italiener auch zivilrechtliche Konsequenzen.

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Wie italienische Medien berichten, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Rimini gegen Motorrad-Fahrer Romano Fenati. Der 22-Jährige hatte bei einem WM-Rennen der Moto2 seinem Konkurrenten Stefano Manzi bei hoher Geschwindigkeit in die Bremse gegriffen und so beinahe einen schweren, möglicherweise lebensgefährlichen Sturz verursacht.

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Fenati wurde für seine Aktion bereits von seinem Rennstall entlassen und hatte wenig später seinen Rücktritt vom Motorsport erklärt. Der Motorradweltverband FIM (Federation Internationale de Motocyclisme) hatte dem jungen Italiener zudem die Rennlizenz für das kommende Jahr entzogen.

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"Eine Handlung, bei der ein Gegner versucht, einen Rivalen mit über 200 km/h zu töten, indem er den Bremshebel betätigt, das ist unverzeihlich", hatte Stefano Manzi nach dem Vorfall erklärt. Obwohl der 19-Jährige keine Klage eingereicht hat, drohen Fenati nun offenbar auch zivilrechtliche Konsequenzen wegen Gewaltanwendung.

Fenati wird bedroht

Fenati, der sich einen Tag nach dem Skandal-Rennen auf seiner Homepage bei der "gesamten Sportwelt" entschuldigt hatte, versuchte seine Tat gegenüber La Repubblica zu rechtfertigen: Manzi habe ihn zuvor mehrfach angegriffen. "Wollt ihr meinen Helm und meinen Overall sehen? Da gibt es einen langen schwarzen Striemen: Der Reifen von Manzi", sagte er. Es gebe andere Piloten, die jeden Sonntag das Leben anderer gefährdeten, und er selbst sei bisher immer sauber gefahren. Wie die Zeitung berichtete, erhält Fenati seit dem Rennen massive Drohungen von Motorsportfans, Anrufe rund um die Uhr und tausende böse Mails. In Ascoli seien sogar Schmähparolen gegen seine Freundin an den Wänden aufgetaucht.