28. November 2019 / 09:55 Uhr

Bericht: Nächster Rassismus-Eklat um Romelu Lukaku - Fans von Slavia Prag beleidigen Inter-Star

Bericht: Nächster Rassismus-Eklat um Romelu Lukaku - Fans von Slavia Prag beleidigen Inter-Star

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Romelu Lukaku war gegen Slavia Prag in der Schlussphase der Matchwinner. Zuvor  wurde er offenbar von den tschechischen Fans rassistisch beleidigt.
Romelu Lukaku war gegen Slavia Prag in der Schlussphase der Matchwinner. Zuvor  wurde er offenbar von den tschechischen Fans rassistisch beleidigt. © imago images/CTK Photo
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Der belgische Stürmer Romelu Lukaku ist offenbar erneut von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden. Einem spanischen Medienbericht zufolge haben sich die Fans von Slavia Prag im Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand fremdenfeindlich geäußert.

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Die Ansage von Romelu Lukaku nach dem bislang letzten Rassismus-Vorfall um seine Person war eindeutig. "Wenn ich wieder rassistische Gesänge höre, werde ich antworten", sagte der 26 Jahre alte Stürmer von Inter Mailand jüngst. Und offenbar ist es im Champions-League-Spiel bei Slavia Prag, das der italienische Klub am Mittwoch mit 3:1 gewann, erneut zu fremdenfeindlichen Äußerungen der gegnerischen Fans gekommen. Dies berichtet die spanische Zeitung Marca.

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Nach dem vermeintlichen 2:0 durch Lukaku für Inter, das Augenblicke später wegen eines vorherigen Fouls im Mailand-Strafraum aberkannt wurde und einen Elfmeter für Prag zum 1:1 zur Folge hatte, hielt sich der Belgier provokativ die Hand ans Ohr. Die Botschaft war klar: Lasst mal hören, was ihr so von euch gebt. Laut Marca hat es zuvor laute rassistische Sprech-Chöre gegeben. Auf diese soll Lukaku direkt reagiert haben, sein Mitspieler Matías Vecino habe sogar den Schiedsrichter über die Vorfälle informiert.

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Der bullige Mailänder Angreifer schien die Anfeindungen der Slavia-Fans als Motivation verstanden zu haben. Mit seinem Treffer zum 2:1 und seiner sehenswerten Vorlage per Außenrist für seinen Sturm-Partner Lautaro Martinez zum 3:1-Endstand war der belgische Nationalspieler letztlich der entscheidende Faktor für Inter in der Schlussphase. Der Serie-A-Klub steht in der Gruppe F somit punktgleich und wegen des gewonnenen direkten Vergleichs vor Borussia Dortmund auf Platz zwei. Der BVB unterlag zeitgleich mit 1:3 beim FC Barcelona und muss im Kampf um den Achtelfinal-Einzug bei eigenem Sieg am letzten Spieltag auf einen Patzer der Italiener hoffen.

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Lukaku, der im Sommer als Rekord-Transfer für rund 65 Millionen Euro von Manchester United gekommen war, ist im Inter-Trikot nicht zum ersten Mal Opfer rassistischer Beleidigungen geworden. In der italienischen Liga traf es ihn schon mehrfach, zuletzt gegen Cagliari Calcio. Anschließend forderte Lukaku via Instagram einen härteren Kampf gegen Rassismus in Italien. Anlässlich der Vorfälle gegen Lukaku erwägt die Serie A, den Videobeweis auch zur Identifizierung von fremdenfeindlichen Äußerungen im Publikum zu verwenden.