29. Juni 2020 / 17:22 Uhr

Ronald Rauhe sprintet voran

Ronald Rauhe sprintet voran

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Ronald Rauhe gelangen in Duisburg zwei Streckensiege.
Ronald Rauhe gelangen in Duisburg zwei Streckensiege.
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Bei der ersten nationalen Leistungsüberprüfung nach der Corona-Pause zeigten die Potsdamer Kanuten in Duisburg, dass sie trotzdem gut trainiert haben. Allen voran Ronald Rauhe.

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An Ronald Rauhe ist weiterhin kein Vorbeikommen. Der mittlerweile 38 Jahre alte Olympiasieger vom KC Potsdam setzte sich am Sonntag bei der 1. Leistungsüberprüfung der nationalen Kanu-Elite in Duisburg zweimal durch. Er gewann sowohl über 200 als auch über 250 Meter. „Das hat mich selbst ein bisschen überrascht“, erklärte er am Montag im typischen Rauhe-Understatement. „Nach der Olympia-Verschiebung und den Corona-bedingten Wettkampfabsagen hatte ich das Training schon ein wenig runtergefahren. Insofern sind die Leistungen in Ordnung. Ich sehe aber auch die Defizite“, zeigte er sich selbstkritisch.

Endlich wieder ein Wettkampf

Das Wichtigste aber sei gewesen, dass es sich endlich mal wieder wie ein Wettkampf angefühlt habe, betonte Rauhe. „Aus dem Training heraus wären solche Leistungen nicht möglich gewesen. Wir sind zum Wettkampf angereist, haben uns gezielt auf die jeweiligen Rennen vorbereitet. Das war okay. Die Form ist da.“

Während Rauhe über 200 Meter – auf dieser Strecke gewann er vor vier Jahren in Rio Olympia-Bronze – vor seinen Potsdamer Vereinsgefährten Timo Haseleu und Max Lemke triumphierte, verwies er über 250 Meter Jacob Schopf auf Rang zwei. Letzterer belegte auch über 1000 Meter Rang zwei hinter dem Dresdner Tom Liebscher und bewies damit seine Vielseitigkeit. „Das ist eine meiner Stärken“, sagte der Neu-Potsdamer Schopf. „Der Wettkampf hat sich tatsächlich wieder so angefühlt und war wichtig, um mal aus dem Trainings-Trott herauszukommen. Alle haben sich mächtig ins Zeug gelegt.“

Schopf bricht das Paddel

Kurioser Beweis: Schopf brach sogar das Paddel. Beim Starttraining riss ein Blatt beim kraftvollen Zug durchs Wasser. Leider hatte er kein Ersatzpaddel dabei, sein Potsdamer Teamkollege Tamas Gecsö half dankenswerterweise aus. „Sein Ersatzpaddel hatte dieselbe Länge und Drehung. Aber das ist mir eine Lehre. Künftig werde ich immer ein Ersatzpaddel dabei haben“, meinte der gerade 21 Jahre alt gewordene Schopf. Am besten schon in zwei Wochen bei der nächsten Leistungsüberprüfung – ebenfalls in Duisburg.

Dreifach-Olympiasieger Sebastian Brendel vom KC Potsdam wurde in Duisburg zweimal Zweiter. Sowohl über 500 als auch über 1000 Meter im Einer-Canadier musste er sich dem Berliner Conrad Scheibner knapp geschlagen geben. Im C1 der Damen wurde die Potsdamerin Annika Loske über 250 und 500 Meter jeweils Zweite.

Am Mittwoch 1. Digitaler Kanalsprint

Am Mittwoch veranstaltet der KC Potsdam den 1. Digitalen Potsdamer Kanalsprint. Die Asse treten dabei auf dem Kanu-Ergometer vor der Kanu-Scheune im Luftschiffhafen gegeneinander an. Die Rennen können ab 17 Uhr im Livestream auf der Homepage des KC Potsdam verfolgt werden.