16. April 2019 / 08:07 Uhr

Ronald Reng zur Rivalität zwischen Ronaldo und Messi: Ein Gegner macht uns Menschen besser

Ronald Reng zur Rivalität zwischen Ronaldo und Messi: Ein Gegner macht uns Menschen besser

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORTBUZZER-Kolumnist Ronald Reng beschäftigt sich in seiner Kolumne mit der Rivalität zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi.
SPORTBUZZER-Kolumnist Ronald Reng beschäftigt sich in seiner Kolumne mit der Rivalität zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. © imago images/ZUMA PRESS
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Sie sind zwei der aktuell besten Fußballer der Welt - wenn nicht sogar der Geschichte: SPORTBUZZER-Kolumnist Ronald Reng blickt vor dem Champions-League-Viertelfinale, in dem Cristiano Ronaldo und Lionel Messi mit ihrem Teams um den Halbfinal-Einzug kämpfen, auf die Rivalität der beiden Superstars.

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Als Carl Benz vor fast 150 Jahren auf einer Technik-Ausstellung in Berlin Gottlieb Daimler erspähte, habe sich dieser sofort in der Menge versteckt, spottete Benz. Die Ingenieure lieferten sich ein grimmiges Wettrennen, das erste Automobil zu konstruieren.

Doch, doch, es geht in dieser Kolumne um Fußball. Denn so wie ihre Konkurrenz Benz und Daimler antrieb, so streiten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi seit zehn Jahren darum, der beste Fußballer aller Zeiten zu sein, und ich bin mir sicher: Keiner der beiden wäre so gut, wenn er nicht den anderen im Nacken hätte. Rivalität beflügelt. Benz gegen Daimler, Nadal gegen Federer im Tennis oder auch Platon gegen Antisthenes in der Philosophie im alten Athen: Erst ein richtiger Gegner macht uns Menschen besser. Da stimmt mir Ronaldo zu: „Wir müssen diese Rivalität positiv sehen. Denn sie hat etwas Gutes.“

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Champions League: Ein Endspiel Ronaldo gegen Messi ist möglich

2018 glaubten viele im Publikum, das Ende des großen Duells sei nah: Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurde weder Messi noch Ronaldo zum Weltfußballer des Jahres gewählt, sondern der Kroate Luka Modric. Messi ist 31 Jahre alt, Ronaldo gar 34. Doch hier sind wir, im Frühling 2019, und schon wieder – noch immer – jagen sich Messi und Ronaldo zu neuen Höchstleistungen. Ronaldo reißt Juventus Turin ständig eigenhändig aus der Bredouille, Messi hat in dieser Saison bereits 43 Tore für Barcelona erzielt. Am Dienstag kämpfen ihre Teams in getrennten Spielen um den Einzug ins Champions-League-Halbfinale. Ein Endspiel Barcelona gegen Juventus ist möglich, und natürlich wäre es für alle ein Finale Messi gegen Ronaldo.

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Benz und Daimler fusionierten am Ende, aber damit es so weit kam, musste Daimler sterben. Messi und Ronaldo dagegen haben gelernt, entspannt mit ihrer Konkurrenz umzugehen. Auf einer Gala stellte Ronaldo seinem Rivalen seinen Sohn vor und sagte zu Messi: „Er schaut immer Videos von dir im Internet. Du bist sein Idol.“

Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle Bestseller-Autor Ronald Reng, Kulttrainer Hans Meyer, Ex-Schiedsrichter Babak Rafati, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-„Sportstudios“, mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolum­nisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), zu dem der SPORTBUZZER angehört.

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