15. September 2020 / 11:52 Uhr

Keine Chance für Ronnenberg: Deftige 1:6-Klatsche gegen Germania Grasdorf

Keine Chance für Ronnenberg: Deftige 1:6-Klatsche gegen Germania Grasdorf

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Zweikampf um den Ball: Oliver Burmeister von Germania Grasdorf und Ronnenbergs Marcel Koppermann.
Im Zweikampf um den Ball: Oliver Burmeister von Germania Grasdorf und Ronnenbergs Marcel Koppermann.
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Auch im zweiten Spiel in der Kreisliga 4 gab es für die SG 05 Ronnenberg nichts zu holen, gegen Grasdorf gab es eine 1:6-Niederlage. "Grasdorf wurde nicht umsonst von fast allen als Favorit in dieser Liga genannt“, sagt Ronnenbergs Trainer Henning Lüders.

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Es war ein Spiel der Gegensätzlichkeiten: Germania Grasdorf steht nach dem glatten 6:1-Heimsieg gegen die SG 05 Ronnenberg mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 9:1 auf dem ersten Platz der Kreisliga 4.

Die SG 05 hat nach zwei Partien null Punkte auf der Habenseite, ein Torverhältnis von 1:9 und ist damit Letzter. „Dass es für uns schwierig wird, davon bin ich ausgegangen. Grasdorf wurde nicht umsonst von fast allen als Favorit in dieser Liga genannt“, meinte Ronnenbergs Trainer Henning Lüders nach der Auswärtspleite.

Bilder vom Spiel der Kreisliga 4 zwischen Germania Grasdorf und der SG 05 Ronnenberg.

Kampf um den Ball: Grasdorfs Jan Paffenholz im Duell gegen Fabian Ruwisch. Zur Galerie
Kampf um den Ball: Grasdorfs Jan Paffenholz im Duell gegen Fabian Ruwisch. ©

Konter nicht gut zu Ende gespielt

Zunächst hatten die Gastgeber aber ein paar Startschwierigkeiten und der Underdog konnte eine halbe Stunde lang ordentlich dagegenhalten. Dann schlugen die Grasdorfer aber gleich doppelt zu. Fabian Bartick (30. Minute) und Jan Paffenholz (31.) schossen ihre Farben mit 2:0 in Front. „Danach war schon bei einigen in den Köpfen, dass es hart wird“, vermutete Lüders.

Zwei Kontersituationen bekamen die Ronnenberger nicht zu Ende gespielt, ansonsten fehlten Torszenen nahezu vollständig. „Wir hätten auch schon früher den Deckel drauf machen können“, sagt Germania-Coach Jan Hentze.

Pygott wehrt zwei Elfmeter ab

Im zweiten Durchgang war seine Mannschaft dann wieder in Torlaune. Andreas Kallinich, der nach einem Jahr in Arnum nach Grasdorf zurückgekehrt ist, traf zum ersten Mal nach 497 Tagen wieder im heimischen Helmut-Simnack-Stadion und beendete damit seine „Torflaute“ (65.). Eric Lohr erhöhte per Nachschuss auf 4:0, nachdem er vom Elfmeterpunkt zunächst an SG-Schlussmann Felix Pygott gescheitert war (74.). „Das war der zweite Elfer im zweiten Spiel, den Felix gehalten hat. Schade, dass er beim Nachschuss machtlos war“, sagte Lüders. Erneut Kallinich besorgte das 5:0 (83.), ehe Ronnenberg immerhin das erste Saisontor gelang. Florian Peter traf vom Punkt (85.).

„Da wurden auch schon Rufe nach einer Kiste laut“, meinte Lüders lachend, der trotz der Pleiten zum Start gegen Weetzen und Grasdorf weiterhin gute Stimmung im Team ausmacht: „Das waren jetzt wahrscheinlich die zwei stärksten Mannschaften der Liga. Da sind wir realistisch. Auch nach dem 6:1 saßen wir noch bei einem Kaltgetränk zusammen.“

"Jetzt kommen andere Spiele"

Die Hoffnung, dass der gefühlte Aufsteiger in den kommenden Wochen auf mehr Gegner auf Augenhöhe trifft, ist groß. „Uns allen ist bewusst, dass das eine harte Saison wird. Wir haben die 1. Kreisklasse in den letzten Jahren ja auch nicht dominiert“, sagte Lüders. „Aber wir sind überzeugt, dass jetzt andere Spiele kommen.“ Die Grasdorfer wurden ihrer Favoritenrolle in den ersten beiden Partien gegen den FC Eldagsen II und jetzt Ronnenberg derweil gerecht.

„Die Jungs sind mittlerweile so gefestigt, dass sie diese Rolle annehmen, das ist mir wichtig. Was andere sagen, ist mir egal“, sagte Hentze. Dass schon am kommenden Sonntag mit dem TSV Pattensen II ein anderes Kaliber wartet, ist ihm bewusst, „Da gilt es, unsere Ansprüche zu bestätigen. Das wird ein emotionales, kampfbetontes Spiel.“