21. Mai 2019 / 15:59 Uhr

Rosa, Rech, Fauser: Eishockey-WM-Sensationen mit drei (Ex)-Grizzlys

Rosa, Rech, Fauser: Eishockey-WM-Sensationen mit drei (Ex)-Grizzlys

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
15.05.2019, Slowakei, Kosice: Eishockey: WM, Deutschland - Slowakei, Vorrunde, Gruppe A, 4. Spieltag in der Steel Arena. Deutschlands Gerrit Fauser (l) und Slowakeis Mario Lunter kämpfen um den Puck. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Noch eine Top-Leistung: Gerrit Fauser und das DEB-Team schlugen bei der WM im letzten Vorrundenspiel die favorisierten Finnen mit 4:2. © dpa
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Mittlere bis riesige Sensationen bei der Eishockey-WM in der Slowakei - und dreimal waren (Ex-)Spieler der Grizzlys Wolfsburg mittendrin. Nebenbei hat noch Alexander Karachun einen neuen, alten Verein gefunden.

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Marco Rosa lässt Italiens Träume reifen

Das hätte sich Marco Rosa vor einigen Jahren nicht träumen lassen. Von 2013 bis 2015 war er für die Grizzlys Wolfsburg ein guter Mittelstürmer gewesen, nach einem weiteren, schwächeren Jahr ging es nach Krefeld. Inzwischen ist er 37, spielt seit einigen Jahren in Italien in der zweitklassigen Alpenliga und bestritt nun seine erste WM. Der Kanadier hat auch einen italienischen Pass und spätestens seit Montagabend kennt ihn jeder Eishockey-Fan in Italien. Denn Rosa schoss erst das 3:2 im Abstiegsknaller gegen Österreich. Es reichte nicht. Mit 3:3 ging es ins Penaltyschießen, auch da traf Rosa. Und kurz danach besiegelte sein Teamkamerad Sean McMonagle die Sensation. Nach Penaltys gewann der Aufsteiger und krasse Außenseiter gegen Österreich. Und hielt die Klasse. Nachdem das Team mit 0:38 Toren aus fünf Partien ins Turnier gestartet war, nach sechs Begegnungen 1:45 Treffer und natürlich null Punkte auf dem Konto hatte.

Foto: Roland Hermstein; EHC Wolfsburg; Geheimnisse; Eishockey, Marco Rosa, Kelle biegen, Fön, Heißluftpistole
Das Material muss stimmen: Marco Rosa (hier in seiner Wolfsburger Zeit) war maßgeblich an Italiens WM-Sensation beteiligt. © Roland Hermstein
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Briten hauen Rech und Frankreich weg

Eine ähnliche Sensation hatte es schon ein paar Stunden zuvor gegeben. Erstmals seit die WM im Format mit zwei Achtergruppen gespielt wird, blieben beide Aufsteiger drin. Denn auch Großbritannien schaffte den Klassenerhalt. Leidtragender war mit Anthony Rech der Grizzlys-Zugang aus Schwenningen, der für Frankreich stürmt.

20.05.2019, Slowakei, Kosice: Eishockey: WM, Frankreich - Großbritannien, Vorrunde, Gruppe A, 7. Spieltag in der Steel Arena. Frankreichs Anthony Rech (r) und Großbritanniens Stephen Lee beim Zusammenstoß in der Luft. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Seine Tore reichten nicht: Wolfsburgs Zugang Anthony Rech (r.) schraubte gegen Großbritannien sein Torkonto mit zwei weiteren Treffern auf fünf, doch nach der 3:4-Niederlage gegen den Aufsteiger steigt Frankreich ab. © dpa

Mit seinen Turniertoren vier und fünf hatte er für Frankreich auf 1:0 und 3:0 gestellt, doch dann gewannen die Briten mit 4:3, hielten dadurch die Klasse, feierten und sangen mit dem typisch britischen Humor: "We are shit and we know we are." Aus Wolfsburger Sicht aber positiv: Rech unterstrich seine Torjägerqualität.

Die singen, die Briten!

Fauser und Co. überraschen gegen Finnland

Am Dienstagmittag dann bot Deutschland eine Leistung wie aus einem Guss, bezwang Finnland mit 4:2. NHL-Star Leon Draisaitl traf dabei zum 3:2 und 4:2 (ins leere Tor).

Draisaitl macht's

Und anders als beim 1:3 gegen die USA am Sonntag hatte nun auch Wolfsburgs Gerrit Fauser wieder Eiszeit. In seiner Rolle. Im Unterzahlspiel. Und da stand das DEB-Team insgesamt so solide wie im gesamten Spiel. Ein Tor schossen die Finnen zwar in Überzahl, allerdings war Fauser da nicht mehr auf dem Eis.

Grizzlys Allstars

Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. Zur Galerie
Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. ©

Karachun wechselt nach Kassel

Abseits der WM gab es eine Nachricht von Wolfsburgs Zweitliga-Kooperationspartner Kassel. Die Huskies haben Alexander Karachun verpflichtet, der zuletzt drei Jahre bei den Grizzlys unter Vertrag gestanden hatte. Bis dahin war der Außenstürmer ins Kontingent der U23-Spieler gefallen, dazu zählt er jetzt nicht mehr. Er hatte schon vergangene Saison per Förderlizenz einige Partien für die Huskies bestritten.

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