29. April 2022 / 17:49 Uhr

Rosdorf spielt schlecht, Jahn spielt noch schlechter

Rosdorf spielt schlecht, Jahn spielt noch schlechter

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Jahns Nele Kruck (links) kommt im Kampf um den Ball zu Fall.
Jahns Nele Kruck (links) kommt im Kampf um den Ball zu Fall. © Isabell Massel
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Wer im Handball in 24 Minuten nur zwei Tore wirft, verliert in aller Regel die Partie. Das passierte den Oberliga-Frauen des MTV Peine. Im Heimspiel gegen Rosdorf waren sie völlig von der Rolle.

Die Serie ist gerissen. Nach vier Siegen in Folge verloren Vater Jahns Oberliga-Handballerinnen die Nachholpartie gegen Rosdorf und versagten dabei auf ganzer Linie. Bereits an diesem Samstagabend besteht für Peines Mannschaft beim Auswärtsspiel in Altencelle die Chance auf Wiedergutmachung.

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MTV Vater Jahn Peine – MTV Rosdorf 18:20 (6:7). Tief enttäuscht zeigte sich Peines Trainer Marco Wittneben. „Das war ein kollektives Versagen, das ich in dieser Form noch nie erlebt habe, seit ich Trainer bei Vater Jahn bin. Rosdorf war schon schlecht, aber wir waren noch schlechter.“

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In den Anfangsminuten war vom kommenden Debakel nichts zu spüren (4:0, 6.). „Doch kurz danach passierte etwas, was ich mir nicht erklären kann“, verwies Wittneben darauf, dass die Spannung bei seinen Spielerinnen völlig verloren ging und im Angriff Torchancen zuhauf vergeben wurden. Infolge dessen glichen die Gäste aus (5:5, 21.) und gingen bald darauf in Führung (7:6, 26.). Bemerkenswert aus Peiner Sicht: Im Zeitraum von der 6. Minute bis zum Wechsel erzielten die Jahnerinnen ganze zwei Treffer.

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In der Halbzeitpause versuchte Wittneben, seine Mannschaft bei der Ehre zu packen. Vergeblich. Zwar blieb es im zweiten Abschnitt bis zum Abpfiff knapp, doch zumeist lagen die Gäste vorn. Und das, obwohl ihr Aufgebot gerade einmal neun Köpfe zählte.

„Einen so dünn besetzten Gegner hätte man auseinanderschießen müssen“, ärgerte sich Peines Trainer, der angesichts der schwachen Wurfleistungen auf beiden Seiten von einem „dankbaren Tag für die Torleute“ sprach.

MTV Vater Jahn Peine: Kilsbach (Tor) – Kruck (6/1), Henrike Bergmann (1), Lächelt, Rühling (2), Bleyer (3), Annika Bergmann, Bartels (1), Hüsing, Müller (3), Bührig (2).

SV Altencelle – MTV Vater Jahn Peine (Samstag, 17 Uhr). Altencelle rangiert mit den wenigsten Minuspunkten aller Spitzenteams auf Tabellenplatz zwei. Wittneben bezeichnet das Team, das kürzlich Konkurrent Hildesheim mit 28:19 bezwang, als den neuen Meisterschafts-Topfavoriten. „Das ist die momentan kompletteste Mannschaft der Liga.“ Seine Spielerinnen müssten eine 180-Grad-Kehrtwende zur Pleite gegen Rosdorf hinlegen, um zu bestehen. „Und selbst dann wird es schwer. Normalform reicht nicht, um Zählbares mitzunehmen. Wir müssten einen Sahnetag erwischen.“

Wittneben hofft, dass sich seine Mannschaft nach ihrer jüngsten desolaten Leistung am Riemen reißt. Fest steht aber: Er persönlich ist in Altencelle und für den Rest der Saison hochmotiviert. „So will ich mich als Trainer aus Peine nicht verabschieden.“

Von Jürgen Hansen