15. April 2019 / 06:00 Uhr

Zweikampf der Woche: Begeht Gladbach mit dem Trainerwechsel einen Fehler?

Zweikampf der Woche: Begeht Gladbach mit dem Trainerwechsel einen Fehler?

Florian Wichert und Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Eberl entschied sich für Marco Rose als neuem Trainer von Borussia Mönchengladbach - und gegen Dieter Hecking, der seinen Posten räumen muss. Die richtige Entscheidung?
Max Eberl entschied sich für Marco Rose als neuem Trainer von Borussia Mönchengladbach - und gegen Dieter Hecking, der seinen Posten räumen muss. Die richtige Entscheidung? © imago/Montage
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Marco Rose ersetzt Dieter Hecking als Trainer von Borussia Mönchengladbach. Mit dem spektakulären Tausch geht Sportdirektor Max Eberl ins Risiko. Zu Recht? Darüber diskutieren SPORTBUZZER-Redakteur Sebastian Harfst und Florian Wichert von t-online.de.

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PRO: Ja, diese Wette ist unsicher

von Sebastian Harfst, SPORTBUZZER-Redakteur

Die großen Ziele Max Eberls sind legitim. Im Tagesgeschäft Bundesliga leben die Klubs auch von Wetten auf die Zukunft, solange diese nur für Aufbruchsstimmung sorgen. Dass Eberl in seiner Wette aber einen der profiliertesten und routiniertesten Trainer opfert, kann zum Eigentor für Borussia Mönchengladbach werden.

Dieter Hecking hat die „Fohlen“ im Dezember 2016 im Abstiegskampf übernommen, gerettet und stabilisiert. In dieser Spielzeit spielt Gladbach trotz eines Einbruchs seit der Winterpause um den Einzug in die Champions League. Was bitte kann Eberl angesichts der nationalen Konkurrenz mehr wollen?

Vielleicht fehlt ihm bei Hecking der große Glanz. Dabei hat der in seiner Trainerkarriere beständig abgeliefert, führt die aktuellen Coaches nach Einsätzen an der Seitenlinie an. Hecking steht für etwas, nach dem viele Bundesligisten gieren: Kontinuität. Sein Nachfolger Marco Rose ist in dieser Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt und ein kaum zu kalkulierendes Wagnis für Eberl. Deswegen: ein Wechsel ohne Not.

50 ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach – wo sind sie gelandet?

Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur Fohlen-Fans ein Begriff sind. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©
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CONTRA: Nein, Eberl macht alles richtig

von Florian Wichert, stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de

Dieter Hecking hat in drei Jahren in Mönchengladbach einen ordentlichen Job gemacht. Nicht weniger – aber auch nicht mehr. Er hat zweimal Platz neun erreicht und schafft in dieser Saison womöglich die Quali für den Europacup.

Mehr zum Trainerwechsel in Gladbach

Aber: Im zweiten Jahr in Folge ist die Borussia im Vergleich zur Hinserie abgestürzt. Manager Max Eberl hat nicht nur diesen Trend bemerkt – er kennt auch die Halbwertszeit von Trainern im Profifußball. Er weiß: Besser wird es nicht. Dementsprechend hat er zu Recht die Chance ergriffen, einen neuen Trainer zu verpflichten. Und zwar einen, den die halbe Bundesliga gern gehabt hätte.

Marco Rose hat Salzburg in den vergangenen beiden Jahren nicht nur tollen Fußball spielen lassen, er hat den Klub in der letzten Saison auch überlegen zur Meisterschaft in Österreich sowie ins Euro-League-Halbfinale geführt. Auch in dieser Saison wird er mit riesigem Vorsprung Meister werden. Anschließend wird Rose Gladbach wieder in die Champions League führen. Eberl weiß, was er tut.

Hier abstimmen: Trainertausch in Gladbach - ein Fehler?

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