24. November 2019 / 20:55 Uhr

Rostock Dolphins verlieren Topspiel

Rostock Dolphins verlieren Topspiel

Tommy Bastian
Ostsee-Zeitung
Liza Johannisson (in einer früheren Partie am Ball) brachte die Dolphins letztmals in Führung und musste wenig später verletzt raus.
Liza Johannisson (in einer früheren Partie am Ball) brachte die Dolphins letztmals in Führung und musste wenig später verletzt raus. © Marten Vorwerk
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Bei Spitzenreiter Pfeffersport Berlin unterliegen die Ostseestädterinnen mit 19:22 und müssen in der Tabelle abreißen lassen. Die schlechte Chancenverwertung war das größte Problem.

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Die Rostock Dolphins haben im Kampf um die Tabellenführung in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree einen Rückschlag erlitten. Sie unterlagen am Sonnabend bei Spitzenreiter Pfeffersport Berlin mit 19:22 (9:11). „Bei allen Widrigkeiten haben wir das Spiel selbst verloren. Insbesondere unsere Chancenverwertung war nicht gut“, haderte RHC-Co-Trainer Torsten Deil. Er vertrat diesmal Ute Lemmel, die zum Trainerlehrgang weilte, als Chefcoach an der Seitenlinie. Insgesamt 24 Fehlwürfe der Rostockerinnen waren zu viel, die 19 erzielten Treffer reichten trotz einer guten Defensivleistung nicht, um Zählbares mit nach Rostock zu bringen.

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Der Rostocker Übungsleiter ließ auch nicht als Ausrede gelten, dass sein Team in der Hauptstadt auf die gewohnte Backe verzichten musste. „Wir wissen, dass in Berlin ohne Klister gespielt wird, trainieren das grundsätzlich in der Woche davor. Es ist schade, dass die Spielfläche eher an eine Eishalle erinnerte, aber damit musste Pfeffesport auch klarkommen“, sagte Torsten Deil

Die Dolphins begannen gut, legten durch zwei Treffer von Victoria Schlegel auf 2:0 (5.) vor. Der Tabellenführer antwortete allerdings prompt, drehte das Spiel und ging selbst mit 4:3 selbst in Führung (8.). In der Folge blieb es ein ausgeglichenes Spiel. Liza Johannisson brachten die Gäste wieder in Führung, traf zum 8:7 (21.). Kurz darauf wurde die agile Spielerin bei einem Wurf derart unsanft von den Beinen geholt, dass sie nicht mehr eingesetzt werden konnte. In der Folge zogen die Gastgeberinnen bis zur Pause auf 11:9 davon und bauten den Vorsprung zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar auf vier Tore aus (13:9, 33.).



RHC-Vereinschef Olaf Meyer meinte: „Unsere Mannschaft ließen in der Phase die Konzentration vermissen. In der Deckung fehlte der nötige Zugriff, nach vorn wurden zu viele Fehler gemacht.“ Pfeffersport zog bis zur 40. Spielminute scheinbar vorentscheidend auf 16:10 davon.

Zwischenzeitliche Aufholjagd bleibt unbelohnt

Torsten Deil reagierte. Der Interimscheftrainer der Ostseestäderinnen stellte die Abwehr vom sogenannte 6:0 auf die offensivere 5:1-Variante um – mit fünf Spielerinnen rund um den eigenen Torraum und einer, die etwas weiter vorgezogen agierte. Die Dolphins kamen danach wieder zurück ins Spiel, stemmten sich gegen die drohende Niederlage, kämpften und verkürzten auf 18:19 (53.). Unmittelbar danach hielt Torhüterin Sara Peters einen Strafwurf der Berlinerinnen. Aber der Rostocker HC nutzte die Chance nicht, auf der Gegenseite zum Ausgleich zu kommen. Stattdessen traf nach dem 19:20 durch Frances Krüger (56.) nur noch der Tabellenführer und gewann mit 22:19.

„Kämpferisch mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Wir haben bis zum Schluss alles versucht. Aber am Ende war Pfeffersport einfach einen Tick besser in der Chancenverwertung“, konstatierte Torsten Deil. Der Rostocker HC bleibt mit nun 14:4 Punkten Tabellendritter. Der Rückstand auf Pfeffersport (19:1) beträgt jetzt fünf Zähler. Am kommenden Sonnabend (17 Uhr, Fiete-Reder-Halle) im Landesderby gegen Drittliga-Absteiger SV Grün-Weiß Schwerin wollen die Dolphins zurück in die Erfolgsspur finden.

Rostocker HC: Peters, Clasen – Dalinger, Johannisson 1, Rohde 2, Krüger 3, Kellert 2, Bunke, Böhme, Strack, Fränk, Rotfuß 4, Schlegel 6/4, Powierski 1.
Siebenmeter: Pfeffersport 5/4, Rostocker HC 5/4.
Strafminuten: Pfeffersport 6, Rostocker HC 10.