23. Oktober 2020 / 09:59 Uhr

Seawolves-Coach Bauermann bleibt vor Heimauftakt keine Zeit für Erinnerungen

Seawolves-Coach Bauermann bleibt vor Heimauftakt keine Zeit für Erinnerungen

Marten Vorwerk
Ostsee-Zeitung
Der Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann bleibt Trainer der Seawolves Rostock. Er verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr.
Dirk Bauermann feierte mit Seawolves-Gegner Leverkusen sieben Meisterschaften © Foto: Frank Söllner
Anzeige

Die Rostock Seawolves empfangen am Sonntag um 16 Uhr die Bayer Giants Leverkusen in der Stadthalle zum ersten Heimspiel der Zweitligasaison. 1300 Tickets sind schon verkauft.  

Anzeige

Das Warten hat ein Ende. 238 Tage ist her, dass die Rostock Seawolves ein Pflichtspiel in der heimische Stadthallen bestritten haben. Am Sonntag, 16 Uhr, dürfen sich die Zuschauer endlich wieder auf Zweitliga-Basketball in der Wolfshöhle freuen. Die Hansestädter empfangen die Bayer Giants Leverkusen. Nach der 69:78-Auftaktniederlage der Seawolves bei den Eisbären Bremerhaven vor Wochenfrist sind die Wölfe auf Wiedergutmachung aus.

Anzeige

Cheftrainer Dirk Bauermann gibt die Marschroute vor: „Ich bin überzeugt davon, dass wir zu Hause gegen Leverkusen stabiler und aggressiver auftreten werden als in Bremerhaven, und die Punkte in Rostock behalten.“

Mehr Sportmix aus MV

Für den Coach der Seawolves steht ein besonderes Spiel an. Er feierte mit Leverkusen in den 1990er-Jahren sieben Deutsche Meisterschaften in der Bundesliga und zudem noch vier Pokalsiege. Doch für lange Rückblicke und Erinnerungen bleibt keine Zeit. Bauermann sieht sein Team gut vorbereitet auf das Duell gegen seinen Ex-Klub und sagt: „In den vergangenen drei Tagen haben wir hart und mit viel Qualität gearbeitet. Schwerpunkt war die Aggressivität in der Verteidigung und besseres Verhalten im Eins-gegen-Eins und im Block. Offensiv ging es darum, die Automatismen weiter zu verinnerlichen, damit wir sie auch in Wettkampfsituationen stabil abrufen können.“

Dem Coach habe in Bremerhaven vor allem die Wurfstatistik nicht gefallen. „Das zeigt, dass wir weit hinter unseren Möglichkeiten geblieben sind“, beurteilt Bauermann. Er weist aber auch darauf hin, dass die Entwicklung der Mannschaft noch nicht abgeschlossen ist. „Es braucht Zeit, bist sich eine Truppe aus hoch veranlagten Individualisten zu einer Mannschaft entwickelt, die konstant ihre Leistung abrufen kann.“

Genau wie die Rostock Seawolves will auch Leverkusen in dieser Saison die Playoffs erreichen. Einen guten Start hatten die Bayer Giants mit ihrem 80:76-Erfolg gegen Phoenix Hagen. Ein starkes Spiel mit 16 Punkten machte dabei der Ex-Rostocker Haris Hujic, der in den vergangenen Saison noch das Trikot der Seawolves trug. Er freut sich auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Die Fans und die Leute rund ums Team wiederzusehen, ist sehr besonders für mich. Auf der anderen Seite des Feldes zu stehen, wird sicher seltsam sein“, meint der 23-Jährige.

Für das Duell zwischen den Seawolves und den Bayer Giants Leverkusen sind bereits 1300 Tickets verkauft. 1500 Zuschauer dürfen in der Rostocker Stadthalle unter den bekannten Hygienemaßnahmen (Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb des Sitzplatzes, Abstand halten) dabei sein. Auf der Vereinshomepage und im Seawolves-Fanshop sind noch Restkarten erhältlich. Die Stadthalle öffnet am Sonntag um 14.30 Uhr ihre Tore.

Dann werden die Wölfe alles geben, um den ersten Sieg der noch jungen Saison in der 2. Basketball-Bundesliga einzufahren.