31. August 2021 / 17:33 Uhr

Rostock Seawolves steuern auf Wachstumskurs

Rostock Seawolves steuern auf Wachstumskurs

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Seawolves-Teammanager Jens Hakanowitz, Ospa-Vorstand Karsten Pannwitt und Seawolves-Chef André Jürgens (v.l.) bei der Präsentation des Trikots für die Saison 2021/22
Seawolves-Teammanager Jens Hakanowitz, Ospa-Vorstand Karsten Pannwitt und Seawolves-Chef André Jürgens (v.l.) bei der Präsentation des Trikots für die Saison 2021/22 © Gunnar Rosenow
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Sportlich und in Bezug auf die Mitgliederzahl will sich der Basketball-Zweitligist positiv weiterentwickeln. Der Aufstieg ist nach den Worten von Teammanager Hakanowitz ein Kann, kein Muss. Der Klub peilt bis Ende 2022 die Marke von 3000 Mitgliedern an. Die Ospa bleibt bis 2023 Hauptsponsor.

Die Rostock Seawolves wollen in den kommenden Monaten nicht nur sportlich für Furore sorgen. „Wir sind der größte Basketball-Verein im Land, und wir möchten gern weiter wachsen“, kündigte Klubchef André Jürgens an. Der 44-Jährige und seine Mitstreiter im Verein möchten die Zahl der Mitglieder gern in absehbarer Zeit auf 3000 steigern. „Das ist ein realistisches Ziel, das wir bis Ende kommenden Jahres erreichen wollen“, legt sich Jürgens fest.

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Vor allem Fans und Förderer sollen als neue Mitglieder gewonnen werden. „Die Seawolves stehen für Werte. Und wir glauben, dass sich unsere Fans mit diesen Werten identifizieren können.“ In den vergangenen Jahren hat der Verein vor allem mit Projekten an Schulen und Kitas erfolgreiche Nachwuchsarbeit geleistet – zum Beispiel mit den Projekten „Basketball macht Schule“ und „Wolfis Ballschule“ wurden tausende Kinder und Jugendliche erreicht und hunderte Aktive für den Sport gewonnen.

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Aktuell zählen die Seawolves 1728 Mitglieder, darunter deutlich mehr als 1400 Mädchen und Jungen im Alter unter 18 Jahren. Nachdem im Juni auf der Mitgliederversammlung beschlossen wurde, dass der 1. Basketball-Club Rostock (EBC) umbenannt wird und unter der Dachmarke aufgeht, sind nun alle Mitglieder Rostock Seawolves.

Nach dem sportlich erfolgreichsten Jahr in der 27-jährigen Vereinsgeschichte soll die positive Entwicklung unter dem neuen Coach Christian Held fortgesetzt werden. Nachdem die Mannschaft als Meister der Hauptrunde in der 2. Bundesliga ProA in den Aufstiegsspielen den nächsten Schritt knapp verpasst hat, wäre der Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga für die kommende Spielzeit eigentlich das logische Ziel. Doch Sportvorstand Jens Hakanowitz vermeidet es, in der Öffentlichkeit konkrete Vorgaben zu verkünden. Die Konkurrenz in der Liga sei stark, begründet er seine Zurückhaltung. Mit Vechta kommt ein Team aus der 1. Liga, das gut eingekauft habe, verdeutlicht er. Auch den Mannschaften aus Leverkusen und Jena, die in der vergangenen Saison den Aufstieg ebenfalls verpassten, traut Hakanowitz einiges zu.

Der ambitionierte Zweitligist aus Rostock hat seinen Kader der vergangenen Saison, mit dem er den Aufstieg knapp verpasste, weitgehend behalten und versucht, sich punktuell zu verstärken. Mit Gabriel de Oliveira haben die Seawolves einen Mann aus der BBL dazu geholt. Mit dem Amerikaner Jordan Roland wechselte ein Profi von Island an die Ostsee.

Christian Held, der in der vergangenen Saison Assistenztrainer von Dirk Bauermann war, übernimmt den Cheftrainer-Posten. Als seinen Assistenten verpflichteten die Rostocker Ralph Held. Zur Galerie
Christian Held, der in der vergangenen Saison Assistenztrainer von Dirk Bauermann war, übernimmt den Cheftrainer-Posten. Als seinen Assistenten verpflichteten die Rostocker Ralph Held. ©

Zu den eigenen Ambitionen sagt der 41-Jährige; „Wir wollen erfolgreich sein. Aber nicht um jeden Preis. Wenn es dazu kommt, dass wir uns die Kirsche von der Torte nehmen können, dann werden wir es tun. Der Aufstieg ist für uns aber kein K.o.-Kriterium.“

Mit der Ostseesparkasse Rostock, die den Basketball-Klub seit mehr als zwölf Jahren unterstützt, haben sich die Seawolves auf eine langfristige Kooperation einigen können. Bis 2023 bleibt das Kreditinstitut Hauptsponsor der Profi-Mannschaft – für eine jährliche Summe, die im unteren sechsstelligen Bereich liegt. Der Ospa sei nicht nur der Erfolg der Zweitliga-Mannschaft wichtig, sondern vor allem deren Vorbildwirkung auf den Basketball-Nachwuchs, hatte Vorstand Karsten Pannwitt in der vergangenen Woche bei der Bekanntgabe der Verlängerung des Sponsorings erklärt.