12. April 2022 / 09:00 Uhr

Rostocker FC geht ohne Quartett in die Restsaison

Rostocker FC geht ohne Quartett in die Restsaison

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Florian Esdorf vor einer Ecke.
Florian Esdorf. © Johannes Weber
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Die Verträge der vier Defensivspieler Florian Esdorf, Niklas Tille, Eric Birkholz und Lucas Steen wurden vorzeitig aufgelöst. Am Mittwoch geht’s gegen den FC Mecklenburg Schwerin.

Rostock. Mit vier Spielern weniger als bisher gehen die Fußballer des Rostocker FC in die restlichen 15 Spiele der aktuellen Saison in der NOFV-Oberliga Nord. Die Defensivspieler Florian Esdorf, Ni­klas Tille, Eric Birkholz und Lucas Steen stehen dem Fünftligisten aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Ihre Verträge wurden vorzeitig aufgelöst. Das bestätigte Rostocks Sportlicher Leiter Christopher Stoll auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Er ist trotz der Abgänge davon überzeugt, dass der von 26 auf 22 Spieler geschrumpfte Kader personell ausreichend aufgestellt ist.

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In der vergangenen Woche seien laut Stoll die Spieler Esdorf, Tille und Birkholz auf ihn zugekommen und hätten das Gespräch gesucht. „Wir haben das alles vernünftig, offen und ehrlich besprochen. Die Vertragsauflösungen erfolgten im gegenseitigen Einvernehmen“, kommentiert der 40-Jährige. Bei allen drei Fußballern sei die berufliche Situation für die Trennung ausschlaggebend gewesen.

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Esdorf und Tille, die vor dieser Saison von Ligakonkurrent FC Hansa Rostock II gekommen waren, sind Angehörige der Bundeswehr. Ex-Profi Esdorf beginnt ab Ende April eine Offiziersausbildung und kann dadurch nicht mehr beim Training sein.

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Abwehrkollege Tille konnte zudem seit mehreren Wochen nicht mehr spielen. Bei der 0:3-Heimniederlage am 19. März gegen den Greifswalder FC hat sich der 27-Jährige eine schwere Schulterverletzung zugezogen und fällt damit mehrere Monate aus. Und nun wurde Tille zu einem Auslandseinsatz beordert. „Er muss vorher für vier bis sechs Wochen zu einem Vorbereitungskurs. Das stand schon etwas länger im Raum“, berichtet Stoll.

Ernst wird es in Kürze auch für Birkholz. Bei dem Lehramtsstudenten für die Fächer Sport und Geschichte steht die Prüfungsphase an. Danach folgt das Referendariat. Birkholz spielt seit Sommer 2020 für den RFC, zog sich aber kurz nach seinem Transfer einen Kreuzbandriss zu. Ein Jahr später stieg er wieder ins Training ein und kam seitdem auf sechs Pflichtspiel-Einsätze, davon drei von Beginn an.

Bei Steen erfolgte die Trennung bereits wenige Tage nach der 0:3-Niederlage am 19. März gegen den Greifswalder FC. Der dänische Außenverteidiger war erst im Januar vom Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck gekommen und bestritt seitdem fünf Kurzeinsätze im RFC-Dress. „Er wollte gern mit seiner Freundin in seine Heimat zurückkehren“, informiert Stoll.

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Das waren die Trainer des Rostocker FC der letzten Jahre Zur Galerie
Das waren die Trainer des Rostocker FC der letzten Jahre ©

Sportlich lief es zuletzt nicht rund beim RFC. Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele verloren die Rostocker, darunter das Viertelfinale im Landespokal gegen Verbandsligist SV Pastow (0:2). In der Oberliga rutschten sie auf den siebten Platz ab. Stoll betont, dass vor allem die vielen Corona-Fälle Ende Februar und Anfang März das Team völlig aus dem Rhythmus gebracht hätten. „Selbst als die Spieler aus ihrer Quarantäne zurückgekehrt sind, waren sie nicht gleich belastbar“, berichtet der Sportchef der RFC-Oberligamannschaft.

Nach einem spielfreien Wochenende wartet auf seinen Verein ein hartes Programm. Innerhalb von 17 Tagen muss der RFC sechs Spiele bestreiten. Los geht es mit der Nachholpartie morgen (18 Uhr) daheim gegen den FC Mecklenburg Schwerin. Nach langer Zeit können die Hausherren wieder auf Natur- statt Kunstrasen spielen. „Das wird eine interessante Phase, da wir viele Heimspiele in den nächsten Wochen haben“, so Stoll.

Ob für sein Team noch etwas in Richtung Platz eins geht, werden die kommenden Partien zeigen. Aktuell beträgt der Rückstand zu Tabellenführer Blau-Weiß Berlin (46 Punkte) zehn Zähler. Der Spitzenreiter hat allerdings vier Partien mehr absolviert als der RFC.