25. Februar 2021 / 18:26 Uhr

Rostocker Kampfrichterin Susann Köpke punktet in Argentinien

Rostocker Kampfrichterin Susann Köpke punktet in Argentinien

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Sie darf sich Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme machen: Susann Köpke (38) aus Rostock.
Sie darf sich Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme machen: Susann Köpke (38) aus Rostock. © Christian Rödel
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Von Rostock über Buenos Aires nach Tokio? Kampfrichterin Susann Köpke wurde für das olympische Qualifikationsturnier der Amateurboxer in Buenos Aires (10.-16. Mai) nominiert. Die 38 Jahre alte Rostockerin darf sich Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme machen.

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Aller guten Dinge sind drei. Die Rostockerin Susann Köpke wurde von der Boxing Task Force des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Kampfrichterin für das olympische Qualifikationsturnier in Buenos Aires (10.-16. Mai) nominiert. „Ich war überrascht, als ich die E-Mail bekommen habe“, erklärte die 38-Jährige, die zusammen mit ihrem Kollegen Holger Kußmaul (Baden-Württemberg) in die argentinische Hauptstadt fliegt.

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Die mit drei Sternen des Weltverbandes Aiba höchstdotierte deutsche Kampfrichterin im Amateurboxen war bereits bei den Quali-Turnieren in Amman (Jordanien) und in Dakar (Senegal) im Einsatz, die im vergangenen Jahr noch vollständig durchgeführt werden konnten, bevor die Pandemie den Sportbetrieb weitgehend zum Erliegen brachte.

Susann Köpke, die 2019 bei der WM in Russland gepunktet hat, darf sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli-8. August) machen. Die Top 50 der IOC-Kampfrichter-Gilde sind in Japan dabei. Doch von Euphorie keine Spur. Die gelernte Groß- und Außenhandels-Kauffrau, die bei einer Rostocker Firma im IT-Außendienst tätig ist, übt Zurückhaltung: „Es könnte vielleicht in die richtige Richtung gehen.“

In diesem Jahr war die frühere Landesmeisterin erst einmal als Kampfrichterin im Einsatz – Mitte Februar beim Round-Robin-Turnier in Köln. Sie sei aufgeregt gewesen, als sie in den Ring kletterte, berichtete Susann Köpke. Für die Rostockerin, die sich seit 2010 als Kampfrichterin engagiert, ist es das klare Zeichen, „dass es immer noch das Richtige ist“.