29. Oktober 2020 / 23:33 Uhr

Bayer-Trainer Peter Bosz nach Bellarabi-Rot und Prag-Pleite bedient: "Hat jetzt keinen Sinn mehr"

Bayer-Trainer Peter Bosz nach Bellarabi-Rot und Prag-Pleite bedient: "Hat jetzt keinen Sinn mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer-Trainer Peter Bosz war nach der Niederlage in Prag bedient.
Bayer-Trainer Peter Bosz war nach der Niederlage in Prag bedient. © 2020 Getty Images
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Aus Trainer Peter Bosz sprach nach der Niederlage von Bayer Leverkusen bei Slavia Prag der pure Frust. Was den Niederländer verärgerte: Die frühe Rote Karte für Karim Bellarabi.

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Schmallippig und kurz angebunden kommentierte Trainer Peter Bosz die Europa-League-Pleite von Bayer Leverkusen bei Slavia Prag. Als "völlig unnötig" bewertete der Coach das 0:1 am Donnerstagabend bei RTL Nitro: "Es war schwierig, ab der 22 Minute mit zehn Mann spielen zu müssen. Aber auch dann dürfen wir das Spiel nicht verlieren." Das Zustandekommen der ersten Pflichtspiel-Niederlage der Saison schien den Niederländer mächtig zu frustrieren - auf einen Schuldigen für den frühen Platzverweis für Karim Bellarabi wollte er sich aber öffentlich nicht festlegen.

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So antwortete Bosz auf die Frage, ob die Rote Karte von Schiedsrichter William Collum aus Schottland zu hart gewesen sei: "Das Foul war völlig unnötig." Ob er noch das Gespräch mit dem Referee oder Bellarabi suchen werde? "Mit beiden nicht. Das hat jetzt keinen Sinn mehr", entgegnete der Trainer, der Bellarabi nach zuletzt drei Joker-Einsätzen erstmals wieder von Beginn an aufgeboten hatte. Zwar kann das Einsteigen des elfmaligen Nationalspielers, der mit einer Grätsche gegen Lukas Provod einen Slavia-Konter unterbinden wollte, als etwas übermotiviert gewertet werden - einen Platzverweis rechtfertigte es aber eher nicht. Collum sah dies anders, konnte aber auch nicht auf den VAR zurückgreifen. Dieser wird in der Gruppenphase der Europa League nicht eingesetzt.

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Durch die Niederlage konnte Leverkusen seine gute Ausgangsposition nach dem 6:2-Auftakterfolg gegen OGC Nizza nicht untermauern. Vor dem dritten Spiel am kommenden Donnerstag gegen Hapoel Beer Sheva haben nun alle Mannschaften der Gruppe drei Punkte auf dem Konto. Bosz, der seine Startelf im Vergleich zum 3:1 gegen den FC Augsburg am vergangenen Montag auf sieben Positionen verändert hatte, wollte den Rückschlag aber nicht auf die Rotation zurückzuführen. "Ich glaube nicht, dass uns das Probleme bereitet hat. Was uns vor Probleme gestellt hat, war die Rote Karte", sagte er.