20. Oktober 2020 / 10:59 Uhr

Rot-Schwarz Kiel fährt in Flintbek den fünften Dreier in Folge ein

Rot-Schwarz Kiel fährt in Flintbek den fünften Dreier in Folge ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Folgenschwere Minuten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Nach dem 0:3 per Strafstoß (45.+1) kassiert Dobersdorf auch noch das 0:4 (45.+3). Der Laboer Jan-Patrick Wemmer (Mitte) kann die unübersichtliche Szene nutzen und seinen zweiten Treffer erzielen.
Folgenschwere Minuten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Nach dem 0:3 per Strafstoß (45.+1) kassiert Dobersdorf auch noch das 0:4 (45.+3). Der Laboer Jan-Patrick Wemmer (Mitte) kann die unübersichtliche Szene nutzen und seinen zweiten Treffer erzielen. © Karsten Freese
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Die SSG Rot Schwarz ist nicht zu bremsen. Mit dem 3:1-Erfolg in Flintbek errangen die Kieler den fünften Sieg im fünften Spiel und verteidigten die Spitzenposition in der Verbandsliga Ost. Ebenfalls noch ungeschlagen sind der TSV Plön und der Preetzer TSV, die punkt- und torgleich zwei Punkte dahinter gemeinsam auf Platz zwei rangieren. Die Abstiegsplätze belegen die Probsteier SG und Dersau, die deftige Heimniederlagen erlitten.

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TSG Concordia Schönkirchen – Preetzer TSV 2:4

Preetz war über die gesamte Spielzeit agiler und führte durch Daniel Kolbe verdient mit 1:0 (23.). Dennoch gelang Schönkirchen die Wende, als Björn Strüven nach einem Pfostenschuss den Abpraller einschob (1:1, 28.) und die Preetzer mithalfen, als Kevin Beuck den Ball ins eigene Tor beförderte (2:1, 56.). „Wir hatten das Spiel da im Griff, haben aber zu viele einfache Bälle verloren. Der Ausgleich für Preetz war der emotionale Genickbruch“, schilderte TSG-Trainer Stefan Köpke. Jan Matti Seidel brachte Preetz mit einem Doppelpack zum 3:2 auf die Siegerstraße (77., 83.). Maximilian Zimmermann stellte den Endstand her (90.+3). „Wir haben zu viel gebolzt und nicht unser letztes Hemd gegeben. Da muss jetzt jeder Spieler selbstkritisch sein“, war Köpke spürbar angesäuert.

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ASV Dersau – Inter Türkspor Kiel II 0:2

Dersau hatte sich vor dem Kellerduell sehr viel vorgenommen, wollte mit aggressivem Angriffsfußball punkten. Nichts davon war zu sehen. „Das war viel zu passiv, als ob die Spieler Schlafmittel genommen hätten. Die Aktionen von Inter wurden von uns nur begleitet, aber nie gestört“, war ASV-Trainer Jürgen Muus enttäuscht. Inter nutzte die Freiheiten, war agiler, ohne zu glänzen. Nach einem haarsträubenden Querpass vor dem Strafraum von Marten Biss spritzte ein Kieler dazwischen, der den frei stehenden Mirsat Demirci zum 1:0 auflegte (38.). Ansonsten fehlte auch Türkspor die letzte Konsequenz. „Wir konnten noch einige Schüsse abblocken. Selbst hatten wir kaum eine Torchance. Es fehlten die Frische im Kopf, der letzte Einsatz und der unbedingte Wille zum Sieg“, fand Dersaus Coach klare Worte. Nachdem Mahsun Dogan auf 2:0 erhöht hatte (57.), war die Partie entscheiden. Der ASV konnte sich bei seinem Torwart Nick Dräger bedanken, dass die Niederlage nicht deutlicher ausfiel. Der Schlussmann rettete in Eins-gegen-eins-Situationen gegen Demirci (63.) und Dogan (82.) bravourös. Eine erwähnenswerte Chance für die Gastgeber hatte Steffen Uhl, der am Kieler Torwart Hüseyin Katirci scheiterte (75.). „In dieser Verfassung heißt es für uns: Auf Wiedersehen Verbandsliga“, nahm ASV-Trainer Muus kein Blatt vor den Mund.

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TSV Flintbek – Rot Schwarz Kiel 1:3

Gegen die spielstärkeren Kieler, die gefällig kombinierten, versuchten die Ersatz geschwächten Flintbeker mit Kampf- und Laufbereitschaft zu bestehen. Als Niklas Czymai nach schnellem Umschaltspiel gar das 1:0 für den TSV erzielte (4.), schien alles nach Plan zu laufen. „Dann haben wir zwei Tore billig hergeschenkt. Wir waren nicht aufmerksam und standen zu weit vom Gegner weg“, versuchte Flintbeks Trainer Wolfgang Szellas die Gegentore zum 1:1 (16.) und 1:2 (61.) zu erklären. Pech für die tapferen Hausherren, als Kiels Torwart Marcel Büttner einen strammen Schuss von Moritz Hübner mit der Brust noch über die Latte lenken konnte (60.). „Gehen wir noch mal in Führung, wäre es vielleicht anders gelaufen“, so Szellas, dessen Team nach dem dritten Treffer der Gäste geschlagen war (1:3, 77.). „Natürlich war Rot Schwarz stärker. Aber wir hatten einen Punkt in den Händen. Das ist schade für die Jungs, die alles gegeben haben“

SG Dobersdorf/Probsteierhagen – VfR Laboe 1:5

Zwar befand sich der Ball vorwiegend in den Reihen der Gastgeber, doch Chancen erspielen konnte die SG gegen die defensiv aufmerksamen Laboer nicht. Die Gäste bestachen durch konzentrierte Abwehrarbeit und gnadenlose Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse. Gleich vier Treffer erzielte Laboe in der letzten Viertelstunde des ersten Spielabschnitts. Erst traf Jan- Patrick Wemmer nach einer Ecke per Kopf, dann behauptete sich Marcel Schwantes beim 2:0 gegen drei Gegenspieler. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff traf Rene Puls vom Elfmeterpunkt, ehe Wemmer Sekunden später gar noch auf 4:0 erhöhte. „Laboe hat die nötige Zweikampfhärte an den Tag gelegt, wir hingegen nicht“, bilanzierte SG-Coach Bastian Matthies. „Die verletzungsbedingte Auswechslung von Alexander Klaus hat uns in die Karten gespielt, zudem hat Kevin Cerny Patrick Mierse komplett abgemeldet“, stellte Laboes Co-Trainer Dominic Kahl fest.

Probsteier SG 2012 – TSV Plön 1:3

Eklatante Fehler führten zur dritten Heimpleite der Gastgeber. Beim 0:1 waren gleich drei PSG-Akteure nicht in der Lage, eine Flanke von Jens Henningsen zu verhindern, die am langen Pfosten von Philipp Grandt eingenickt wurde. Beim zweiten Gegentor durfte der Plöner Torben Dittmann das Leder auf der Höhe Mittellinie annehmen, ungehindert nach vorne marschieren und das Spielgerät aus gut 30 Metern über PSG-Keeper Fabian Hoppe hinweg ins Tor befördern. Beim 0:3 gab es Abstimmungsprobleme zwischen Torhüter und einem PSG-Verteidiger, so dass Grandt auf Nico Kocks ablegen konnte, der mühelos vollendete. Florian Stahl verkürzte zwar im Gegenzug auf 1:3, doch ein Aufbäumen der Hausherren blieb aus. „Bei uns ist eine gewisse Verunsicherung zu spüren, es fehlt die Konzentration in den entscheidenden Momenten“, stellte PSG-Coach Karim Youssef fest.

TSV Gremersdorf – FSG Saxonia 2:2

Ralf Hartmann fehlten die Worte. „Ich habe es den Jungs überlassen, sich mal die Meinung zu sagen“, verriet der Saxonen-Trainer, wie die Halbzeitansprache ausgefallen war. Seine Elf hatte in der ersten Hälfte ein Fehlerfestival hingelegt und durfte von Glück sagen, dass Youngster Nicolai Steffen mit einer Einzelaktion einen Foulelfmeter herausgeholt hatte, den Arne Duggen sicher verwandel. Nach dem Wiederanpfiff und nach eindringlichen Worten von Keeper Matthias Balzer spielte nur noch die FSG. „Es hat fast alles geklappt – bis auf das Toreschießen“, skizzierte Hartmann de zweiten 45 Minuten, in denen seine Elf dem Siegtreffer mehrmals nahe war.