10. Juli 2020 / 12:27 Uhr

Rot-Weiß Erfurt: Verfahren gegen Insolvenzverwalter Reinhardt eingestellt

Rot-Weiß Erfurt: Verfahren gegen Insolvenzverwalter Reinhardt eingestellt

Frank Kastner, dpa
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Insolvenzverwalter Volker Reinhardt nimmt die Einstellung des Verfahrens als Bestätigung seiner korrekten Arbeit wahr. © dpa
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Das Verfahren gegen den Insolvenzverwalter von Rot-Weiß Erfurt wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. In Kürze soll es ein Treffen von Volker Reinhardt mit dem Aufsichtsratchef Reike Meyer geben, um die sportlichen Geschäftsteile und die Geschäftsstelle aus dem laufenden Insolvenzverfahren herauszulösen.

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Erfurt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat das Ermittlungsverfahren gegen den Insolvenzverwalter des FC Rot-Weiß Erfurt, Rechtsanwalt Volker Reinhardt, eingestellt. „Davon sind wir von Anfang an ausgegangen“, betonte Reinhardt in einer Mitteilung seiner Kanzlei. „Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Die Einstellung des Verfahrens beweist, dass mein Handeln korrekt war“, fügte der Insolvenzverwalter an.

Die Erstatter der Anzeige hatten behauptet, der Insolvenzverwalter habe von den Investoren eingezahlte Gelder zweckentfremdet. Die Gelder wurden jedoch exakt gemäß den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Investoren und Insolvenzverwalter verwendet: Sie dienten sowohl dazu, die Fortführung des Spielbetriebs abzusichern, als auch die ab Jahresbeginn 2019 entstandenen Verbindlichkeiten des RWE abzutragen.

Treffen mit Aufsichtsratschef Meyer

Schon im Januar hatte Reinhardt die Behauptung des damaligen Hauptinvestors gegenüber dem Insolvenzgericht entkräften können. Dieses hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem Investor die Verwendung seiner Zahlungen auch zum Ausgleich von Verbindlichkeiten aus den vertraglichen Vereinbarungen bekannt war.

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Reinhardt will sich in Kürze mit den Vereinsvertretern um den neuen Aufsichtsratschef Reike Meyer - ebenfalls Anwalt - treffen. Dabei geht es um die Herauslösung der sportlichen Geschäftsteile (1. Mannschaft, Nachwuchszentrum) und der Geschäftsstelle aus dem laufenden Insolvenzverfahren.

Der FC Rot-Weiß strebt an, diese Bereiche künftig in Eigenverwaltung zu betreiben und den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen. Zudem stehe wohl ein neuer Investor bereit. „Wir sind natürlich hocherfreut über diese positive Nachricht, und dass es sich um konstruktive Gespräche zwischen dem Verwalter und dem Investor handeln soll“, sagte Meyer in einem Bericht der „Thüringer Allgemeinen“ (Freitag). „Laut Herrn Reinhardt besteht die große Chance, den Club nachhaltig wirtschaftlich zu sichern.“