11. Februar 2020 / 18:11 Uhr

Rot-Weiß Wolgast startet spät in die Testspielphase

Rot-Weiß Wolgast startet spät in die Testspielphase

Wolfgang Dannenfeldt
Ostsee-Zeitung
Der Wolgaster Jan-Malte Deter (r.) – hier im Zweikampf – zeigte beim 2:1
 gegen den SV Kandelin stellenweise gute Ansätze.
Der Wolgaster Jan-Malte Deter (r.) – hier im Zweikampf – zeigte beim 2:1 gegen den SV Kandelin stellenweise gute Ansätze. © Wolfgang Dannenfeldt
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Wolgaster absolvieren die erste Partien. Während die Erste gewinnt, fährt die Reserve ein Remis ein.

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Wolgast. Während die anderen Fußballmannschaften in Vorpommern-Greifswald größtenteils schon am fast am Ende der Rückrunden-Vorbereitung angekommen sind, standen im Hause Rot-Weiß am Wochenende die ersten Testspiele an. Die erste Mannschaft der Wolgaster suchte sich mit der Landesklasse-Vertretung des SV Kandelin einen Gegner auf Augenhöhe aus. Die zweiten Herren taten es ihnen gleich und bestellten den Kreisligisten Pelsiner SV an die Peene.

RW Wolgast I – SV Kandelin 2:1

Der Sieg über den Kontrahenten aus dem Kreis Vorpommern-Rügen verleitete RW-Trainer Erik Lüdtke am Sonnabend nicht zu Höhenflügen. Ganz im Gegenteil: „Wir sind noch ganz am Beginn der Vorbereitung, da gilt es grundlegende Dinge wie Ausdauer und Kondition aufzubauen und in den Mittelpunkt zu rücken“. Zwar versuchten Lüdtkes Männer sofort nach dem Anpfiff das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken, doch spätestens am Kandeliner Strafraum war Endstation.

Auch die Gäste brachten bis auf ihren trickreichen Angreifer Obuba kaum etwas auf die Reihe. So gesehen fiel deren Führungstor nach 14 Minuten, wie aus heiterem Himmel. Doch letztlich steckten die Peenestädter den Gegentreffer locker weg. Nur zwei Minuten später hatte Künnemann mit wuchtigem Schuss unter die Latte gleichgezogen.

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Anschließend plätscherte die Partie bis zum Pausenpfiff meist vor sich hin, wobei die Rot-Weißen durch Fisch (23.) und Kostmann (36.) tolle Möglichkeiten besaßen. Beide verfehlten – völlig freistehend – das Kandeliner Tor. Im zweiten Abschnitt waren gerade mal zehn Minuten gespielt, da hatte es zum zweiten Mal im Gäste-Gehäuse eingeschlagen. Nach Freistoß von Zok war der junge Cagava zur Stelle und brauchte den Abpraller nur noch einzuschieben.

In der Folge hielten sich Spiel und Chancenanteile die Waage. Während auf Wolgaster Seite der sich steigernde Lenz das Leder ans Lattenkreuz wuchtete (72.), verhinderte kurz darauf RW-Torhüter Schenk den Ausgleich. Mit Bravour lenkte er einen gefährlichen Distanzschuss um den Pfosten. „Wir haben heute viel experimentiert und durchgewechselt, so dass man davon ausgehen konnte, dass kein sauberer Spielfluss zustande kommt. Und dennoch sind wir trotz unseres fußballerisch dürftigen Auftritts fürs erste nicht unzufrieden“, so das Statement des Trainers.

RW-Wolgast II – Pelsiner SV 2:2

Tags zuvor wollte die zweite Mannschaft auf dem heimischen Kunstrasen zeigen wer Herr im Hause ist, doch am Ende stand ein Remis. Trotzdem war das kluge Aufbauspiel von Schröder und Ruppelt schön anzusehen. Vorn suchten Kopplin, Weinert und Kracht immer wieder die Lücken im Pelsiner Abwehrgestrüpp. Kracht gelang dann auch nach 16 Minuten die verdiente 1:0-Führung.

Trainer Stefan Tammert freute sich: „Super, wie die Jungs das gemacht haben. Defensive und Offensive haben prima funktioniert“. Einzig mit der Chancenverwertung war der RW-Verantwortliche nicht zufrieden: „Wir hätten bis zur Pause mit 3:0, vielleicht sogar 4:0 vorn liegen müssen. Vor allem Weinert und Liedtke ließen gute Möglichkeiten aus“, so Tammert.

Zunächst hatten seine Kicker auch zu Beginn des zweiten Durchgangs das Sagen. Als Kracht die Pille zum 2:0 in den Maschen versenkte (61.), wähnte man sich schon auf der Siegerstraße. Doch weit gefehlt: Vielmehr nahmen jetzt die Gäste das Heft des Handelns in die Hand, zumal die Rot-Weißen, auch bedingt durch mehrere Ein- und Auswechslungen, den Faden verloren und kaum noch etwas auf die Reihe brachten.

Folgerichtig gelang den Kickern aus dem Anklamer Raum mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten (78./79.) der Ausgleich. „Bei uns war in der letzten halben Stunde die Luft raus. Letztlich ist das Ergebnis gerecht“, resümierte der RW-Coach nach Spielschluss.

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