29. November 2020 / 21:31 Uhr

Rote Karte gegen Hoffenheim-Profi Geiger erhitzt Gemüter - Hoeneß kritisiert: "Harte Auslegung"

Rote Karte gegen Hoffenheim-Profi Geiger erhitzt Gemüter - Hoeneß kritisiert: "Harte Auslegung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dennis Geiger tritt von hinten Karim Onisiwo, der in vollem Lauf zu Boden geht. Für Trainer Sebastian Hoeneß ist der anschließende Platzverweis gegen Geiger harte Auslegung.
Dennis Geiger tritt von hinten Karim Onisiwo, der in vollem Lauf zu Boden geht. Für Trainer Sebastian Hoeneß ist der anschließende Platzverweis gegen Geiger "harte Auslegung". © imago images/Revierfoto/Jan Huebner/Montage
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Da war zum Ende richtig Feuer drin. Spieler und Trainer des FSV Mainz 05 und der TSG Hoffenheim gerieten nach dem Platzverweis für Mittelfeldspieler Dennis Geiger in der Schlussphase aneinander. Hoffenheims Coach Sebastian Hoeneß haderte nach Spielende noch mit der Roten Karte.

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Die TSG Hoffenheim muss nach mehreren Wochen corona-bedingter Ausfälle im Team nun auch auf Mittelfeldspieler Dennis Geiger verzichten – zumindest in der Bundesliga. Der 22 Jahre alte Profi war beim 1:1 (1:0) der TSG beim 1. FSV Mainz 05 in der 80. Minute nach einem überharten taktischen Foul gegen Stürmer Karim Onisiwo von Schiedsrichter Sascha Stegemann mit Rot vom Platz gestellt worden. Geigers Trainer Sebastian Hoeneß wollte nach Abpfiff diese Entscheidung nicht als falsch bewerten, haderte aber dennoch und bezeichnete sie als "harte Auslegung" der Regeln.

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Sein Spieler habe Onisiwo "einen Gehfehler" geben wollen und wegen des hohen Tempos in der Spielsituation habe das Foul an Dynamik gewonnen. Geiger hatte Onisiwo im vollen Lauf und ohne eine Chance noch an den Ball zu kommen von hinten in die Beine getreten und den Österreicher so zu Fall gebracht. danach war ein Streit zwischen den Trainerbänken und den Spielern auf dem Platz ausgebrochen. Sein Scharmützel mit Mainz-Coach Jan-Moritz Lichte wollte Hoeneß allerdings nicht zu hoch hängen und von einer Eskalation nichts wissen. "Da waren Emotionen drin, aber dann gehört sich auch der Handschlag danach, finde ich", erklärte er.

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Auch Lichte fasste die Situation nach Spielende gelassen zusammen. "Ich glaube ihm (Geiger), dass er niemanden verletzen wollte. Nach dem nochmal Anschauen war das aber in Ordnung", kommentierte er das Foul und die Rote Karte. Ein Wortgefecht soll es in dem Sinne nicht gegeben haben. Geiger habe ihm beim Verlassen des Platzes nur versichert, dass er niemanden habe verletzen wollen. Der 40 Jahre alte Trainer konnte aus der Partie nach dem harten Mainzer Saisonstart trotz abgeschenkter Führung auch durchaus etwas abgewinnen. "Die Gewissheit, dass wir jetzt drei Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Das ist eine positive Entwicklung", sagte er.