02. April 2019 / 16:44 Uhr

Rote Karte stoppt Sievershausens Aufholjagd

Rote Karte stoppt Sievershausens Aufholjagd

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Sievershausens Simon Zimmermann (blau) verkürzte mit einem Schulter-Rücken-Tor zum zwischenzeitlichen 2:3.
Sievershausens Simon Zimmermann (blau) verkürzte mit einem Schulter-Rücken-Tor zum zwischenzeitlichen 2:3. © Verein
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Erneut brachte eine schwache erste Hälfte Sievershausens Kreisliga-Fußballer um mögliche Punkte. Der TSV verkürzte gegen den SV Uetze 08 einen 0:3-Rückstand zwar noch auf 2:3, doch eine Rote Karte gegen Torjäger Thorben Steguweit stoppte die Aufholjagd jäh. Das schönste Tor erzielte TSVer Robert Braul beim Freistoß zum 1:3. 

Erneut brachte eine schwache erste Hälfte Sievershausens Kreisliga-Fußballer um mögliche Punkte. Der TSV verkürzte gegen den SV Uetze 08 einen 0:3-Rückstand zwar noch auf 2:3, doch eine Rote Karte gegen Torjäger Thorben Steguweit stoppte die Aufholjagd jäh. „Uns fehlt derzeit die Leichtigkeit, die wir in der Hinrunde noch hatten“, stellte Trainer Marcus Kallmeyer enttäuscht fest.

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TSV Sievershausen – SV Uetze 08 2:4 (0:2). Die Niederlage bezeichnete Sievershausens Trainer als „völlig verdient. „Uetze war viel galliger in den Zweikämpfen, und wir kamen oft den berühmten Schritt zu spät“, erklärte Kallmeyer. Nach einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei durften die Gastgeber allerdings noch von einer erfolgreichen Aufholjagd träumen. Per 20-Meter-Freistoß gelang Robert Braul das 1:3 (62.). „Den hat er toll geschossen“, schwärmte Kallmeyer. Im Gewühl nach einer Flanke stand Simon Zimmermann goldrichtig und traf per Rücken und Schulter kurios zum 2:3 (68.).

Doch dann das – nur eine Minute nach dem Anschlusstor beleidigte TSV-Torjäger Thorben Steguweit nach einem harten Foul seinen Gegenspieler und musste mit Rot vom Feld. Was Marcus Kallmeyer aber mindestens genauso ärgerte war, „dass Uetzes Spieler für das harte Foul nicht einmal Gelb sah“. In Unterzahl warfen die Sievershausener zwar noch einmal alles nach vorne und stellten defensiv auf eine Dreierkette um, doch Uetze setzte den entscheidenden Konter. „Zuvor hatte unser Keeper Johannes Lembke auch noch Einiges entschärft“, merkte Kallmeyer an, dessen Team durch die Niederlage auf Platz fünf abrutschte.

Tore: 0:1 Knoche (22.), 0:2 Baum (32.), 0:3 Hencir (51.), 1:3 Robert Braul (62.), 2:3 Zimmermann (68.), 2:4 Knoche (90.).

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Besonderes: Sievershausens Thorben Steguweit sieht Rot wegen Beleidigung seines Gegenspielers.

Mehr vom TSV 03 Sievershausen

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Sievershausens Trainer Marcus Kallmeyer ist das Leitungsteam Fußball um Spartenleiter Jörn Klages in den eigenen Reihen fündig geworden. Denn zur kommenden Saison wird Matthias Salzmann, derzeit noch Innenverteidiger beim TSV, auf dem Trainerstuhl des Kreisligisten Platz nehmen. „Ich freue ich sehr darüber, dass ich diese Chance bekomme“, sagt Salzmann.

Für ihn ist es die erste Station als Trainer. Während seiner Zeit als Spieler in Sievershausen hat der 31-Jährige bereits die C-Lizenz erworben. Das war auch ein entscheidender Punkt für Spartenleiter Jörn Klages: „Wir wollten einen Trainer mit Lizenz. Matthias ist im Verein verwurzelt und wir sind von ihm überzeugt. In den Gesprächen hat er gezeigt, dass er richtig Bock darauf hat.“

Beruflich ist Salzmann bei der Bundeswehr aktiv, war im letzten Jahr noch für vier Monate im Auslandseinsatz im Irak. Klare Ansagen zu machen, stellt also kein Problem für den Neu-Coach dar. Im Gegenteil: Schon als Verteidiger lenkt er beim TSV seit fünf Jahren das Spiel. Nur 2015 kickte er beim Nachbarn SV Adler Hämelerwald, kehrte aber schon nach einem halben Jahr wieder nach Sievershausen zurück.

Dass er noch für den Rest der Saison als Spieler agiert, sieht er nicht als Schwierigkeit: „Ich möchte die letzten zwei Monate als Spieler genießen. Ab Sommer freue ich mich dann auf meine neue Aufgabe.“ Als Akteur auf dem Feld möchte Salzmann nämlich nicht mehr antreten.

Klare Vorstellungen, wie er sein neues Amt ausüben möchte, hat der neue TSV-Coach auch schon. „Man merkt, dass er sich bereits viele Gedanken gemacht hat“, freut sich Spartenleiter Klages. Salzmann möchte „schönen Fußball spielen. Die Mannschaft soll sich weiter verbessern und vor allem Spaß haben“, Für seine erste Saison habe er sich keine genauen Ziele gesetzt. Von der Spartenleitung werde aber auch kein festgelegter Tabellenplatz ausgegeben. „Wir hoffen, dass Matthias das Team weiterentwickelt und an die bisherigen Erfolge von Marcus anknüpft“. Torsten Fricke bleibt als Co-Trainer beim TSV.


Wer sein Nachfolger wird – das freut übrigens auch Sievershausens Noch-Coach Marcus Kallmeyer. „Matze ist die Königs-Lösung. Er genießt Akzeptanz innerhalb der Mannschaft und hat einen guten Führungsstil. Deshalb habe ich ihn auch vorgeschlagen. Ich wünsche ihm viel Erfolg“, sagte Kallmeyer.

Von Christian Meyer

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