13. Januar 2021 / 15:13 Uhr

Roter Bulle seit 2017: RB Leipzigs Abwehrchef Upamecano feiert "Geburtstag"

Roter Bulle seit 2017: RB Leipzigs Abwehrchef Upamecano feiert "Geburtstag"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Dayot Upamecano ist heiß begehrt unter Europas Top-Clubs.
Bei RB Leipzig nicht mehr wegzudenken: Dayot Upamecano ist seit vier Jahren Roter Bulle. © 2020 Getty Images
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Er ist hochgelobt und aktuell stark umworben: Abwehr-Hüne Dayot Upamecano feiert "Leipzig-Geburtstag". Seit inzwischen vier Jahren verteidigt er für die Roten Bullen, hat sich in der Messestadt vom Talent zum französischen Nationalspieler entwickelt. Und so allerlei Begehrlichkeiten geweckt.

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Leipzig. Sky-Kommentator Wolff Fuss nennt ihn schon mal den "breitesten Türsteher von Leipzig". Auf dem Platz muss man ihn tatsächlich nicht lange suchen, seine Präsenz ist deutlich. Und das nicht nur wegen seiner Körpergröße von 1,87 Metern plus ordentlich Muskeln. Dayot Upamecano steht seit vier Jahren in der RB-Abwehr, entwickelte sich an der Pleiße von einem hochgelobten Talent zu einem hochgelobten Verteidiger, den man bei den Roten Bullen nicht mehr wegdenken kann.

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Ein Jahr bis zum ersten Treffer

Am 13. Januar 2017 wechselte der damals 18-Jährige von Red Bull Salzburg zu den Messestädtern. Das Tauziehen gewannen die Sachsen damals auch gegen europäische Top-Vereine wie Juventus Turin. Der Franzose, der sich damals für die Rückennummer 17 entschied (jetzt trägt er die 5), erhielt bei den Bullen einen Vertrag, der bis 2021 laufen sollte.

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2017 Januar: Upamecano aktiv im Spiel (@GEPA Pictures) Zur Galerie
2017 Januar: Upamecano aktiv im Spiel (@GEPA Pictures) ©

Seinen ersten Einsatz hatte Upamecano am 4. Februar 2017 vor 80.000 Zuschauern beim 0:1 in Dortmund, als er in der 66. Minute eingewechselt wurde. Sein erstes Tor erzielte er etwa ein Jahr später: Am 9. Februar 2018 traf der damals 19-Jährige beim 2:0 gegen Augsburg zur 1:0-Führung. Bislang hat er insgesamt 134 Spiele im RB-Trikot absolviert, traf viermal selbst und lieferte zwei Torvorlagen.

Einen seiner Treffer erzielte er in der aktuellen Saison gegen Hertha BSC (2:1). In der eng getakteten Spielzeit gehört der 22-Jährige zu den personellen Konstanten in der Mannschaft, hat lediglich eines von bisher 15 Spielen der Bundesliga-Hinrunde verpasst. In der Partie gegen den SC Freiburg (3:0) musste er aufgrund eines Muskelfaserrisses aussetzen. Gleiches galt für die Begegnungen der Equipe Tricolore im November 2020. Seit September vergangenen Jahres gehört Upamecano zum Kader des Teams von Coach Didier Deschamps.

Upamecano auf der Wunschliste von Top-Clubs

Die zahlreichen Englischen Wochen gingen auch abseits der Verletzung und des kurzzeitigen Ausfalls nicht spurlos am Franzosen vorüber. Denn der Abwehrchef der Leipziger, der in den vergangenen Monaten so oft gelobt wurde, leistete sich immer mal wieder einen Patzer. Da RB dennoch stets zu überzeugen wusste, hielt sich die (offensive und öffentliche) Kritik an seinem Spiel – auch seitens Coach Julian Nagelsmann – in Grenzen.

Upamecano geht es bei den Roten Bullen aktuell so gut, dass er vergangenen Sommer seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängerte. „Eigentlich“ ist dabei das Schlüsselwort: Denn aktuell steht der Abwehrchef der Leipziger bei vielen Top-Vereinen Europas, wie auch beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München, auf der Wunschliste. Bestätigt ist das Interesse aber (noch) nicht. Sorgen bereitet das den Offiziellen bei RB weniger, sagte zumindest Sportdirektor Markus Krösche zuletzt. Upamecano habe sich mit seinem Verbleib für seine sportliche Entwicklung entschieden. Krösche stellte aber auch fest: „Was die Zukunft bringt, wird man sehen.“

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Dass sich RB dennoch für einen eventuellen Abgang von Upamecano rüstet, ist spätestens seit der Verpflichtung von Josko Gvardiol offenkundig. Das Talent kommt im Sommer 2021 von Dinamo Zagreb in die Messestadt. Zwischenzeitlich war angesichts mehrerer Verletzter in der Defensive sogar ein Wechsel im Winter im Gespräch. Diese Gerüchte bestätigten sich bislang jedoch nicht.