26. August 2019 / 11:00 Uhr

Rotsünder Marcello Meyer vom 1. FC Phönix Lübeck: "Da war nichts"

Rotsünder Marcello Meyer vom 1. FC Phönix Lübeck: "Da war nichts"

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Kann es nicht fassen: Marcello Meyer (1. FC Phönix Lübeck) sieht in Flensburg die Rote Karte.
Kann es nicht fassen: Marcello Meyer (1. FC Phönix Lübeck) sieht in Flensburg die Rote Karte. © Agentur 54°
Anzeige

Lübecker Mittelfeldspieler wurde beim TSB Flensburg schon nach 13 Minuten wegen einer angeblichen Tätlichkeit an Schiedsrichter Lars Jansen vom Platz gestellt.

Anzeige

Die Rote Karte für Marcello Meyer vom 1. FC Phönix Lübeck war das Gesprächsthema nach dem Oberliga-Topspiel beim TSB Flensburg (wir berichteten). Schon nach 13 Minuten wurde der Lübecker Mittelfeldspieler wegen einer angeblichen Tätlichkeit an Schiedsrichter Lars Jansen (Kiel) vom Platz gestellt.

Anzeige

Jansen erklärte auf Nachfrage gegenüber dem LN-Sportbuzzer, „dass ich von Marcello einen Ellenbogen in den Bauch bekommen habe.“ Das sei auch auf dem Video zu sehen, so der 27-jährige Unparteiische weiter. „Zu weiteren Aspekten im Zusammenhang mit der Szene kann und möchte ich jetzt aber noch nichts weiter sagen, bis das Verfahren abgeschlossen ist.“

Mehr anzeigen

Cello“ Meyer bestreitet diese Beschuldigung. „Wenn man sich das Video so anguckt, sieht es unglücklich aus. In dem Moment, wo der Unparteiische gepfiffen hat, habe ich die Welt nicht mehr verstanden“, sagte der 29-jährige Ex-Regionalliga-Kicker mit etwas Abstand. „Mein Arm geht irgendwie komisch raus. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Aber das war ja niemals Rot. TSB freut sich, wenn sie Freistoß bekommen. Der Schiedsrichter meinte zu mir, dass er mir in die Augen geguckt hat und er das Feuer in meinen Augen sehen konnte. Ich wollte ihn niemals mit dem Ellenbogen schlagen und ihn auch gar nicht treffen. Das sieht ein bisschen so aus. Da war aber nichts, wirklich.“

Hier die Szene im Video

Video TSB Flensburg - 1. FC Phönix: Rote Karte für Marcello Meyer

Meyer droht eine lange Sperre von mehreren Wochen. Die Lübecker Verantwortlichen kündigten bereits an, Einspruch gegen den „unberechtigten Platzverweis“ einzulegen. Das teilte der Sportliche Leiter Frank Salomon mit, der schon unmittelbar nach dem Spiel die Entscheidung von Jansen harsch kritisiert hatte. „Wir werden eine mündliche Verhandlung beantragen“, sagte er.

Mehr zum 1. FC Phönix
Torbuzzer: Weiche Flensburg 08 - HSV II und TSB Flensburg - 1. FC Phönix Lübeck

Phönix Lübeck holt den Kreispokal 2019: Im Finale setzten sich die Phönixer knapp mit 2:1 gegen FC Dornbreite durch.

Die Phönixer haben nach dem 2:1-Sieg gegen Dornbreite allen Grund zum Jubeln. Zur Galerie
Die Phönixer haben nach dem 2:1-Sieg gegen Dornbreite allen Grund zum Jubeln. ©

Phönix-Neuzugang Lasse Sohrweide hatte sich indes die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte anders vorgestellt. „Der Schiedsrichter entscheidet das Spiel nach 13 Minuten mit der Roten Karte. Wenn das nicht passiert, geht das hier anders aus. Wir führen schließlich 1:0“, sagte er.