10. Mai 2014 / 15:28 Uhr

Röttger schenkt RB Leipzig zum Abschied ein Tor

Röttger schenkt RB Leipzig zum Abschied ein Tor

Matthias Roth
Timo Röttger (Mitte) traf in seinem Abschiedsspiel für RB. USER-BEITRAG
Timo Röttger (Mitte) traf in seinem Abschiedsspiel für RB. © Gepa
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Stuttgart. Nicht schön, aber erfolgreich. RB Leipzig hat am Samstag bei den Stuttgarter Kickers sein letztes Saisonspiel in der Dritten Liga mit 3:1 gewonnnen.

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Stuttgart. Nicht schön, aber erfolgreich. RB Leipzig hat am Sonnabend bei den Stuttgarter Kickers sein letztes Saisonspiel in der Dritten Liga mit 3:1 (2:0) gewonnen. Für die Meisterschaft reichte es vor 5800 Zuschauern, darunter 1000 aus der Messestadt, allerdings nicht mehr. Weil auch Spitzenreiter Heideinheim die SpVgg Unterhaching bezwang, bleiben die Roten Bullen punktgleich auf Platz zwei, mit einer nur um drei Treffer schlechteren Tordifferenz.    

Den 19. Sieg in Serie leitete Timo Röttger mit seinem etwas kuriosen Treffer zum 1:0 ein. Der Publikumsliebling, der zu seinem Abschiedsspiel nach drei Jahren im rot-weißen Trikot sogar die Kapitänsbinde tragen durfte, traf in der 35. Minute aus der Drehung im Strafraum den Ball nicht richtig, die Kugel kullerte in Zeitlupe ins Tor. Die Vorlage kam von Anthony Jung, der seinen ersten Ballkontakt hatte, nachdem er in der 34. Minute für Joshua Kimmich eingewechselt wurde.

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Kimmich hatte schon die gelbe Karte gesehen und wirkte in seiner alten Heimat etwas übermotiviert. Ein Bus mit rund 60 Personen, ehemalige Mitspieler, Familienmitglieder und Kumpel wollten ihn sehen. „Der Geschäftsführer von Joshuas altem Verein ist Busunternehmer und hat das organisiert“, erzählte sein Vater Berthold, der auch zum Feiern am vergangenen Wochenende nach Leipzig kam. Doch nicht nur für Kimmich war es fast ein Heimspiel, auch von Trainer Alexander Zorniger war viel Familie angereist. „Ein schöner Tag in der Heimat, wo ich heute auch Spätzle geschlemmt habe“, verriet der Coach.

Die 1:0-Führung war völlig unverdient, denn Leipzig hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Torchance. Die Bullen schienen nach ihrer Aufstiegsfeier sowie den Partytagen auf Mallorca noch ein wenig lahme Beine zu haben. Die Kickers hingegen trafen einmal die Latte sowie zweimal das Außennetz, waren das aktivere Team. Effektiv beendete RB Halbzeit eins, als Yussuf Poulsen bei der ersten richtigen Möglichkeit eiskalt zum 2:0 verwandelte. Auch nach der Pause produzierten die Kickers Großchancen am Fließband, doch das Tor erzielte wieder Leipzig – erneut Poulsen. „Ein toller Abschied von uns. Meine beiden Treffer fühlen sich gut an“, sagte der Stürmer.

Insgesamt hatte Zorniger seine Mannschaft im Vergleich zum Saarbrücken-Aufstiegs-Spiel auf fünf Positionen umgestellt. Auch, weil ein Magen-Darm-Infekt im Team kursiert, Palacios und Teigl deshalb nicht mitspielten, Willers nach der ersten Halbzeit aus diesem Grund das Feld verlassen musste. In der 90. Minute erhielten auch noch die Stuttgarter in Form eines Tors den Lohn für ihre Mühe. Doch das alles hinderte die Roten Bullen nicht daran, nach einer Woche Aufstiegsjubel und Lizenztrubel weiter zu feiern. Zur Krönung des Tages erhielt Dominik Kaiser seine Ehrung als bester Drittligaspieler vom DFB.

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Auch Geschäftsführer Ulrich Wolter und Sportdirektor Ralf Rangnick saßen im Stadion am Degerloch, allerdings ein letztes Mal auf der 1976 erbauten alten Haupttribüne, denn die wird noch im Mai abgerissen. Lizenz-Sorgen waren keine auf ihrer Stirn zu erkennen. Rangnick hatte auch seinen Vater Dietrich und seinen Sohn Kevin zum Spiel eingeladen. „Kevin ist ein Glücksbringer, immer wenn er dabei ist, gewinnen wir“, so der RB-Sportdirektor.

Wolter hatte sich Ende der Woche beim Training vor die Mannschaft gestellt und gesagt, man solle sich keine Sorgen um die Lizenz machen, der Verein kriege das schon hin. „Ich habe ihnen außerdem vermittelt, dass es nun medial etwas ungemütlich werden könnte. Aber die Spieler vertrauen uns und wir vertrauen ihnen, das war keine große Sache“, sagte Wolter am Sonnabend im Stadion gegenüber dem lvz sonntag. Am Montag gehen die Bullen in den wohlverdienten fünfwöchigen Urlaub und hoffen, dass sie nicht zwischendurch eine böse Überraschung ereilt. Dominik Kaiser setzt fest auf den Verein. „Ich vertraue der Führung und gehe zu hundert Prozent davon aus, dass wir in der nächsten Saison in der Zweiten Bundesliga spielen“, meinte der Spieler der Saison.

RB: Bellot, Willers (46. Thomalla), Poulsen, Kimmich (34. Jung), Röttger, Morys, Sumusalo (68. Frahn), Hoheneder, Kaiser, Heidinger, Demme

Kickers: Redl, Leutenecker, Fennell, Stein, Calamita- Edwini-Bonsu, Braun, Baumgärtel, Ivan (80. Dicklhuber), Soriano (73. Alvarez), Badiane

Tore: 1:0 Röttger (38.), 2:0 Poulsen (44.), 3:0 Poulsen (69.), 3:1 Badiane (90.)

Zuschauer: 5800

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