10. April 2019 / 13:04 Uhr

Roussillon-Verbleib beim VfL: „Wenn wir es nach Europa schaffen, ist die Chance groß“

Roussillon-Verbleib beim VfL: „Wenn wir es nach Europa schaffen, ist die Chance groß“

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das erste Tor in der Bundesliga: Wolfsburgs Jerome Roussillon bejubelt sein Tor zum 1:0 im Hinrundenspiel gegen RB Leipzig. 
Das erste Tor in der Bundesliga: Wolfsburgs Jerome Roussillon bejubelt sein Tor zum 1:0 im Hinrundenspiel gegen RB Leipzig.  © Peter Steffen/dpa
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Gute Erinnerungen: Im Hinrundenspiel gegen RB Leipzig erzielte Jerome Roussillon seinen ersten Treffer in der Bundesliga. Mittlerweile steht der Linksverteidiger bei drei Toren und fünf Assists in seinem ersten Jahr im deutschen Oberhaus - das weckt natürlich Begehrlichkeiten.

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An das Hinspiel gegen RB Leipzig hat Jerome Roussillon natürlich „gute Erinnerungen“ – er erzielte den 1:0-Siegtreffer. Doch im Gegensatz zu auf dem Platz gibt sich der Wolfsburger Linksverteidiger im Gespräch bekanntlich eher zurückhaltend – auch was mögliche Ambitionen in der französischen Nationalmannschaft, im Europa-Rennen mit dem VfL und seine persönliche Zukunft betrifft.

Geht es dagegen nach Übersetzer Josuha Guilavogui, „gibt es im Juni vielleicht eine Überraschung für ihn – ich hoffe“, sagt Wolfsburgs Kapitän hinsichtlich der anstehenden Spiele der Equipe Tricolore in der EM-Qualifikation. Roussillon glänzt immerhin mit dem Wissen, gegen wen die Mannschaft von Didier Deschamps dann spielt: Türkei – und nach einigem Überlegen: Andorra. Kontakt gab es zum Nationalcoach allerdings noch nicht. Und seinen Sommerurlaub hat der Wolfsburger übrigens auch schon gebucht.

Die Top-Torjäger der Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg:

Platz 12 - Jonathan Akpoborie - 20 Tore - 1999 bis 2001 Zur Galerie
Platz 12 - Jonathan Akpoborie - 20 Tore - 1999 bis 2001 ©
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„Es sind ein paar Spieler vor mir, die das Glück haben, sich mit ihren Vereinen auf internationalem Niveau zeigen können"

Dabei spielt der 26-Jährige nach seinem Wechsel im Sommer aus Montpellier (Ablöse: fünf Millionen Euro) eine bislang überragende Saison, drei Tore und fünf Assists steuerte er bei. Woran es liegt, dass er bisher noch nicht berücksichtigt wurde? „Es sind ein paar Spieler vor mir, die das Glück haben, sich mit ihren Vereinen auf internationalem Niveau zeigen können – in der Champions League und der Europa League“, so Roussillon, der insgesamt fünfmal für die französische U18 und U20 aufgelaufen war. In der EM-Quali bekleidete beim Weltmeister zuletzt Layvin Kurzawa von Paris St. Germain (Roussillons Lieblingsklub) die Linksverteidigerposition. Weitere Konkurrenten: Benjamin Mendy (Manchester City), Lucas Digne (FC Everton) und Bayerns Rekordtransfer Lucas Hernandez.

Roussillon weckt Begehrlichkeiten

„Aber vielleicht haben wir nächstes Jahr ja auch den Vorteil, europäisch zu spielen“, hofft Roussillon. Und falls nicht? In seiner ersten Saison in Deutschland hat er einige Begehrlichkeiten geweckt. Es gibt bereits Angebote für die VfL-Rakete – beschäftigt hat er sich damit aber noch nicht groß und verweist lieber auf seinen Berater. Borussia Dortmund soll ihn bereits im Blick haben. „Ich kann nichts versprechen, aber wenn wir es in die Europa League schaffen, ist die Chance groß, dass ich hier bleibe“, sagt er. Nach der Saison soll sich zusammengesetzt werden, um zu gucken „was realistisch ist“, zunächst gelte den noch ausstehenden „sechs Spielen die volle Konzentration“.

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„Das ist eine Liga wie gemacht für Außenverteidiger wie mich"

Dass es in der Bundesliga, die er „schon immer verfolgt“ habe, für ihn auf Anhieb so gut lief, führt er auf das hohe Tempo zurück, das in den Spielen gegangen wird. Denn in dieser Hinsicht macht ihm kaum einer was vor; wenn Roussillon zum Sprint ansetzt, ist er kaum einzufangen. „Das ist eine Liga wie gemacht für Außenverteidiger wie mich, die hoch stehen und oft steil gehen.“ Einzig an seinen Flanken müsse er noch arbeiten, gesteht er sich ein, wobei ihm zudem eine gewisse Faulheit nachgesagt wird. „Er ist das komplette Gegenteil von Wout“, zieht Guilavogui etwa einen Vergleich zu Teamkollege Weghorst, der eher für zu viel anstatt zu wenig Arbeitseifer bekannt ist.

Am Samstag trifft Roussillon dann auch auf seinen ehemaligen Mitspieler bei Montpellier: Nordi Mukiele, der sein Pendant in der Rechtsverteidigung war. „Wir haben am Dienstag schon einen Trikottausch vereinbart.“ Mit RB befindet sich der Franzose auf Champions-League-Kurs. Irgendwann will auch Roussillon mal dort hin: „Es ist für jeden ein Traum, diese Hymne zu hören.“

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