08. März 2021 / 10:36 Uhr

Rückkehr nach Budapest wird teuer: RB Leipzig muss Millionen-Entschädigung an Liverpool zahlen

Rückkehr nach Budapest wird teuer: RB Leipzig muss Millionen-Entschädigung an Liverpool zahlen

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB-Boss Oliver Mintzlaff muss sich mit einer Millionen-Entschädigung an die UEFA beschäftigen.
Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League wird teuer. © Imago / Montage
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Auch das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den Liverpool FC muss RB Leipzig in der Budapester Puskas-Arena bestreiten. Weil der Gastgeber bei der zweiten Auflage aber LFC heißt und der nicht ganz freiwillig nach Ungarn ausgewichen ist, bittet der Europäische Fußball-Verband die Sachsen zur Kasse, und zwar kräftig.

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Leipzig/Budapest. Das Champions-League-Achtelfinale entwickelt sich für RB Leipzig zusehends zu einer teuren Angelegenheit. Für das am Mittwoch anstehende Rückspiel in der Budapester Puskas-Arena muss der Bundesliga-Zweite muss tief in die Tasche greifen. Sogar deutlich tiefer als für das „Heimspiel“ am selben Ort, das als Gastgeber in der Organisation der Sachsen lag. Denn obwohl nun der Liverpool FC das Heimrecht hat, müssen sich die Roten Bullen zu 50 Prozent an allen Ausgaben des englischen Clubs beteiligen. Doch nicht nur das: RB muss auch noch auf etwa zehn Prozent des Startgeldes an den LFC abtreten. In der vergangenen Saison betrug dieses Startgeld 15,25 Millionen Euro. Es ist davon auszugehen, dass die Höhe anno 2021 ähnlich ausfällt. Also stehen den Engländern rund 1,5 Millionen Euro zu. Das Geld wird bei der Überweisung der Gesamtprämien durch die UEFA einbehalten und an Liverpool gezahlt.

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Florian Scholz (41), Kaufmännischer Leiter Sport bei RB Leipzig, bestätigte der BILD-Zeitung, dass RB diese Situation von vornherein erwartet hatte: „Wir können das Spiel aufgrund der Corona-Regeln nicht in Liverpool austragen. Somit hat der LFC einen neuen Austragungsort suchen müssen. Daher sind wir als Gastverein laut UEFA-Regularien dazu verpflichtet, eine Kompensationsleistung zu zahlen.“ Das geht aus dem Anhang K der Regularien der Europäischen Fußball-Union hervor, die extra für die Austragung des Wettbewerbs während der Pandemie angepasst worden waren.

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Ursache für die Strafzahlung sind die Einreise-Einschränkungen, die RB Leipzig aufgrund der Sächsischen Corona-Quarantäne-Verordnung befolgen muss. Demnach dürften die Roten Bullen zum Rückspiel zwar nach England reisen. Allerdings müssten sie sich nach ihrer Rückkehr 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Denn die Insel zählt laut Robert-Koch-Institut als „Virus-Varianten-Gebiet“. Die Nagelsmann-Elf hätte so ihre nächsten beiden Bundesligaspiele gegen Eintracht Frankfurt (14.03., 15.30 Uhr) und gegen Arminia Bielefeld (19.03., 20.30 Uhr) nicht bestreiten können. Die UEFA hatte den LFC deshalb frühzeitig um eine Verlegung gebeten. Für diese Umstände (und den Verlust des Heimvorteils) muss RB die Engländer quasi entschädigen.