30. Juni 2021 / 21:19 Uhr

Rückkehr der Laufevents: Sachsentrail im Erzgebirge mit zahlreichen Leipzigern

Rückkehr der Laufevents: Sachsentrail im Erzgebirge mit zahlreichen Leipzigern

Nico Schmook
Leipziger Volkszeitung
Tanja Plötz (r.) beim Sachsentrail
Tanja Plötz (r.) belegt beim Sachsentrail in der Frauenwertung den vierten Platz. © privat
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1.700 begeisterte Läufer und Läuferinnen haben sich beim Sachsentrail am Rabenberg ausgepowert. Dabei waren auch Leipziger Teilnehmer wie Cornelius Weber und Tanja Plötz vom SC DHfK erfolgreich unterwegs.

Erzgebirge. Monatelanges, eintöniges Training im Wald nebenan, Absagen über Absagen von zahlreichen Veranstaltungen und ohne Ende Online-Challenges. Auch hinter den Läuferinnen und Läufern liegen schwere Monate. Monate, die nun aber der Vergangenheit angehören. Wie in vielen Bereichen des Lebens kehrt nun auch im Laufsport die Normalität zurück. Die Zeit der Absagen wird von guten Nachrichten abgelöst. Wie am vergangenen Wochenende im Erzgebirge als zum achten Mal der Sachsentrail stattfand.

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Dabei treffen sich am Rabenberg Jahr für Jahr Läuferinnen und Läufer, die sich für das Trailrunning faszinieren. Also das Laufen abseits von Straßen und befestigten Wegen, gepaart mit schmalen Pfaden, sehr steilen An- und Abstiegen sowie enorm langen Distanzen. Wer Trailer ist, der hat auch einen Hang zum Extremen.

Eine Szene, die immer mehr Zuspruch erfährt. Über 1.700 begeisterte Sportlerinnen und Sportler, die sich auf den unterschiedlichsten Strecken missten, kamen am Wochenende zusammen. Es war ein Melderekord, den die Veranstalter verzeichneten und untermauerte, dass der Sachsentrail zu einer der größeren Volkslaufveranstaltungen gehört.

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Starke Leipziger Leistungen

Und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde viel Neues geboten. So wurde aufgrund der Corona-Pandemie das Event zum zweiten Mal auf das gesamte Wochenende ausgedehnt. Zudem bot man den Freunden von Extremsituationen noch mehr Grund zur Freude, indem man das sogenannte Super-Trail-Wochenende einführte. Dabei konnten die „Verrückten“ sowohl am Freitag beim UpHill Prolog über 3,5 Kilometer und 250 Höhenmeter zum Berganlauf antreten als auch einen Tag später beim UltraRun den Fichtelberg erklimmen und sich über 74,5 Kilometer auspowern. Insgesamt 263 Läuferinnen und Läufer wagten sich in die Königsdisziplin.

Auch ein Leipziger zählte zu den ambitionierten Ultra-Läufern. Und wie. Mit einem starken dritten Platz überzeugte Cornelius Weber vom SC DHfK beim UpHill Prolog. Auch am darauffolgenden Tag zeigte er gute Leistungen. Im Halftrail über 35,5 Kilometer enttäuschten auch weitere Leipziger nicht. So belegten Sebastian Nitsche und Benjamin Lindner, die Teil der Trainingsplattform lauftraining.com sind, Platz fünf und sieben. Webers Vereinskollegin Tanja Plötz kam über die selbe Distanz in der Frauenwertung sogar auf Platz vier.

Von den über 1.700 ambitionierten Läuferinnen und Läufern schafften es am Ende 1.412 ins Ziel. Für einige war der berüchtigte Rabenberg dann wohl doch zu extrem.