14. Februar 2021 / 15:54 Uhr

Rückkehrer Kreuzer trifft beim Debüt: Dynamo Dresden lässt Lübeck keine Chance

Rückkehrer Kreuzer trifft beim Debüt: Dynamo Dresden lässt Lübeck keine Chance

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Jubel
Torschütze Niklas Kreuzer inmitten der Jubel-Traube. © dpa
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Dynamo Dresden konnte am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenletzten einen Sieg einfahren. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski gewann zu Hause gegen den VfB Lübeck mit 3:1. Dabei erzielte Niklas Kreuzer bei seinem Saisondebüt das zwischenzeitliche 3:0.

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Dresden. Der Spitzenreiter hat sich gegen den Tabellenletzten keine Blöße gegeben: Dynamo Dresden gewann sein Heimspiel gegen Schlusslicht VfB Lübeck ohne große Mühe mit 3:1 (2:0). Bei minus drei Grad im leeren Rudolf-Harbig-Stadion waren die Schwarz-Gelben dem Aufsteiger aus Schleswig-Holstein in fast allen Belangen überlegen und bescherten so ihren Fans einen recht ruhigen Nachmittag samt drei Punkten. Für die Dresdner trafen Christoph Daferner (12.), Paul Will (24.) und Niklas Kreuzer (59.).

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Gäste zu Beginn mit großem Respekt

Die Männer von Trainer Markus Kauczinski begannen die Partie, deren Austragung bis zum Sonnabend wegen der Witterung nicht sicher war, mit drei Änderungen in der Startelf gegenüber dem 1:0-Sieg in Magdeburg. Ransford-Yeboah Königsdörffer fehlte wegen der fünften Gelben Karte, Yannick Stark wegen einer Schulterverletzung, die er sich im Training bei einem Sturz zugezogen hatte. Torjäger Philipp Hosiner blieb auf der Bank, für ihn spielte Pascal Sohm. Sein Comeback in einem Dynamo-Pflichtspiel feierte Niklas Kreuzer auf der rechten Abwehrseite, Kevin Ehlers kehrte nach abgesessener Sperre in die Innenverteidigung zurück, die Paul Will in Richtung defensives Mittelfeld verließ, um dort die vakante Position von Stark zu übernehmen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum 3:1-Heimsieg von Dynamo Dresden

Dynamo Dresden konnte am 14. Februar das Heimspiel gegen den VfB Lübeck mit 3:1 gewinnen. Bei minus drei Grad, ließen die Schwarz-Gelben den Gästen keine Chance. Zur Galerie
Dynamo Dresden konnte am 14. Februar das Heimspiel gegen den VfB Lübeck mit 3:1 gewinnen. Bei minus drei Grad, ließen die Schwarz-Gelben den Gästen keine Chance. ©

Trotz der Änderungen präsentierte sich der Tabellenführer von Beginn an in guter Verfassung. Die in Weiß spielenden Gäste machten es den Hausherren auf dem rutschigen Boden aber auch nicht sonderlich schwer. Sie traten viel zu verhalten auf, hatten anfangs großen Respekt. Schon in der 12. Minute traf Christoph Daferner nach einer Will-Ecke zum 1:0. Heinz Mörschel hatte den Ball noch verlängert.

Das Tor gab den Dynamos zusätzliches Selbstbewusstsein, Sohm hätte nach einer Eingabe von Jonathan Meier gleich das 2:0 nachlegen können, verpasste aus Nahdistanz aber knapp (17.). Doch in der 24. Minute fiel es trotzdem, als Lukas Raeder im VfB-Tor eine Kreuzer-Eingabe in die Mitte abwehrte und Will die Vorlage aus 18 Metern annahm und flach versenkte.


Dynamo festigt Tabellenführung

Dann bekamen die offensiv anfangs ganz schwachen Gäste von der Lohmühle den ersten von zwei Elfmetern. Tim Knipping hatte Ersin Zehir gerempelt, Referee Robert Schröder zeigte auf den Punkt. Yannick Deichmann verschoss den Strafstoß aber, der Ball flog übers linke obere Eck (39.). Die Riesenchance auf den Anschlusstreffer war vertan.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Norddeutschen besser ins Spiel, sie trauten sich mehr. Kevin Broll im Dynamo-Tor musste gegen Thorben Deters retten, der aus Nahdistanz zum Schuss gekommen war (52.). Doch als die Lübecker immer gefährlicher zu werden drohten, da konnte Dynamo antworten: Daferners Rückpass nahm der starke Kreuzer direkt und traf zum 3:0 unter die Latte (59.). Welch ein Einstand des Aufstiegshelden von 2016, der ein halbes Jahr Arbeitslosigkeit hinter sich hat und nun wieder das Trikot mit dem „D“ auf der Brust trägt!

DURCHKLICKEN: Die Dynamo-Noten zum 3:1-Sieg gegen Lübeck

(1) Kevin Broll: Der Schlussmann hatte nicht allzu viel zu tun. In der ersten Halbzeit schaute er in die tief stehende Sonne, war aber auf dem Posten, faustete die zweite Ecke des VfB sicher weg (13.). Beim ersten Elfmeter musste er nicht eingreifen, beim zweiten blieb er stehen, denn der Ball war zu gut geschossen und somit unerreichbar. Seine beste Tat zeigte er gegen Deters, parierte großartig gegen dessen Schuss aus Nahdistanz. Note 2,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Der Schlussmann hatte nicht allzu viel zu tun. In der ersten Halbzeit schaute er in die tief stehende Sonne, war aber auf dem Posten, faustete die zweite Ecke des VfB sicher weg (13.). Beim ersten Elfmeter musste er nicht eingreifen, beim zweiten blieb er stehen, denn der Ball war zu gut geschossen und somit unerreichbar. Seine beste Tat zeigte er gegen Deters, parierte großartig gegen dessen Schuss aus Nahdistanz. Note 2,5 ©

Lübeck gab sich trotz des Nackenschlages aber noch nicht geschlagen und verkürzte, als Julius Kade mit Cyrill Elija Akono im Strafraum aneinander geriet und Schröder wieder Elfmeter pfiff: Zehir trat an und versenkte den Ball im linken unteren Eck (62.). Broll war stehen geblieben, der Ball passte genau. Doch eine Wende konnten die Spieler von Trainer Rolf Martin Landerl nicht mehr erzwingen, dazu fehlte ihnen insgesamt die nötige Qualität. Dynamo brachte den „Dreier“ routiniert nach Hause und festigte seine Tabellenführung in der 3. Liga. Julius Kade und Pascal Sohm hätten noch das 4:1 oder 5:1 machen können, scheiterten aber an VfB-Keeper Raeder (85./88.).