04. August 2020 / 07:35 Uhr

Für Rückkehrer Sulejmani hat sich das 96-Gefühl "nicht verändert" - auch Neuzugang Frantz hat Spaß

Für Rückkehrer Sulejmani hat sich das 96-Gefühl "nicht verändert" - auch Neuzugang Frantz hat Spaß

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Valmir Sulejmani fühlt sich nach seiner Rückkehr zu Hannover 96 richtig wohl.
Valmir Sulejmani fühlt sich nach seiner Rückkehr zu Hannover 96 richtig wohl. © Florian Petrow
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Vier Torhüter und 19 Feldspieler waren beim Trainingsauftakt am Montag mit dabei. Doch damit steht der Kader von Hannover 96 für die kommende Saison noch lange nicht. Immerhin vier Neuzugänge konnte Trainer Kenan Kocak auf dem Rasen der HDI-Arena begrüßen - und die haben sich beim ersten Training schon richtig wohl gefühlt. 

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Um 15.07 Uhr ging es endlich wieder los, genau eine halbe Stunde später machte Kenan Kocak die erste Ansage der neuen Saison. Die 96-Profis sind zurück auf dem Rasen, am Montag gab’s das erste Training.

"Die Intensität war direkt hoch"

Für einen war es eine ganz besondere Rückkehr: „Die Intensität war direkt hoch. Aber es war einfach schön, wieder das 96-Logo auf der Brust zu tragen“, sagte Valmir Sulejmani (24) nach dem Start mit dem alten neuen Team. „Es hat sich nichts verändert.“ Der Stürmer aus Hannover – geboren in Großburgwedel, kicken gelernt beim SC Wedemark und im 96-Nachwuchs, gereift bei Waldhof Mannheim – war am Montag einer der ersten, die am Nachmittag auf den Rasen der HDI-Arena traten. Noch früher war Hendrik Weydandt (mit Ballsack) auf dem Arenarasen. Das passt, „Henne“ soll einer der Anführer sein in der neuen Saison.

Bilder vom Trainingsauftakt von Hannover 96 (3. August)

Die 96-Profis versammeln sich zur ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause. Zur Galerie
Die 96-Profis versammeln sich zur ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause. ©

Ein bisschen Tengeln und Passen zum Warmwerden

Der allererste draußen war allerdings der Cheftrainer. Kocak war nicht nur früh schon an der Arena, zweieinhalb Stunden vor Trainingsbeginn. Er ging auch vor allen anderen allein auf den Rasen, blieb im Mittelkreis kurz stehen. Ein Blick zur Westtribüne, dann ein langer Blick auf den A4-Zettel mit den Trainingsinhalten, bevor seine Assistenten dazu kamen. „Es ist ein tolles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte er später. Mit sieben Minuten „Verspätung“ startete die Einheit. Erst mal ein bisschen Tengeln und Passen zum Warmwerden, dann Warmmachen mit Athletiktrainer Timo Rosenberg.

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Vier Torhüter und 19 Feldspieler trainieren fürs erste mit. Das Aufstiegsteam hat Kocak damit noch lange nicht zusammen! Von den 23 Profis sollen ohnehin einige noch gehen (Bakalorz, Elez, Zieler und Co.), und mit null etatmäßigen Außenverteidigern spielt sich eine Saison eher schwer. Kocak: „Es ist mein Wunsch, so schnell wie möglich den Kader zusammen zu haben.“ Spätestens bis zum Trainingslager (23. bis 30. August) in Österreich soll das nun klappen. Aber wegen der Pandemie ist der Transfermarkt kompliziert und träger als in Vorjahren.

Frantz hat Spaß

Ein paar Neue hat 96 trotzdem schon, die waren am Montag mit dabei. Sulejmani, dazu Bayerntalent Franck Evina (20) und Mike Frantz. Der Routinier kam aus Freiburg, soll einer der neuen Anführer werden. In der Fußballbranche ist er auch mit 33 Jahren noch für seine starke Fitness bekannt. „Das war ein guter Einstand“, fand Frantz. „Direkt an den ersten Tagen hab ich mit vielen Jungs gute Gespräche gehabt. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“

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<b>1</b> Martin Hansen Zur Galerie
1 Martin Hansen ©

Ron-Robert Zieler hat dieser Tage nicht so viel Spaß mit 96, ließ sich beim ersten Training nach der Demission von Torwart eins zur Nummer drei aber nicht allzu viel anmerken. Nur den Sicherheitsabstand in Coronazeiten hielten sie dann doch meistens wohlwollend ein, obwohl die Profis gestestet sind und das natürlich gar nicht müssen. Im Trainingsspiel zum Abschluss ersetzte Zieler später Esser – es wird das einzige Mal bleiben. Der neue Chef im Tor bedachte Zieler mit einem Klaps auf die Schulter – die beiden mögen sich eigentlich, trotz der komplizierten Umstände.

"Es ist zu früh, um über Ziele zu sprechen"

Kompliziert bleibt auch die Bewertung der 96-Lage. Während Profiboss Martin Kind schon vom Aufstieg spricht, bleibt Kocak reserviert. „Es ist zu früh, um über Ziele zu sprechen“, sagt er. Erst wenn der endgültige Kader fix sei, „können wir über Ziele sprechen“. Der Start ist geschafft – aber vor 96 liegt schließlich noch ein langer Vorbereitungsweg.