04. Dezember 2021 / 10:59 Uhr

Rückrundenstart beim Tabellennachbarn: ZFC Meuselwitz zu Gast bei Lichtenberg 47

Rückrundenstart beim Tabellennachbarn: ZFC Meuselwitz zu Gast bei Lichtenberg 47

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Trainer David Bergner (li.) will mit Sebastian Albert (re.) auch bei Lichtenberg 47 gewinnen.
Trainer David Bergner (li.) will mit Sebastian Albert (re.) auch bei Lichtenberg 47 gewinnen. © Mario Jahn
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Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz muss am Sonntag beim SV Lichtenberg 47 antreten - und will nicht nur den positiven Trend weiter nach oben treiben, sondern auch erfolgreich in die Rückserie starten.

Meuselwitz. An diesem Wochenende wird in der Fußball-Regionalliga bereits die Rückrunde „angerissen“. Der ZFC Meuselwitz gastiert beim SV Lichtenberg 47, der gegenwärtig allerdings nicht in seinem angestammten Hans-Zoschke-Stadion, sondern im zentraler gelegenen Poststadion spielt. Das „Zoschke“ wird mit altem SED-Geld modernisiert – eine ziemliche Ironie der Geschichte, denn zu DDR-Zeiten sollte das zweitgrößte reine Fußball-Stadion (Ost-)-Berlins auf Geheiß der damaligen Machthaber eigentlich abgerissen werden.

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Zum Poststadion weiß ZFC-Trainer David Bergner als gebürtiger Berliner: „Der Platz ist nicht allzu gut, weil stark strapaziert, war aber auch früher schon nicht so toll.“ Und recht schmal ist er übrigens auch, nur 62 statt der heute meist mindestens üblichen 68 Meter breit.

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Bergner kennt nicht nur den Rasen im Poststadion, sondern mit Rajko Fijalek auch einen der Trainer des SV 47: „Ich habe mit ihm zusammen im Nachwuchs des 1. FC Union gespielt.“ Schonen werden sich die beiden deshalb am Sonntag (Anstoß 13 Uhr) freilich nicht. Die Berliner, die in der DDR phasenweise sogar in der zweiten Liga mitkickten, waren zwar jüngst nicht so erfolgreich (4:4 in Eilenburg, 0:4 gegen Cottbus, nur 0:0 gegen zeitig dezimierte Halberstädter) wie die der Meuselwitzer (1:1 in Chemnitz, 1:0 gegen Tasmania Berlin, 2:0 in Babelsberg), doch Bergner warnt: „Die haben sich ins Tabellenmittelfeld gearbeitet.“ Und unter anderem 3:0 bei Lok Leipzig und 3:0 gegen Altglienicke gewonnen. Deshalb glaubt der Meuselwitzer Coach: „Das wird ein anderes Spiel als in Babelsberg. Und es wird vielleicht Richtung weisend. Es ist wichtig, bis Weihnachten weiter zu punkten.“ Momentan liegen beide Kontrahenten praktisch gleichauf: Sie haben je 20 Punkte, Lichtenberg rangiert dank der lediglich um ein Tor (!) besseren Tordifferenz unmittelbar vor den Meuselwitzern auf Platz 13.


Im Hinspiel hatten die Zipsendorfer auf der heimischen Glaserkuppe gegen die Nordost-Berliner mit 1:0 gewonnen. Damals noch unter Trainer Holm Pinder, der sich Ende Juli zum Saisonauftakt gemeinsam mit knapp 500 Zuschauern eine Viertelstunde vor Schluss über das Siegtor von Jegor Jagupov, der zuletzt jedoch verletzt fehlte, freuen durfte. „Das zählt diesmal nicht mehr, das wird komplett anders“, prognostiziert Bergner, der angesichts der sich leicht entspannenden Personalsituation aber durchaus zuversichtlich ist: „Vielleicht können einige unserer Spieler zumindest wieder mit auf die Bank, die jüngst angeschlagen fehlten.“ Zudem habe sich im Babelsberg-Spiel erfreulicherweise keiner verletzt. „Wir haben uns als Truppe gefunden, werden am Sonntag jedoch trotzdem wieder alles reinhauen müssen.“