07. April 2021 / 14:40 Uhr

Rückschlag im Kampf um Europa: VfB Stuttgart muss weiter auf Orel Mangala verzichten

Rückschlag im Kampf um Europa: VfB Stuttgart muss weiter auf Orel Mangala verzichten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fehlt dem VfB Stuttgart weiter verletzt: Orel Mangala.
Fehlt dem VfB Stuttgart weiter verletzt: Orel Mangala. © Frederic Scheidemann/Getty Images
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Mittelfeldmotor Orel Mangala wird dem VfB Stuttgart weiter fehlen. Seine Verletzung könnte Folgen haben - für ihn selbst, für das Spiel der Schwaben, womöglich sogar für ihre Personalplanung. Sportdirektor Sven Mislintat lobt den Belgier, hat aber noch viel Arbeit vor sich.

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Das erhoffte Comeback gegen den Ex-Klub ist geplatzt. Und die personelle Situation beim VfB Stuttgart weiter angespannt. Mittelfeldspieler Orel Mangala hat sich im Training am Dienstag erneut eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Der Belgier werde bis auf Weiteres ausfallen und die kommenden Partien verpassen, teilte der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mit. Auch die gegen Mangalas früheren Arbeitgeber Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

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Es ist eine weitere Hiobsbotschaft für den VfB und Mangala selbst. Schon beim FC Bayern (0:4) und gegen Werder Bremen (1:0) hatten die Schwaben den 23-Jährigen im Zentrum ihres Spiels zuletzt vermisst. Denn genau wie das ganze junge Team um ihn herum hat auch Mangala persönlich in den letzten Monaten eine beachtliche Entwicklung genommen. Er ist ein Sinnbild des Stuttgarter Aufschwungs geworden.

"Orel hat hinsichtlich Konstanz, Persönlichkeit und Athletik große Fortschritte gemacht", lobte ihn Sportdirektor Sven Mislintat, noch ehe ihn die Nachricht des erneuten Ausfalls ereilte. "Er zeigt nicht nur über mehrere Spiele hinweg konstante Leistungen, sondern auch innerhalb eines Spiels. Die Schwankungen, die für einen jungen Profi auch ein Stück normal sind, werden immer weniger." An Torgefahr fehlt es Mangala noch. Spielerisch war er zuletzt aber extrem wertvoll für den VfB.

Verlängert der VfB mit Mangala?

Schon in der vergangenen Zweitliga-Saison zählte Mangala zu den Leistungsträgern der Schwaben. Eine Etage höher spielte er bislang sogar noch beständiger. Auf dem Platz harmoniert er in der Zentrale mit Wataru Endo, daneben führt er die Französisch sprechende Gruppe um Silas Wamangituka und Tanguy Coulibaly an. Zu der gehört auch Naouirou Ahamada, der Mangala im Spiel bei Bayern unlängst vertreten hatte, ihn aber (noch) nicht gleichwertig ersetzen konnte.

Mangalas Verletzung könnte aber nicht nur kurz-, sondern auch langfristige Folgen haben. Immerhin steht im Sommer die EM an. Und schon die zurückliegenden Länderspiele der belgischen A-Nationalelf, für die er erstmals nominiert worden war, verpasste er. Womöglich wirkt sich die Blessur auch auf die Personalplanung des VfB aus. Einerseits würde Mislintat, der Mangala 2016 als Scout aus Anderlecht in Dortmunds U19 gelotst hatte, dessen noch bis 2023 laufenden Vertrag gerne verlängern. Andererseits gehört der Belgier in fittem Zustand zu den Spielern, durch deren möglichen Verkauf im Sommer der Club seine coronagebeutelte Kasse wohl am besten auffüllen könnte.