24. März 2021 / 20:40 Uhr

Leipziger Ruder-Schwestern Reichardt verpassen Olympia-Chance

Leipziger Ruder-Schwestern Reichardt verpassen Olympia-Chance

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Können auch nach einem verlorenen Kampf lächeln: Marion (l.) und Johanna Reichardt.
Können auch nach einem verlorenen Kampf lächeln: Marion (l.) und Johanna Reichardt. © Christian Modla
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Es hat nicht gereicht: Die Ruderinnen Marion und Johanna Reichardt vom SC DHfK Leipzig mussten sich in Köln ihren Konkurrentinnen geschlagen geben. Damit haben die 24 Jahre jungen Zwillinge bei den nationalen Rennen die Olympiaqualifikation verfehlt.

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Köln. Gut reingekämpft, alles gegeben, doch die Olympia-Chance verpasst: Die Ruderinnen Marion und Johanna Reichardt vom SC DHfK Leipzig haben am Mittwoch in Köln in zwei von drei nationalen Qualifikationsrennen der Leichtgewichts-Doppelzweier den zweiten und dritten Platz belegt. Da beide Siege souverän an Routinier Marie-Louise Dräger und die junge Kathrin Volk (Schweriner RG/Ulm) gingen, kann sich die neuformierte Nord-Süd-Crew nun zielgerichtet auf die internationale Entscheidung für Tokio vorbereiten.

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Sportlererhrung beim SC DHfK

Ihre Enttäuschung konnten die 24 Jahre alten Zwillingsschwestern nicht verbergen, aber es schwang auch Stolz mit, die Herausforderung angenommen zu haben. Denn in der Vorbereitung wurden die ehrgeizigen Schützlinge von Trainer Rüdiger Hauffe durch abgesagte Trainingslager und einen vereisten Kanal am Ruderzentrum im Burghausen ausgebremst. Nichtsdestotrotz bereiteten sich die Sportstudentinnen intensiv auf den Köln-Termin vor, fühlten sich „super drauf“ und freuten sich auf die Rennen. „Wir haben es versucht und sind gescheitert, aber nicht untergegangen. Der Blick geht voraus, die Arbeit für Olympia 2024 beginnt morgen“, gab Coach Hauffe klar den Kurs vor.

Für Olympiasiegerin Annekatrin Thiele (36), die mit großem Optimismus aus dem DRV-Trainingslager in Sevilla zurückgekehrt ist, stehen Trainingstest unter Regattabedingungen auf dem Fühlinger See an. Erster Eindruck zum Auftakt mit ihrer Doppelzweier-Partnerin Leonie Menzel (21/Germania Düsseldorf): „Wir sind gut durchgekommen.“ Das Duo ist bereits für die EM im italienischen Varese nominiert (9. bis 11. April). Fünf Wochen später geht es in Luzern um den Tokio-Startplatz. Gelingt die Mission, wäre es für Polizeihauptmeisterin Thiele nach zwei Mal Silber und einmal Gold im Doppelvierer ihre vierte Olympiateilnahme.

Dass die Weltklasseathletin ob ihrer beeindruckenden Bilanz schon mehrfach auf der Auszeichnungsbühne stand, erübrigt sich. Aktuell gehört Annekatrin Thiele zu den Nominierten für die Sportlerehrung des SC DHfK. Doch zusammen feiern, fällt coronabedingt ins Wasser. Weil eine Absage für die Verantwortlichen nicht infrage kam, wurde kurzerhand die Planung einer virtuellen Veranstaltung ins Leben gerufen. Dazu sind auch Freunde und Interessierte eingeladen. Am Sonntag um13 Uhr begrüßt Moderator und Vizepräsident Sören Münch alle Zuschauenden aus dem Sendestudio der ADK Medienagentur.