24. März 2020 / 18:40 Uhr

Ruderer Hannes Ocik über die Olympia-Verschiebung: "Es war die einzige Option"

Ruderer Hannes Ocik über die Olympia-Verschiebung: "Es war die einzige Option"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Galt als Gold-Kandidat bei den Olympischen Spielen: Hannes Ocik (ohne Kappe) mit dem Deutschland-Ruder-Achter.
Galt als Gold-Kandidat bei den Olympischen Spielen: Hannes Ocik (ohne Kappe) mit dem Deutschland-Ruder-Achter. © Naomi Baker/Getty Images
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Hannes Ocik (28), Schlagmann im Deutschland-Achter und olympische Gold-Hoffnung, schreibt exklusiv im SPORTBUZZER über die Verschiebung der Olympischen Spiele und seine Hoffnungen für das Jahr 2021.

Als ich von der Entscheidung erfuhr, bin ich nicht aus allen Wolken gefallen. Ich hatte seit Tagen damit gerechnet. Dennoch fühle ich mich jetzt leer und muss das alles erst einmal verarbeiten. Die vielen Monate, die wir von Trainingslager zu Trainingslager gereist sind, die vielen Kraft zehrenden Einheiten auf dem Wasser und im Kraftraum, die ganze Energie, die wir für unseren Traum von Gold investiert haben – für all das wollten wir uns in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen belohnen. Dass daraus nichts wird, enttäuscht und frustriert mich mächtig.

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Trotzdem war die Entscheidung des IOC richtig und zugleich überfällig. Sie war die einzige Option. Denn es geht um die Gesundheit – und nichts ist wichtiger als das. In diesem Sommer hätte es in Tokio ohnehin keine fairen Spiele gegeben. Denn die Bedingungen, um sich auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten, waren in jedem Land der Welt unterschiedlich. Während wir zuletzt im Wohnzimmer rudern mussten, waren andere auf dem Wasser.

Ocik will Olympia-Gold 2021

Trotz meiner Enttäuschung versuche ich, positiv zu bleiben, und sage mir: Wenn sich auf der einen Seite eine Tür schließt, geht auf der anderen Seite eine auf. Wir werden diese Krise überstehen und dann mit neuem Elan antreten. Ich will auf alle Fälle dabei sein, wenn der Deutschland-Achter 2021 in Tokio um Olympia-Gold rudert.