10. April 2021 / 13:27 Uhr

"Gutes Rennen zum Einstieg": Doppelvierer um Nwajide erreicht EM-Finale mühelos

"Gutes Rennen zum Einstieg": Doppelvierer um Nwajide erreicht EM-Finale mühelos

Christian Held
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Carlotta Nwajide (rechts) und Franziska Kampmann qualifizieren sich mit Frieda Hämmerling und Daniela Schultze (beide nicht im Bild) souverän fürs Finale.
Carlotta Nwajide (rechts) und Franziska Kampmann qualifizieren sich mit Frieda Hämmerling und Daniela Schultze (beide nicht im Bild) souverän fürs Finale. © IMAGO/Aleksandar Djorovic
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In souveräner Manier hat sich der deutsche Doppelvierer bei der EM in Varese fürs Finale qualifiziert, das Quartett um Carlotta Nwajide vom DRC feierte im Vorlauf einen Start-Ziel-Sieg. Der Achter mit Marie-Cathérine Arnold (HRC) und Frauke Hundelig (DRC) überzeugte beim Bahnverteilungsrennen indes nicht.

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Auftakt nach Maß für den deutschen Doppelvierer mit DRC-Ruderin Carlotta Nwajide bei der Europameisterschaft im italienischen Varese: Das Team mit der 25-jährigen Hannoveranerin, Schlagfrau Franziska Kampmann (Waltrop), Frieda Hämmerling (Kiel) und Bugfrau Daniela Schultze (Potsdam) gewann am Freitagmittag den Vorlauf souverän mit einem Start-Ziel-Sieg. Mit kräftigen Zügen im Startspurt legte sich das Quartett sofort vor die Konkurrenz.

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„Dabei empfand ich unseren Start eher als locker. Trotzdem waren wir gleich vorne“, wunderte sich Nwajide nach dem souveränen Rennen. Im Ziel hatte der Doppelvierer mit der DRC-Frau vier Sekunden Vorsprung vor den engsten Verfolgerinnen aus Polen. Nwajides Boot zog damit direkt ins EM-Finale am Sonntagnachmittag ein.

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„Ein gutes Rennen zum Einstieg“, urteilte Nwajides Heimtrainer Thorsten Zimmer, warnte aber: „ Auch die Ruderinnen aus Großbritannien waren sehr stark.“ Denn den anderen Vorlauf gewannen die überraschend starken Britinnen ebenso deutlich. Pandemiebedingt waren die Ruderfrauen aus Großbritannien international ein Jahr gar nicht angetreten. Bei ihrem Comeback düpierten sie auf Anhieb die Titelverteidigerinnen aus den Niederlanden.

Riemenvierer muss in den Hoffnungslauf

Der Riemenvierer mit Schlagfrau Janka Kirstein musste in seinem Vorlauf die Konkurrenz bereits vor der Streckenhälfte ziehen lassen. Die 23-jährige HRC-Ruderin und ihr Team setzen nun auf ihre zweite Chance im Hoffnungslauf am Samstag, das A-Finale am Sonntag zu erreichen.

Eben diese Finalteilnahme am Sonntag ist dem Achter mit Schlagfrau Marie-Cathérine Arnold (HRC) und Frauke Hundeling (DRC) bereits sicher, weil nur sechs Nationen Teams in der Bootsklasse gemeldet haben. Im sogenannten Bahnverteilungsrennen am Freitag überzeugte der Achter jedoch nicht. Arnold und Co. ruderten als letzte ins Ziel und müssen nun hoffen, dass die Karten im Endlauf neu gemischt werden.

„Unsere Saisonvorbereitung war nicht darauf ausgelegt, bei der EM schon absolute Spitzenleistungen abzurufen“, hatte Arnold die Erwartungen bereits im Vorfeld gedämpft. Erst im Mai bei der Nachqualifikationsregatta für die Olympischen Spiele will der Achter in Richtung Tokio angreifen.