26. Mai 2021 / 19:00 Uhr

Spritzig zur Silbermedaille: Vierer um Hannovers Nwajide holt Medaille bei Weltcup

Spritzig zur Silbermedaille: Vierer um Hannovers Nwajide holt Medaille bei Weltcup

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bestens gelaunt: Das deutsche Ruder-Quartett Frieda Hämmerling, Carlotta Nwajide, Franziska Kampmann und Daniela Schulze (v. links n. rechts) freuen sich über ihren Sieg und zeigen ihre Medaillen. 
Bestens gelaunt: Das deutsche Ruder-Quartett Frieda Hämmerling, Carlotta Nwajide, Franziska Kampmann und Daniela Schulze (v. links n. rechts) freuen sich über ihren Sieg und zeigen ihre Medaillen.  © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
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Nur China war zu stark: Der deutsche Ruder-Vierer präsentierte sich beim Weltcup auf dem Rotsee in Luzern stark. Mit dabei: Carlotta Nwajide vom DRC Hannover. Die 25-Jährige war sehr zufrieden mit dem wichtigen Test vor den Olympischen Spielen in Tokio.

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Hinterher haben sie mal ein wenig die Beine baumeln lassen. Strahlend saß das Frauenquartett des Deutschen Ruder-Verbandes am Steg der Regattastrecke des Rotsees in Luzern. Die Crew des Doppelvierers präsentierte nach dem Weltcup-Endlauf die Silbermedaillen. „Unser Rennen war gut, wir sind super zufrieden mit der Leistung und auch mit Platz zwei“, sagte Carlotta Nwajide vom DRC Hannover. Nur das chinesische Boot war bei diesem wichtigen Test vor den Olympischen Spielen noch schneller – das aber um stattliche 4,66 Sekunden.

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„Wir haben das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben, und alle weiteren Nationen hinter uns gelassen“, so Nwajide, „China ist aktuell zu stark, dieses Boot zu schlagen wäre unrealistisch gewesen.“ Fünf Zehntel hinter dem deutschen Vierer kam Italien ins Ziel, weitere drei Sekunden zurück Polen und abgeschlagen die Niederlande.

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"Die Umbesetzung hat auf jeden Fall etwas gebracht"

Für Nwajide ganz wichtig: „Die Umbesetzung hat auf jeden Fall etwas gebracht.“ Die 25-Jährige war um eine Position an die Schlagübernahme gerückt, um das Boot besonders am Start zu beschleunigen. „Das hat mir gut gefallen, der Auftritt war agiler und spritziger als zuletzt“, sagte Thorsten Zimmer, Trainer am Bundesstützpunkt Hannover.



Als neue Schlagfrau überzeugte Frieda Hämmerling aus Kiel. Das Quartett komplettierten Franziska Kampmann (Waltrop) und Daniela Schultze (Potsdam). An dieser Aufteilung dürfte sich vor den Spielen nichts mehr ändern. „Das Boot ist in der internationalen Saison angekommen“, so Zimmer, der jedoch noch Reserven sieht: „Sie haben das jetzt mit Willen und Kampfgeist gemacht, sie hatten Schaum vor dem Mund.“ Eine gewisse Lockerheit sei aber wichtig: „Mit mehr Entspannung am Schlag können sie ihre Kraft noch besser einsetzen.“

Zimmer warnt vor Polen und den Niederlanden

Ihre Rolle als absolute Topfavoriten auf Olympiagold haben die Chinesinnen bestätigt. Nicht zu unterschätzen sind jedoch Polen und die Niederlande, warnt Zimmer: „Bei denen ist die Vorbereitung wohl eine andere, es könnte sein, dass sie das aus dem Training heraus gefahren sind.“

Der Frauen-Doppelvierer bleibt in jedem Fall eine große DRV-Hoffnung auf Edelmetall in Tokio. „Jetzt heißt es dranbleiben. Ein paar technische Dinge können wir noch verbessern“, sagte Schlagfrau Frieda Hämmerling.